Snapchat Investoren taxieren Messenger-App auf 16 Milliarden Dollar

1,4 Milliarden Dollar hat der Foto- und Messenger-Dienst Snapchat bei Investoren eingesammelt. Damit taxieren Anleger den Unternehmenswert auf 16 Milliarden Dollar – ein offenbar beruhigend stagnierender Wert.
Mit von selbst verschwindenden Fotos wurde Snapchat berühmt. Doch immer mehr User, vor allem Prominente, nutzen den Dienst auch als Soziales Netzwerk. Quelle: dpa
Neuer Fotodienst

Mit von selbst verschwindenden Fotos wurde Snapchat berühmt. Doch immer mehr User, vor allem Prominente, nutzen den Dienst auch als Soziales Netzwerk.

(Foto: dpa)

New YorkDie Foto- und Messenger-App Snapchat hat laut einem Zeitungsbericht frisches Geld bei Investoren eingesammelt und wird dabei weiter auf 16 Milliarden US-Dollar taxiert. Der Fotodienst habe 175 Millionen Dollar (159 Millionen Euro) vom US-Fondsriesen Fidelity erhalten, berichtete das „Wall Street Journal“ am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise.

Damit steige die letzte Finanzierungsrunde auf insgesamt 1,4 Milliarden Dollar. Die Geldgeber bewerteten die App, die für von selbst wieder verschwindende Bilder bekannt ist, genau so hoch wie im Mai 2015. Stagnierende Bewertungen sind bei Start-ups eigentlich schlecht. Viele Tech-Firmen haben aber zuletzt deutlich an Marktwert eingebüßt, sodass Stabilität derzeit eher als gutes Zeichen gilt.

Die wertvollsten Start-ups der Welt
Platz 10: Dropbox
1 von 10

Der in San Francisco ansässige Anbieter von Web-Speicher zählt bereits mehr als 400 Millionen private Nutzer und wird zurzeit von 500 Unternehmen verwendet. Nach eigenen Angaben des Cloud-Unternehmens werden alle 24 Stunden 1,2 Milliarden Dateien in der Dropbox gespeichert. Seit der Gründung 2007 hat das Startup 0,6 Milliarden Dollar von Investoren wie Black Rock oder Goldman Sachs erhalten. Heute ist ihr Investment geschätzte zehn Milliarden Dollar wert. Damit liegt Dropbox auf Platz zehn im aktuellen Ranking des Wall Street Journal.

Platz 9: Pinterest
2 von 10

Das soziale Bildernetzwerk bietet Nutzern die Möglichkeit, Fotos auf virtuellen Pinnwänden zu teilen, liken oder kommentieren. Das 2010 in San Francisco gegründete Startup verfügt heute über weitere Unternehmenssitze in New York, Chicago, Los Angeles, Atlanta, London, Paris, Berlin, Tokyo und Sao Paulo mit insgesamt über 500 Mitarbeitern. Der Unternehmenswert beläuft sich auf satte elf Milliarden Dollar, 1,3 Milliarden haben fremde Kapitalgeber bis heute in das Netzwerk investiert. Platz neun für das von drei Studenten gegründete Start-up.

Platz 8: SpaceX
3 von 10

Das Raumfahrt-Startup von Tesla-Gründer Elon Musk hat bereits fünf Trägerraketen ins All befördert. Gegründet wurde Space Exploration Technologies, wie das Unternehmen vollständig heißt, bereits 2002, und hat sich seitdem mehrfach Geld bei Investoren geholt, insgesamt 1,1 Milliarden Dollar. Die Bewertung ist mit 12 Milliarden Dollar üppig.

Platz 7: Didi Kuaidi
4 von 10

Auch die chinesische Taxi-App Didi Kuaidi ist für Kapitalgeber interessant: so flossen bereits 3 Milliarden Dollar in das Startup von Cheng Wei. Fahrdienstanbieter wie Uber oder Didi Kuaidi erfreuen sich in China immer größerer Beliebtheit. Davon profitiert der nun 15 Milliarden Euro schwere Dienstleister und landet auf Platz sieben im Ranking der Venture-Kapital-Firmen.

Platz 6: Flipkart
5 von 10

Der virtuelle Marktplatz flipkart wurde 2007 von den Absolventen des Indian Institute of Technology Delhi, Sachin und Binny Bansal, gegründet. Seitdem haben verschiedene indische Investoren 3 Milliarden Dollar in das E-Commerce-Startup investiert, das mittlerweile fünf Mal so viel wert ist (15 Milliarden Dollar).

Platz 5: Snapchat
6 von 10

Das erst 2011 in Los Angeles gegründete Startup Snapchat mit einem Wert von 16 Milliarden Dollar zählt heute zu den wertvollsten, nicht börsennotierten Unternehmen der Welt. Insgesamt 1,2 Milliarden Dollar haben US-amerikanische Kapitalgeber bereits in den Instant-Messaging-Dienst investiert. Die App, die sowohl für Smartphones als auch Tablets verfügbar ist, macht den Versand von Fotos an Freunde möglich. Das Revolutionäre: die Dateien sind nur wenige Sekunden sichtbar und zerstören sich dann selbst. Die Wiederherstellung ist allerdings innerhalb der Ordnerstruktur des eigenen Geräts möglich. Dieser kleine Umweg scheint den besonderen Reiz für Nutzer auszumachen.

Platz 4: Palantir
7 von 10

Auch das vor einigen Jahren noch wenig bekannte Startup-Unternehmen Palantir Technologies aus Palo Alto im Silicon Valley schafft es in die Top Fünf des Rankings. 1,5 Milliarden Dollar investierten Kapitalgeber in den 20 Milliarden schweren Entwickler von Software, der in der Lage ist, Informationen aus verschiedensten Quellen miteinander zu verknüpfen und auszuwerten. Das weiß man nicht nur bei Hedgefonds gewinnbringend zu nutzen, um Markttrends herauszufiltern. Auch die US-Regierung nutzt eine Variante des Systems zum Jagen nach Terroristen, wobei Banküberweisungen, Einkäufe, Berichte von Fahndern und öffentliche Quellen wie das Internet, Facebook und Twitter zusammengeführt werden.

  • dpa
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%