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Snapchat Wer gucken will, muss zahlen

Dass angesehene Fotos sofort verschwinden, ist eigentlich der Clou am Fotodienst Snapchat. Jetzt kehrt das Start-up das Prinzip um – wer drei Wiederholungen sehen will, soll zahlen.
16.09.2015 - 15:03 Uhr
Die vor allem bei Jugendlichen beliebte App Snapchat versucht sich an einem neuen Geschäftsmodell. Quelle: dpa
Snapchat

Die vor allem bei Jugendlichen beliebte App Snapchat versucht sich an einem neuen Geschäftsmodell.

(Foto: dpa)

Santa Monica Der Fotodienst Snapchat, der für seine von selbst verschwindenden Fotos bekannt ist, will Geld mit Wiederholungen verdienen. Für 0,99 Dollar kann sich ein Nutzer drei Bilder oder Videos jeweils noch einmal ansehen, kündigte Snapchat am späten Dienstag an. Das Angebot gibt es zunächst nur in den USA. Bisher hatte Snapchat mit kostenlosen „Replays“ experimentiert - aber sie waren auf eine Wiederholung pro Nutzer am Tag beschränkt. Außerdem führte Snapchat Animationen ein, die man in Selfies einfügen kann.

Die Plattform ist vor allem bei jungen Nutzern populär. Snapchat kommt nach eigenen Angaben auf rund 100 Millionen Nutzer pro Tag und arbeitet an einem Geschäftsmodell. Die Firma aus Kalifornien experimentierte bisher unter anderem mit Video-Werbung oder bezahlten Kooperationen mit Unternehmen.

Laut internen Zahlen, die jüngst im Blog „Gawker“ veröffentlicht wurden, verbuchte Snapchat von Januar bis November vergangenen Jahres allerdings erst einen Umsatz von drei Millionen Dollar - bei einem Verlust von 128 Millionen. Für dieses Jahr sind laut Technologie-Blog „Recode“ Erlöse von rund 50 Millionen Dollar anvisiert.

Die wertvollsten Start-ups der Welt
Platz 10: Dropbox
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Der in San Francisco ansässige Anbieter von Web-Speicher zählt bereits mehr als 400 Millionen private Nutzer und wird zurzeit von 500 Unternehmen verwendet. Nach eigenen Angaben des Cloud-Unternehmens werden alle 24 Stunden 1,2 Milliarden Dateien in der Dropbox gespeichert. Seit der Gründung 2007 hat das Startup 0,6 Milliarden Dollar von Investoren wie Black Rock oder Goldman Sachs erhalten. Heute ist ihr Investment geschätzte zehn Milliarden Dollar wert. Damit liegt Dropbox auf Platz zehn im aktuellen Ranking des Wall Street Journal.

(Foto: PR)
Platz 9: Pinterest
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Das soziale Bildernetzwerk bietet Nutzern die Möglichkeit, Fotos auf virtuellen Pinnwänden zu teilen, liken oder kommentieren. Das 2010 in San Francisco gegründete Startup verfügt heute über weitere Unternehmenssitze in New York, Chicago, Los Angeles, Atlanta, London, Paris, Berlin, Tokyo und Sao Paulo mit insgesamt über 500 Mitarbeitern. Der Unternehmenswert beläuft sich auf satte elf Milliarden Dollar, 1,3 Milliarden haben fremde Kapitalgeber bis heute in das Netzwerk investiert. Platz neun für das von drei Studenten gegründete Start-up.

(Foto: dpa)
Platz 8: SpaceX
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Das Raumfahrt-Startup von Tesla-Gründer Elon Musk hat bereits fünf Trägerraketen ins All befördert. Gegründet wurde Space Exploration Technologies, wie das Unternehmen vollständig heißt, bereits 2002, und hat sich seitdem mehrfach Geld bei Investoren geholt, insgesamt 1,1 Milliarden Dollar. Die Bewertung ist mit 12 Milliarden Dollar üppig.

(Foto: ap)
Platz 7: Didi Kuaidi
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Auch die chinesische Taxi-App Didi Kuaidi ist für Kapitalgeber interessant: so flossen bereits 3 Milliarden Dollar in das Startup von Cheng Wei. Fahrdienstanbieter wie Uber oder Didi Kuaidi erfreuen sich in China immer größerer Beliebtheit. Davon profitiert der nun 15 Milliarden Euro schwere Dienstleister und landet auf Platz sieben im Ranking der Venture-Kapital-Firmen.

(Foto: ap)
Platz 6: Flipkart
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Der virtuelle Marktplatz flipkart wurde 2007 von den Absolventen des Indian Institute of Technology Delhi, Sachin und Binny Bansal, gegründet. Seitdem haben verschiedene indische Investoren 3 Milliarden Dollar in das E-Commerce-Startup investiert, das mittlerweile fünf Mal so viel wert ist (15 Milliarden Dollar).

(Foto: Reuters)
Platz 5: Snapchat
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Das erst 2011 in Los Angeles gegründete Startup Snapchat mit einem Wert von 16 Milliarden Dollar zählt heute zu den wertvollsten, nicht börsennotierten Unternehmen der Welt. Insgesamt 1,2 Milliarden Dollar haben US-amerikanische Kapitalgeber bereits in den Instant-Messaging-Dienst investiert. Die App, die sowohl für Smartphones als auch Tablets verfügbar ist, macht den Versand von Fotos an Freunde möglich. Das Revolutionäre: die Dateien sind nur wenige Sekunden sichtbar und zerstören sich dann selbst. Die Wiederherstellung ist allerdings innerhalb der Ordnerstruktur des eigenen Geräts möglich. Dieser kleine Umweg scheint den besonderen Reiz für Nutzer auszumachen.

(Foto: dpa)
Platz 4: Palantir
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Auch das vor einigen Jahren noch wenig bekannte Startup-Unternehmen Palantir Technologies aus Palo Alto im Silicon Valley schafft es in die Top Fünf des Rankings. 1,5 Milliarden Dollar investierten Kapitalgeber in den 20 Milliarden schweren Entwickler von Software, der in der Lage ist, Informationen aus verschiedensten Quellen miteinander zu verknüpfen und auszuwerten. Das weiß man nicht nur bei Hedgefonds gewinnbringend zu nutzen, um Markttrends herauszufiltern. Auch die US-Regierung nutzt eine Variante des Systems zum Jagen nach Terroristen, wobei Banküberweisungen, Einkäufe, Berichte von Fahndern und öffentliche Quellen wie das Internet, Facebook und Twitter zusammengeführt werden.

(Foto: Screenshot)

Mitgründer und Chef Evan Spiegel sagte im Mai, Snapchat habe einen Plan für den Gang an die Börse, nannte aber keinen Zeitraum. Im vergangenen Jahr wollte Facebook Snapchat kaufen, dem Vernehmen nach für drei Milliarden Dollar. Die Gründer schlugen das Angebot jedoch aus.

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