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Software Deutsche Linux-Firma Suse geht für 2,5 Milliarden Dollar an schwedischen Finanzinvestor

Die britische Softwarefirma Micro Focus verkauft das deutsche Linux-Unternehmen Suse. Das freut sich jetzt über mehr Selbstständigkeit.
02.07.2018 Update: 02.07.2018 - 17:19 Uhr Kommentieren
Der Verkauf des deutschen Linux-Unternehmens SUSE erfolgt laut Chef Nils Brauckmann zu einem guten Zeitpunkt, da die Nachfrage nach Open-Source-Software hoch sei. Quelle: Reuters
Computer mit Programmiercode (Symbolbild)

Der Verkauf des deutschen Linux-Unternehmens SUSE erfolgt laut Chef Nils Brauckmann zu einem guten Zeitpunkt, da die Nachfrage nach Open-Source-Software hoch sei.

(Foto: Reuters)

London/Berlin Das Nürnberger Linux-Softwareunternehmen Suse kommt nach vier Jahren in neue Hände. Der schwedische Finanzinvestor EQT zahlt 2,53 Milliarden Dollar (2,18 Milliarden Euro) an den britischen Softwarekonzern Micro Focus für die 1992 gegründete Firma, die das Open-Source-Betriebssystem Linux für Unternehmen, Behörden und Universitäten nutzbar macht.

Suse war Micro Focus 2014 mit der 2,35 Milliarden Dollar schweren Übernahme der Attachmate Group zugefallen. Suse-Chef Nils Brauckmann erhofft sich von dem neuen Eigentümer mehr Freiheiten und ein steileres Wachstum: „Wir werden ein vollkommen unabhängiges Unternehmen.“

EQT will in Nürnberg vor allem in Personal investieren: „Die Investitionen in Software-Ingenieure waren unter dem vorherigen Eigentümer etwas beschränkt. Das werden wir ändern“, sagte EQT-Partner Johannes Reichel der Nachrichtenagentur Reuters am Montag.

Er setzt darauf, dass viele Linux-Nutzer angesichts der politischen Entwicklungen in den USA künftig allein nicht vom US-Anbieter Red Hat abhängig sein wollen. „Vor dem Hintergrund wachsender Handelskonflikte schätzen Firmenkunden einen Infrastruktur-Software-Anbieter mit europäischen Wurzeln.“ Auch ergänzende Akquisitionen sind möglich.

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    Im Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende April) kam Suse auf 303 Millionen Dollar Umsatz und einen operativen Gewinn (Ebitda) von 99 Millionen Dollar. Das Unternehmen beschäftigt knapp 1400 Mitarbeiter. Für Micro Focus ist der Verkauf offenbar ein gutes Geschäft: Bei der Übernahme von Attachmate stand Suse für gut ein Fünftel von deren Umsatz.

    Micro-Focus-Chef Kevin Loosemore sprach von einem „hochattraktiven“ Preis. EQT übernimmt Suse schuldenfrei und kann damit einen Teil des Preises leicht über Kredite refinanzieren. Der Softwareanbieter Micro Focus will mit dem Erlös Schulden tilgen und den Rest an die eigenen Aktionäre weiterreichen.

    In den vergangenen drei Jahren sei das Geschäft von Suse um jeweils 20 Prozent gewachsen, sagte Reichel. Das Kerngeschäft mit Server-Betriebssystemen solle auch künftig zulegen; der Markt wachse jährlich um mindestens zehn Prozent. Ein jüngeres Geschäftsfeld, mit dem Suse sicherstellt, dass Cloud-Rechner etwa von Google oder Amazon reibungslos mit den Servern der Kunden zusammenarbeiten, verspreche noch größere Zuwächse.

    In Zeiten, in denen sich neue Technologien rasant entwickeln, sind Software-Anwendungen, deren Quelltexte wie bei Linux öffentlich zugänglich und nicht durch Patente geschützt sind, oft besser geeignet, um Neuerungen schnell zu integrieren. Suse ist ein Pionier in diesem Geschäft. Die Firma ist 26 Jahre alt und hat in der Zeit mehrfach den Besitzer gewechselt. Von 2003 bis 2011 gehörte sie zu Novell. Der Firmenname steht für „Software und System-Entwicklung“.

    • rtr
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