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Sonys „The Interview“ „Der Film wird verbreitet werden“

Als Hacker mit Angriffen auf Kinos drohten, zog Sony die Premiere der Satire von „The Interview“ zurück. Von einem endgültigen Aus für den Film könne aber nicht die Rede sein – sagt nun der Anwalt des Filmstudios.
22.12.2014 - 09:54 Uhr 3 Kommentare

Nach Drohungen: Sony verschiebt Kinostart

New York Am 25. Dezember sollte „The Interview“ in den USA starten – doch Sony Pictures hat den Filmstart nach einem Hackerangriff abgesagt. Für die Tonne soll die 44-Millionen-Dollar-Produktion aber nicht sein. Laut Sony-Anwalt sei der Start lediglich verschoben.

„Wir müssen sehr vorsichtig sein, wenn es um Menschenleben geht“, sagte David Boies in einem Interview mit dem Sender NBC. „Sony hat darum gekämpft, diesen Film zu verbreiten, und er wird verbreitet werden. Wie das passieren wird, wissen wir noch nicht, aber er wird verbreitet werden.“

In dem Streifen bekommen zwei US-Journalisten, gespielt von Seth Rogen und James Franco, den Auftrag, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bei einem Interviewtermin zu töten. Die Komödie wurde von Nordkorea als Kriegsakt bezeichnet. Eine Hackergruppe drohte mit Anschlägen auf die Kinos, in denen der Film gezeigt würde.

Sony Pictures hatte nach diesen Drohungen in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass der Entschluss zu der Absage „angesichts der Entscheidung der Mehrheit unserer Aussteller, den Film nicht zu zeigen“ gefällt worden sei. Das Unternehmen habe für diese Entscheidung der Kinobesitzer Verständnis und teile die Besorgnis, machte aber auch klar: „Wir stehen unseren Filmemachern und ihrem Recht auf freie Entfaltung bei und sind extrem enttäuscht über diesen Ausgang.“

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    Bei dem Cyberangriff auf Sony Pictures Ende November waren Firmenunterlagen sowie persönliche Daten und Emails gestohlen worden. Nach Angaben der US-Bundespolizei FBI wurden bei dem Datendiebstahl Programme eingesetzt, wie sie auch im März 2013 von nordkoreanischen Angreifern bei Attacken auf südkoreanische Banken und Medien verwendet worden seien. Die Ermittler hätten zudem Verbindungen zu Computerschädlingen gefunden, die in Nordkorea entwickelt worden seien.

    China hat mit Blick auf den Hackerangriff jede Form von Cyberattacken verurteilt, eine Erwähnung Nordkoreas aber vermieden. Nach einem Telefonat mit US-Außenminister John Kerry erklärte der chinesische Außenamtschef Wang Yi am Montag, China verurteile jegliche Form von Internet-Attacken und Internet-Terrorismus.

    Die USA haben der „New York Times“ zufolge China um Unterstützung gebeten. Peking solle helfen, künftige nordkoreanische Cyberattacken zu blockieren. Eine Zusammenarbeit mit China habe entscheidende Bedeutung, weil praktisch die gesamte Telekommunikation Nordkoreas über von China betriebene Netzwerke laufe. geweigert hätten, den Streifen zu zeigen, sagte er.

    Machtdemonstration aus dem Gefechtsstand
    huGO-BildID: 40403149 This undated photo released by North Korea's official Korean Central News Agency (KCNA) on November 23, 2014 shows North K
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    Kim Jong Un ist wieder da: mobil, ohne Krücken und energiegeladen: Von wann die am Sonntag veröffentlichten Aufnahmen sind, ist nicht genau festzustellen. Sie scheinen aber nicht ziemlich frisch zu sein. Begleitet wird die Propaganda-Offensive von lauten Tönen ...

    (Foto: AFP)
    North Korean leader Kim Jong Un organizes and guides a combined joint drill of the units under KPA Combined Units 572 and 630
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    Die nordkoreanische Staatsführung hat vor "katastrophalen Folgen" einer UN-Resolution gewarnt, in der Menschenrechtsverletzungen in dem abgeschotteten Land angeprangert werden. Das Vorgehen der Vereinten Nationen gleiche einer "Kriegserklärung", erklärte am Sonntag die Nationale Verteidigungskommission, oberstes militärisches Gremium des Landes, dem Staatschef Kim Jong Un vorsitzt.

    (Foto: Reuters)
    North Korean leader Kim Jong Un looks through a pair of binoculars as he organizes and guides a combined joint drill of the units under KPA Combined Units 572 and 630
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    Die Unterstützer der Resolution, darunter an erster Stelle die USA, Japan und Südkorea, seien für deren Konsequenzen "voll verantwortlich".

    (Foto: Reuters)
    huGO-BildID: 40403142 This undated photo released by North Korea's official Korean Central News Agency (KCNA) on November 23, 2014 shows North K
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    Der Menschenrechtsausschuss der UN-Vollversammlung hatte am Dienstag in New York eine Resolution verabschiedet, die Nordkorea vor den Internationalen Strafgerichtshof bringen könnte. Der Sicherheitsrat wird in dem Text aufgerufen, das in Den Haag ansässige Tribunal mit einem Verfahren gegen Pjöngjang zu beauftragen. Ob das Gremium der Aufforderung nachkommen wird, ist allerdings unklar.

    (Foto: AFP)
    huGO-BildID: 40401104 Marines salute during a ceremony to mark the fourth anniversary of North Koreaís artillery attack on the Yeonpyeong island, at
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    Grundlage der Resolution ist ein UN-Bericht, der detailliert das System von Nordkoreas Gefangenenlagern mit Folter, standrechtlichen Hinrichtungen und Vergewaltigungen beschreibt. Die Anfang des Jahres veröffentlichte Untersuchung stützt sich vor allem auf Aussagen von im Exil lebenden Nordkoreanern. Bis zu 120.000 Menschen sind demnach in den Straflagern inhaftiert.

    (Foto: ap)
    huGO-BildID: 40401166 Marines demonstrate their martial art skills during a ceremony to mark the fourth anniversary of North Koreaís artillery attack
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    Die Resolution muss im Dezember noch das Plenum der UN-Vollversammlung passieren. Die Abstimmung dort gilt als Formalität. Im Sicherheitsrat könnten dann aber Russland und China ihr Vetorecht nutzen. Auf die Verabschiedung der Resolution hatte Nordkorea bereits zuvor verärgert reagiert und gedroht, die Gespräche mit der Europäischen Union über die Menschenrechtslage im Land abzubrechen.

    (Foto: ap)
    huGO-BildID: 40401123 Marines salute during a ceremony to mark the fourth anniversary of North Koreaís artillery attack on the Yeonpyeong island, at
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    Zuletzt hatten Süd- und Nordkorea sich nach neuen Schießübungen des südkoreanischen Militärs nahe der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer einen heftigen Wortwechsel geliefert. Nach Drohungen aus Pjöngjang warnte das Verteidigungsministerium in Südkorea am Freitag das Nachbarland vor Provokationen. Jede Aggression durch Nordkorea werde diesmal ein Schritt in Richtung seiner „Selbstzerstörung“ sein.

    (Foto: ap)
    • dpa
    • rtr
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    3 Kommentare zu "Sonys „The Interview“: „Der Film wird verbreitet werden“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • „Der Film wird verbreitet werden“

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      DEN FILM BERÜHMTER MACHEN ALS ETWA …

      „ DIE TITANIC „ BERÜHMT WURDE !!!

      WELTWEITER FILM-CD IN DEM HANDEL BRINGEN...
      nicht mehr im Kino...
      KAUFPREIS........... 5 US-DOLLAR...PREIS DIKTATUR !!!

      Mit PREIS DIKTATUR...GEGEN POLITISCHER DIKTATUR !!!





    • Alberne Reklame Aktion von Sony, als würde sich der gesalbte
      Kim Jong Un für so einen Film.....

    • Mitte 2014, Kerry zu Putin: "Man marschiert nicht einfach so in ein fremdes Land ein."

      Ende 2014, Kerry zu Kim Jong Un: "Man spioniert nicht einfach so ein fremdes Land aus."

      Mitte 2015, Kerry zu Merkel: "Man klaut nicht einfach so die Goldreserven eines fremden Landes."

      ...

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