Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Soziales Netzwerk Facebook-Aktie verliert nach Datenaffäre mehr als sechs Prozent

Die Papiere brechen nach Bekanntwerden der Datenaffäre an der Wall Street ein. Der Druck auf Facebook-Chef Mark Zuckerberg steigt.
Update: 19.03.2018 - 16:17 Uhr 1 Kommentar
US-Politiker fordern, dass der Facebook-Gründer vor dem Justizausschuss erscheint. Quelle: dpa
Mark Zuckerberg

US-Politiker fordern, dass der Facebook-Gründer vor dem Justizausschuss erscheint.

(Foto: dpa)

Brüssel Facebook-Aktien sind am Montag zum Börsenstart in den USA abgestürzt. Nachdem die Papiere zum Handelsstart an der Wall Street zunächst knapp fünf Prozent im Minus lagen, weiteten sich die Verluste im Verlauf auf über sechs Prozent aus.

Der Konzern hatte am Freitagabend eingeräumt, dass die Datenanalysefirma Cambridge Analytica und einige Forscher die Auflagen des weltgrößten Internet-Netzwerks verletzt hätten. Medienberichten zufolge wertete Cambridge Analytica private Informationen von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern aus und unterstützte mit den Ergebnissen den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump.

Nun wollen auch die EU-Abgeordneten Facebook wegen der neuen Daten-Affäre unter die Lupe nehmen. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani kündigte am Montag eine Untersuchung an. Tajani sagte, es werde nun geprüft, ob es zu einem Missbrauch der Daten gekommen sei. Zugleich rief er den US-Konzern zu mehr Verantwortung beim Umgang mit Daten auf. EU-Justizkommissarin Vera Jourova will noch in dieser Woche bei ihrem US-Besuch mit Facebook und der Regierung in Washington über die Affäre sprechen.

Facebook hatte am Freitag mitgeteilt, dass der Konzern die Kooperation mit der Analysefirma wegen Verletzung der Datenschutzbestimmungen beendet. Sie habe unrechtmäßig erhaltene Daten entgegen früheren Zusicherungen nicht vernichtet, hieß es zur Begründung. Cambridge Analytica hatte die Nutzerdaten vom britischen Professor Aleksandr Kogan bekommen, der bei Facebook eine Umfrage durchgeführt hatte. Sie war beim Online-Netzwerk als wissenschaftliche Persönlichkeitsforschung angemeldet worden.

Die Facebook-App mit der Umfrage sei rund 270.000 Mal heruntergeladen worden, erklärte Facebook. Nutzer, die sie ausfüllten, erklärten sich einverstanden damit, dass Kogans Firma ihre Antworten und Daten bekommt. Zugleich bekam er über Facebooks Schnittstellen aber auch Zugang zu einigen Profil-Grunddaten von ihren Freunden, wenn deren Datenschutz-Einstellungen dies zuließen. Nach Informationen der Zeitung „Guardian“ öffnete jeder, der die Umfrage ausfüllte, Zugriff auf solche Daten von im Schnitt 160 weiteren Nutzern.

In Großbritannien forderte der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Digitales und Medien, Damian Collins, am Montag mehr Vollmachten für die britische Datenschutz-Aufsicht. Sie müsse auch das Recht bekommen, hinter die Kulissen der Unternehmen zu schauen, um sicherzustellen, dass sie das Gesetz befolgten, sagte er dem Radiosender LBC.

In den USA sprach sich Senator Mark Warner (Demokraten) für eine stärkere Regulierung des Marktes für politische Werbung aus. Seine Kollegin Amy Klobuchar verlangte, dass Facebooks Gründer und Chef, Mark Zuckerberg, vor dem Justizausschuss erscheint.

Die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Massachusetts, Maura Healey, kündigte Ermittlungen an und forderte Antworten sowohl von Cambridge Analytica als auch von Facebook. Das Online-Netzwerk überprüft unterdessen einen seiner Datenforscher, der zuvor ein Kollege von Kogan in einer Firma war.

  • rtr
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Soziales Netzwerk - Facebook-Aktie verliert nach Datenaffäre mehr als sechs Prozent

1 Kommentar zu "Soziales Netzwerk: Facebook-Aktie verliert nach Datenaffäre mehr als sechs Prozent"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Kann mir irgendwer mal sagen wofür Facebook eigentlich gut ist? Ich kenne nur die schlechten Seiten: Zeitverschwendung, sozialer Stress, Partysprenger, kaputte Beziehhungen, Kinderklauer, Life-Vergewaltigungen, Live-Morde. Ich denke es ist an der Zeit für den Staat hier korrigierend einzugreifen im Interesse aller normalen Bürger.

Serviceangebote