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Soziales Netzwerk Facebook stellt eigene Geräte zur Video-Telefonie vor und will mit Amazon und Google konkurrieren

Mit Portal und Portal+ will das digitale Netzwerk Menschen besser verbinden. Mit den beiden Video-Geräten betritt Facebook einen umkämpften Markt.
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Das Gerät besitzt einen hochauflösenden Bildschirm, eine eingebaute Kamera, vier Mikrophone und Lautsprecher. Nutzer können sich über Portal mit Amazons Sprachassistentin Alexa unterhalten oder Musik über Spotify und Pandora abspielen. Quelle: Reuters
Facebook Portal+

Das Gerät besitzt einen hochauflösenden Bildschirm, eine eingebaute Kamera, vier Mikrophone und Lautsprecher. Nutzer können sich über Portal mit Amazons Sprachassistentin Alexa unterhalten oder Musik über Spotify und Pandora abspielen.

(Foto: Reuters)

San Francisco Der Start der Geräte war lang erwartet worden. Schon im Frühjahr hatte die Branche darüber spekuliert, dass Facebook bei seiner großen Entwicklerkonferenz F8 Anfang Mai eigene Hardware vorstellen könnte. Doch nach dem Skandal um die britische Firma Cambridge Analytica und den heftigen Debatten über Datenschutz und Privatsphäre hatte der Konzern den Start offenbar verschoben.

An diesem Montag hat Facebook nun zwei neue Geräte zur Video-Telefonie vorgestellt. Portal und Portal+ ähneln in vielerlei Hinsicht Geräten, die bereits im Markt sind: Sie besitzen wie die Konkurrenz-Produkte von Amazon und Google einen hochauflösenden Bildschirm, eine eingebaute Kamera, vier Mikrophone und Lautsprecher. Nutzer können sich über Portal mit Amazons Sprachassistentin Alexa unterhalten oder Musik über Spotify und Pandora abspielen.

Facebook muss beim Wettrennen um smarte Lautsprecher und integrierte intelligente Sprachsoftware gegenüber Amazon und Google aufholen, die den Markt bislang mit eigenen Geräten dominieren und eigene Kommunikationstechnologie für ihre Nutzer anbieten.

Doch im Unterschied zu bisherigen Produkten sollen die Nutzer der Geräte von Facebook künftig ihr Konto bei der Chat-Plattform Messenger direkt mit dem Bildschirm synchronisieren können, um Video-Telefonate zu führen. Eine durch künstliche Intelligenz unterstützte Kamera soll dabei automatisch die sprechenden Menschen im Raum erkennen und heranzoomen.

„Wir werden persönliche Treffen niemals ersetzen und wir planen auch nicht, das zu tun“, sagt Andrew Bosworth, Vizepräsident bei Facebook für Virtuelle (VR) und Erweiterte Realität (AR). Aber schon einen Teil der persönlichen Interaktion ins Virtuelle umzusetzen, sei bereits sehr wertvoll. Etwa, weil Kosten und Zeitaufwand für Reisen und Pendeln entfielen.

VR biete mehr Interaktivität als Videotelefonie, sagt Bosworth. Hier gebe es allerdings noch Probleme mit der Ausdrucksfähigkeit, beispielsweise mit Mimik und Aussehen. „Aber die Technologie liegt am Horizont.“

Mit Portal stellt Facebook nach den Brillen und Controllern und für die virtuelle Realität von Oculus ein weiteres Hardware-Gerät vor. Es dürfte Facebooks neuer Hardware-Einheit „Building 8“ entstammen. Das interne Geheimlabor nach dem Vorbild der Google-Initiative „X“ wurde anfangs von Regina Dugan, der Ex-Direktorin der US-Regierungsbehörde Darpa und ehemaliger Google-Managerin geleitet, die ihren Posten jedoch nach nur 18 Monaten aufgab.

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