Sparkurs Auch beim „Spiegel“ sind Jobs gefährdet

Die Krise in der deutschen Medienbranche macht sich nun auch beim Spiegel-Verlag bemerkbar. Der Geschäftsführer Ove Saffe kündigte einen Sparkurs an und schloss selbst den Abbau von Personal nicht aus.
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Die Krise macht auch vor der Spiegel-Gruppe nicht halt. Quelle: dpa

Die Krise macht auch vor der Spiegel-Gruppe nicht halt.

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FrankfurtDie schlechten Nachrichten aus der Medienbranche reißen nicht ab. Auch der Verlag des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ schwenkt nach Aussagen seines Geschäftsführers auf einen Sparkurs ein. „Wir müssen sparen und die Kostenstrukturen so gestalten, dass die Spiegel-Gruppe trotz rückläufiger Umsätze solide Ergebnisse erwirtschaftet“, sagte Ove Saffe der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) laut einem Vorabbericht.

Der Personalaufwand müsse reduziert werden, ein Stellenabbau sei nicht ausgeschlossen. Die Gruppe beschäftigt derzeit 1250 Mitarbeiter. Bei der Fernsehtochter Spiegel TV sollten bereits 40 Stellen wegfallen. „Wir können aber an vielen Stellen sparen, ohne dass es an die Substanz unserer Publikationen geht“, sagte Saffe.

Nach Angaben Saffes werde der Umsatz der Spiegel-Gruppe 2012 um sechs Prozent auf 307 Millionen Euro sinken, das sei das Niveau von 2003, berichtete die Zeitung. „Die für das Printgeschäft entscheidenden Marktbereiche Anzeigen und Vertrieb sind rückläufig. Der Spiegel verliert netto rund zehn Prozent Anzeigenerlöse, selbst die Vertriebsumsätze könnten erstmals seit vielen Jahren rückläufig sein“, sagte Saffe dem Blatt. Auch für 2013 rechne er mit weiter sinkenden Erlösen aus Werbung und Vertrieb.

In diesem Herbst haben die Pleiten der „Frankfurter Rundschau“ und der Nachrichtenagentur dapd sowie das bevorstehende Aus der „Financial Times Deutschland“ die deutsche Medienlandschaft erschüttert.

 
  • rtr
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12 Kommentare zu "Sparkurs: Auch beim „Spiegel“ sind Jobs gefährdet"

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  • Bei allem Respekt, aber der einzig dümmliche Kommentar, den ich hier finden kann, stammt von Ihnen.
    Trotzdem, schönen Tag noch...

  • Auch wenn ich für die gedruckten Zeitungen kaum Zeit habe und diese deswegen nicht abonniere, lese ich deren Online-Seiten, auch diese, äußerst gern. Die Inhalte sind kompakt und informativ. So, wie es sich für eine Qualitätszeitung gehört.
    Der einzige Graus sind die dümmlichen Kommentare mancher Leser, bei deren Niveau man sich fragt, wie sie sich überhaupt hierher verirrt haben. Man könnte natürlich versuchen, diese zu übersehen, aber wie wäre es mit mehr Mut zu weniger Freihet: Diese Funktion einfach mal abzuschalten? Die Inhalte würde sicherlich niemand vermissen, man würde viel Strom und Speicherplatz sparen und hätte mehr Platz für die Werbung.

  • Es gibt schon noch Zeitschriften die sich lohnen zu lesen.
    Z.B Compact .
    Liest du schon oder spiegelst du noch!

  • Krise, was fuer eine Krise?
    Wenn diese Volksverdummer keine ihrer Politbuerozeitungen mehr verkaufen, weil sie nichts anderes schreiben wie alle Anderen auch, vorgegeben vom Politbuero, dann sind doch die Mitarbeiter selbst schuld Wieso, weil sie kein Rueckgrat haben ihren Job als Journalisten richtig auszuueben. Ohne sie ist so ein Blatt absolut wertlos, denn dann verbreiten sie Wort fuer Wort nur noch Agenturmeldungen und das haette schon lange zur verdienten Pleite gefuehrt!

  • @Rapid: ??? Wo ist das Handelsblatt denn bitte "bissig"?
    -Da haben die EUnuchen des EuGH gestern den Putsch der EUdssr gegen die Nationalstaaten endgültig besiegelt und das Handelsblatt schweigt dazu wie alle anderen auch!
    http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2012/11/28/rechts-eunuchen-des-eugh-esm-ist-rechten

  • @Rapid: Naja, "unter den Blinden ist der Einäugige König" -auch das Handelsblatt hat für meinen Geschmack schon zuviel von einer Regierung-Propaganda-Postille.

    Immerhin weniger als all die gleichgeschalteten Printmedien, aber die alternativen "grass-root"-Nachrichten im Internet sind mir zwischenzeitlich wichtiger geworden als all die Witzblätter, die eh bloss noch weichgespülte Regierungslügen verbreiten..

  • yappy, auch wenn beim HB die Artikel oft sher nach Sponsoring auissehen, so akzeptieren die Redaktuere schon die kritischen Kommentare, die dann die Sachen letzendlich korrekt darstellen.

    Hinzu kommt, dass man gerade an den Kommentare der "Schmeissfliegen" erkennen kann, was die Meinung der normalen Menschen ist.

    Yappy, danke Handelsblatt für die selten nur gelöschten Komentare

  • Das ehemalige Nachrichten-Magazin berichtet halt zu sehr an dem vorbei, woran die Leute interessiert sind. Statt Nachrichten und Meinungsvielfalt gibt es (Regierungs-)Propaganda und (grüne) Belehrungen. Dagegen hilft Abstimmung mit den "Füßen" (man sieht es ja gerade) - das ist es was Sozialisten generell fürchten. Da hilft nur so etwas wie eine Mauer: vielleicht verstärkt jetzt der Medienverband seine Lobbyarbeit, so daß jeder Erwachsene in Deutschland eine Zeitung abonnieren muß. Mit Zwangsbeglückungen im Medienbereich sind wir ja vertraut.

  • Man könnte ja Artikel mit einer Markierung versehen,

    -Grüner Punkt vor der Überschrift, eigener Artikel.
    -Roter Punkt vor der Überschrift, elektronisch durchgereichte Propaganda von dpa & Co.

  • @Rapid:
    ZUSTIMMUNG!

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