Bewerten Sie uns Beantworten Sie drei Fragen und helfen Sie uns mit Ihrem Feedback handelsblatt.com zu verbessern. (Dauer ca. eine Minute)
Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Sparprogramm Nokia streicht jede siebte Stelle in Deutschland

Eigentlich sollte der Netzwerkausrüster vom Aufbau des 5G-Mobilfunks profitieren. Doch jetzt kündigt er einen massiven Stellenabbau an.
Kommentieren
Das Unternehmen will bis Ende 2020 jährlich Kosten in Höhe von 700 Millionen Euro im Jahr einsparen. Quelle: Anadolu Agency/Getty Images
Nokia-Logo

Das Unternehmen will bis Ende 2020 jährlich Kosten in Höhe von 700 Millionen Euro im Jahr einsparen.

(Foto: Anadolu Agency/Getty Images)

DüsseldorfMobilfunkkonzerne planen im Rahmen des Ausbaus ihrer 5G-Netze in den nächsten Jahren Investitionen in Milliardenhöhe: Große Profiteure dieser Offensive müssten eigentlich die Netzwerkausrüster sein.

Jetzt hat der finnische Konzern Nokia allerdings erklärt, 520 von 3500 Stellen in Deutschland zu streichen. Die Streichungen sind Teil eines Sparprogramms des Mutterkonzerns. Das Unternehmen hatte angekündigt, bis Ende 2020 jährlich Kosten in Höhe von 700 Millionen Euro einsparen zu wollen.

Nokia Deutschland-Chef Wolfgang Hackenberg sagte: „Der Wettbewerb in unserer Branche findet weltweit statt und ist sehr hart, was auch Deutschland betrifft.“ Die Entlassungen seien nötig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wir werden unser Bestes tun, um unsere Mitarbeiter gerade in dieser schwierigen Phase zu unterstützen.“

Der Netzwerkausrüster wolle aber am Geschäft mit der nächsten Mobilfunkgeneration teilhaben: „Bei der kommerziellen Umsetzung von 5G kommen wir gut voran und werden unsere Investitionen in diese entscheidende Infrastruktur-Technologie weiter erhöhen“, sagte Hackenberg.

Eigentlich war in Branchenkreisen vermutet worden, dass gerade Nokia vom 5G-Ausbau stark profitieren könnte. Der wichtigste internationale Wettbewerber ist der chinesische Netzwerkausrüster Huawei. Doch das Unternehmen aus dem südchinesischen Shenzhen war während der vergangen Monate international unter Druck geraten.

Die USA, Australien und Neuseeland haben den Einsatz von Huawei beim Ausbau ihrer 5G-Netze weitgehend untersagt. In Polen war vergangene Woche ein chinesischer Huawei-Mitarbeiter sowie ein Cybersicherheitsexperte festgenommen worden. Sie sollen nach Erkenntnissen des polnischen Inlandsgeheimdienstes im Auftrag einer chinesischen Spezialeinheit spioniert haben. Huawei streitet die Vorwürfe ab und hat den Mann entlassen.

Auch in Deutschland könnte das Geschäft für Huawei deutlich schwieriger werden. Im Dezember hatte die Deutsche Telekom, einer der wichtigsten Kunden, angekündigt, seine Beschaffungsstrategie neu zu bewerten. „Die Deutsche Telekom nimmt die globale Diskussion über die Sicherheit von Netzelementen chinesischer Hersteller sehr ernst“, hatte ein Unternehmenssprecher dem Handelsblatt gesagt.

Nokia steht dennoch wirtschaftlich nicht gut da. Nach jüngsten Zahlen hatte der Netzwerkausrüster im dritten Quartal einen Verlust eingefahren. Der Umsatz ging im Vorjahresvergleich um rund ein Prozent auf 5,46 Milliarden Euro zurück.

Als zweiter potenzieller Profiteur des erwarteten 5G-Booms gilt der schwedische Konzern Ericsson. Auch der zweite europäische Netzwerkausrüster hatte eine schwierige Phase durchgemacht. Alleine in den zwölf Monaten bis September 2018 waren mehr als 11 000 Stellen gestrichen worden. "Auch wenn das im Juli 2017 angekündigte Kostensenkungsprogramm abgeschlossen wurde, setzen wir unsere Bemühungen fort, uns in Sachen Effizienz und Kostensenkung zu verbessern, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern", sagte ein Sprecher.

Unter anderem dank der wachsenden Nachfrage nach 5G war Ericsson im dritten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und hatte umgerechnet rund 310 Millionen Euro als Betriebsergebnis eingespielt. "Ericsson und seine Partner haben bereits viele Jahre an der Entwicklung der 5G-Technologie und an ihrer Standardisierung gearbeitet - jetzt treiben wir gemeinsam mit unseren Partnern die Kommerzialisierung von 5G voran", sagte der Ericsson-Sprecher.

Update: Statement Sprecher Ericsson ergänzt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Sparprogramm - Nokia streicht jede siebte Stelle in Deutschland

0 Kommentare zu "Sparprogramm: Nokia streicht jede siebte Stelle in Deutschland"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%