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Sparprogramm zahlt sich aus Nokia Siemens Networks mit hohem Gewinn

Es ist eine Premiere für den Netzwerkausrüster Nokia Siemens Netzworks: Im vergangenen Quartal erzielte er erstmals ein dickes Plus. Dazu trugen gute Geschäfte in Asien bei, aber auch das laufende Sparprogramm.
18.10.2012 - 15:13 Uhr Kommentieren
Nokia Siemens Networks hat Personal abgebaut – das drückt die Kosten. Quelle: dapd

Nokia Siemens Networks hat Personal abgebaut – das drückt die Kosten.

(Foto: dapd)

Helsinki/München Der Netzwerkbauer Nokia Siemens Networks (NSN) hat es erstmals in seiner Unternehmensgeschichte zu einem nennenswerten Quartalsgewinn gebracht. Im abgelaufenen Vierteljahr habe das operative Ergebnis 182 Millionen Euro betragen, teilte die Mutter Nokia am Donnerstag mit. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 114 Millionen Euro zu Buche gestanden. „Nokia Siemens Networks hatte ein bemerkenswertes Quartal mit einer Rekordprofitabilität“, lobte Nokia-Chef Stephen Elop. Die Zahlen dürften auch seinen Partner Siemens freuen, mit dem NSN im April 2007 aus der Taufe gehoben wurde. Bislang hatte NSN nur in den Schlussquartalen der vergangenen drei Jahre eine schwarze Null erwirtschaftet.

NSN führte die Entwicklung auf einen „ungewöhnlichen günstigen Produkt- und Regionalmix mit höheren Bruttomargen“ zurück. Vor allem neue Anlagen in Japan und Korea hätten sich gut rentiert. Zudem habe das laufende Sparprogramm die Kosten gedrückt. NSN beschäftigt mit gut 60.000 Mitarbeiter ein Fünftel weniger Personal als noch vor einem Jahr.

Der asiatische Markt hatte NSN auch vor einem Umsatzrückgang bewahrt, die Einnahmen stiegen im vergangenen Vierteljahr um drei Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Regional fiel die Entwicklung allerdings stark unterschiedlich aus: In Europa und Amerika schrumpfte das Geschäft um bis zu 15 Prozent.

Ob die Sorgentochter von Nokia und Siemens sich längerfristig in den schwarzen Zahlen halten kann, ist offen. Für das restliche Jahr rechnet das Unternehmen mit Lasten aus dem Stellenabbau von letztmals 200 Millionen Euro. Insgesamt lässt sich die Gemeinschaftsfirma ihre aktuell dritte Sanierungsrunde 1,2 Milliarden Euro kosten, um die jährlichen Ausgaben um eine Milliarde Euro zu drücken.

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