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Springer, G+J, Zeit „Big Player“ diskutieren über Zeitungskrise

Wird die klassische Zeitung aussterben? Wie sieht der Journalismus der Zukunft aus. Größen der Zeitungsbranche haben sich mit Kulturpolitikern des Bundestags getroffen, um über diese Fragen der Zeitungskrise zu reden.
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Kostenlose Zeitungen bei der Bildungsmesse Didacta. Einige Größen der Zeitungsbranche treffen sich um über die Zukunft der Zeitung zu diskutieren. Quelle: dpa

Kostenlose Zeitungen bei der Bildungsmesse Didacta. Einige Größen der Zeitungsbranche treffen sich um über die Zukunft der Zeitung zu diskutieren.

(Foto: dpa)

BerlinKrise ist Chefsache. Und so erschienen auch nur hochkarätige Vertreter, als der Kulturausschuss des Bundestags nach den Hiobsbotschaften aus deutschen Zeitungshäusern über die „Zukunft der Presse“ diskutieren wollte.

Der mächtige Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner war gekommen. Julia Jäkel vertrat den Vorstand von Europas größtem Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, der Ende vergangenen Jahres die renommierte „Financial Times Deutschland“ („FTD“) eingestellt hatte.

Und mit Rainer Esser, Ulrich Lingnau und Christian Nienhaus waren die Geschäftsführer von Zeitverlag, Chemnitzer Verlag und der WAZ Mediengruppe vertreten. „Fast eine Elefantenrunde“, befand der beigeladene Journalistikprofessor Stephan Weichert anerkennend.

„Sie machen sich zu Recht Sorge“, beschied Döpfner die Abgeordneten gleich zum Auftakt. Das Aus für die „FTD“, die Insolvenz der „Frankfurter Rundschau“ und die erst vor wenigen Wochen verkündete Redaktionsschließung bei der „Westfälischen Rundschau“ sind nur die Spitze des Eisbergs. Generell haben die Zeitungen seit dem Siegeszug des Internets mit Anzeigenrückgang und Leserschwund zu kämpfen.

Zwar gibt es in Deutschland immer noch 360 Zeitungen. „Darum beneidet uns die Welt“, so Esser. Doch nach den Zahlen der Runde ist innerhalb der vergangenen zehn Jahre die Auflage drastisch von 22 auf nur mehr gut 18 Millionen Exemplare gesunken. Die Anzeigenerlöse, die früher Zweidrittel der Einnahmen ausmachten, tragen nur noch mit einem Viertel zum Ertrag bei.

Dennoch sprechen sich die Verlagsmanager unisono gegen direkte Hilfe vom Staat aus. „Subventionen machen faul und träge und lähmen den Wettbewerb“, warnte Esser. Und Julia Jäkel sagte: „Es wird bei uns keinen Qualitätsjournalismus geben ohne journalistische Unabhängigkeit. Und es wird journalistische Unabhängigkeit nicht geben, wenn wir keine wirtschaftliche Unabhängigkeit haben.“

Google ist der Goliath
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2 Kommentare zu "Springer, G+J, Zeit: „Big Player“ diskutieren über Zeitungskrise"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ... warum sollte ich eine Zeitung kaufen ? Ich habe keine Antwort auf meine eigene Frage. Zeitungen sind nicht unabhängig, arbeiten kaum noch investigativ und sind immer bestrebt, seine Leser zu erziehen bzw. zu belehren. Die Zeitungskrise wird sich massiv verschärfen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Heute spricht keiner mehr von der FTD.

    Gruß an die Elefantenrunde

  • die paywall,zahlschranke,döpfneremaut der WELT is ausgesetzt unter dem mäntelchen.

    springerle mathias wird tach für tach bröseliger und der ehemalige globalrevolutionär und heutige herausgeber mit kneipen-jedoch ebenso ohne wirtschaftsverstand thomas schmid
    is auf dem weg in die pxelige unsterblichkeit des ewigen schenkens

    dankascheehna....

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