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Start-up des Monats: Flaconi Russisch Roulette für die Nase

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Flaconi: eine Motivation für andere Start-ups?

Thomas Schildhauer, Experte für E-Commerce, hält die Idee der Flaconi-Gründer für mutig: „Flaconi hat erkannt, worauf es in dem umkämpften Markt des Online-Beauty-Handels ankommt: Marketing und die Gestaltung des Online-Shops.“ Am wichtigsten sei in diesem Geschäft, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen – indem man nur Original-Marken verkaufe sowie die Plattform attraktiv machen würde.

Flaconis Marketing besteht vor allem aus TV-Werbung. „Die intensive Beobachtung, wie sich Fernsehwerbung auf den Shop auswirkt, war ein durchaus geschickter Move. Genauso wie sich von ProSiebenSat1 kaufen zu lassen“, sagt Schildhauer. Tatsächlich hat im Frühling 2015 eine hundertprozentige Übernahme stattgefunden. Davor war die Mediengruppe zu 47 Prozent an Flaconi beteiligt. Das Handelsblatt hatte Mitte März über den Kauf berichtet.

„Natürlich ist Douglas marktführend auf diesem Gebiet, vor allem weil die Anzahl der Offline-Filialen sehr hoch ist“, sagt Schildhauer weiter. Trotzdem findet er, Flaconi könnte ein „wirklich ernst zu nehmender Player“ für Douglas werden. „Genau das sollte anderen Start-ups Mut machen.“

Bei der Übernahme von ProSiebenSat1 verfügte Flaconi laut einem Eintrag im Handelsregister über ein Stammkapital von mehr als 140.000 Euro, das zuletzt im Juni 2014 um circa 60.000 Euro aufgestockt wurde. Den Break-even, also der Zeitpunkt, an dem Flaconi konkret profitabel wird, hat das Unternehmen noch nicht erreicht. Weil das Weihnachtsgeschäft die umsatzstärkste Zeit im Jahr sei, werde die Profitabilität für Ende 2015 erwartet.

Ende 2014 kam mit Thomas Christian Salditt übrigens ein dritter Geschäftsführer zu Flaconi. Salditt kommt aus der Director-Riege von ProSiebenSat1. Die Folgen des Kaufs sind laut den Gründern Kolbmüller und Schwarzenholz nicht zu spüren. „Es hat sich nichts verändert, außer dass wir uns jetzt noch mehr auf Fernsehwerbung konzentrieren können“, sagt Schwarzenholz. „Wir haben das Ruder weiterhin in der Hand.“ Auf die Frage, warum bei Flaconi als Beauty-Shop eigentliche keine Frau das Sagen habe, zucken die beiden mit den Achseln. „Gründerinnen sind eben nicht breit gesät.“

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