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Start-up des Monats: Snappshot Eine App, die gibt’s noch gar nicht  

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App-Experte: „Es ist nicht unglaublich außergewöhnlich“

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Mit Snappshot fischt Sven Lilienström nicht zum ersten Mal im Gründerteich. Seit 2011 verantwortet er mit seiner Agentur Rheingewinn auch das Seniorensiegel Deutschland; ein erfolgreiches Unternehmen, das Einzelhandel, Hotel- sowie Fitnessbranche als seniorengerecht auszeichnen kann. Ganz ohne Fremdkapital.

„So lange kein Geldgeber beteiligt ist, können wir tun und lassen, was wir wollen“, sagt der 40-jährige Rheinländer. Und darum bleibt er auch erstmal am Standort Kaarst. „Schließlich heißt die Firma Rheingewinn. Was sollen wir damit in Berlin?“, ergänzt Anja Lilienström. „Naja, zu Not könnten wir es in ‚Spreegewinn' umbenennen.“

7000 Euro Privatvermögen stecken die Lilienströms bisher in Snappchat. Dabei wollen die Unternehmer es belassen. Vorerst. „Wir sind in Gesprächen mit einem großen und einem mittelständischen Investoren.“ Falls alle Start-up-Stricke reißen, würden sie die App im Herbst mit eigenem Geld in den App-Store bringen. „Bis Oktober/ November haben wir genug Zeit, alle Hürden zu überwinden.“

Zumal es bisweilen keine Konkurrenz gibt. Walid Maalej, Experte für App-Entwicklung an der Universität Hamburg, hält es für unwahrscheinlich, dass die Lilienström mit „Snappshot“ Geld verdienen können. Bei der App handele es sich um ein Standardmodell. „Die Idee ist innovativ und cool. Ich wage jedoch keine Vermutung, ob sich genug Nutzer dafür interessieren werden.“

Dieser Punkt ist in der Tat nicht unerheblich, da „Snappshot“ nicht nur markentechnisch von der Anzahl der Nutzer abhängen wird. Die App kann nur funktionieren, wenn sie regelmäßig und von vielen Smartphone-Besitzern verwendet wird, weil eben so die entsprechenden GPS-Daten rundum den Eiffelturm gesammelt werden. „Statistisch betrachtet sehe ich die Erfolgschancen eher negativ.“

Seinen Ehrgeiz will sich Sven Lilienström davon nicht nehmen lassen. Doch eine Hürde muss seine App noch nehmen. In den Niederlanden ist der Name „Snappshot“ bereits registriert, auf einen Namensstreit will es der Gründer nicht ankommen lassen. Lilienström ist optimistisch, dass man sich einigen kann. Im Apple-Store gebe den gleichnamigen Konkurrenten aus den Niederlanden schließlich gar nicht zu kaufen und der Android-Playstore zeige gerade mal 100 Downloads an.

Die bisherigen Teile unserer Serie „Start-up des Monats“ finden Sie hier:

Abendtüte

Sugartrends

Modomoto

EyeEm

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