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Online-Handel

Fraugster will den Betrug im Online-Handel mittels KI bekämpfen.

(Foto: dpa)

Start-up für Finanzdienstleistungen Fraugster expandiert mit seiner KI-Betrugsbekämpfung nach Asien und den USA

Das deutsche Start-up Fraugster will den Betrug im Online-Handel bekämpfen – dank der Unterstützung von Commerzbank und Munich Re jetzt auch in Asien und den USA.
07.11.2018 - 15:00 Uhr Kommentieren
Chen Zamir (l.) und Max Laemmle wollen den Betrug im Online-Handel bekämpfen. Quelle: Fraugster
Fraugster-Gründer

Chen Zamir (l.) und Max Laemmle wollen den Betrug im Online-Handel bekämpfen.

Düsseldorf Ob Bücher oder Möbel, Theatertickets oder Musik: Es gibt kaum etwas, das man nicht im Internet kaufen könnte. Während der Online-Handel boomt, grassiert allerdings auch der Betrug – allein die Zahlungsausfälle kosten Unternehmen durchschnittlich 1,5 Prozent ihres jährlichen Umsatzes.

Das Start-up Fraugster verspricht Abhilfe. Es entdeckt Betrug im E-Commerce mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und versichert Zahlungsausfälle. Damit will das Unternehmen mit Sitzen in Berlin und Tel Aviv nun expandieren: Es erhält von Investoren 14 Millionen Dollar (gut 12 Millionen Euro), die es für den Aufbau des Auslandsgeschäfts einsetzt.

Hauptgeldgeber ist die Commerzbank mit ihrer Investmenttochter Commerz Ventures. Die bisherigen Investoren beteiligen sich an der Finanzierung, auch der Rückversicherer Munich Re, der ein wichtiger Partner ist.

Die Bewertung des Start-ups liege durch den Deal in einem „hohen zweistelligen Millionenbereich“, sagte Fraugster-Chef Max Laemmle dem Handelsblatt. Insgesamt hat es bislang rund 20 Millionen Dollar Risikokapital erhalten.

Fraugster spürt betrügerische Transaktionen auf, indem es große Datenmengen nach verdächtigen Mustern durchsucht. Dabei arbeiten Algorithmen und Analysten zusammen – so will das Start-up schnell auf neue Entwicklungen reagieren können. Es hat die Technologie mit ihren heute rund 60 Mitarbeitern neu entwickelt.

Seit 2017 bietet Fraugster zudem an, die Verantwortung für Transaktionen zu übernehmen. Die Versicherung dieser Beträge läuft über die Munich Re, die seit 2017 auch zu den Investoren des Start-ups zählt.

Für Fraugster geht es dabei um zwei Dinge. Einerseits will die Firma Betrug minimieren, andererseits weniger Kunden vorsorglich blockieren. Das tun viele Online-Händler, weil sie Schäden befürchten, verlieren dadurch aber Kundschaft. Im Jahr wickelt Fraugster 35 Milliarden Dollar Zahlungsvolumen ab. Konkurrenten sind große Dienstleister wie SAS und Fico.

Bisher hat die Firma hauptsächlich Kunden in Europa, darunter der Zahlungsdienstleister Ingenico. Chancen sieht Fraugster-Chef Laemmle aber weltweit. „Wir wollen mehr mit lokalen Anbietern in den USA und Asien zusammenarbeiten.“

Gerade in China und Südostasien entwickle sich der Zahlungsmarkt derzeit rasant, sowohl was das Volumen, als auch was die Geschäftsmodelle betreffe. Der in Singapur beheimatete Fahrdienst Grab integriere etwa eine Bezahlfunktion in seine App und werde so zu einem Finanzdienstleister. „Wir müssen in Europa aufpassen, dass wir solche Trends nicht verpassen“, sagt Laemmle. „Was in Asien passiert, ist brutal.“

Die Gründer kennen die Probleme der Online-Händler aus nächster Nähe: Max Laemmle arbeitete zuvor bei den Bezahldiensten Sum Up und Better Payment, sein Kompagnon Chen Zamir beschäftigte sich bei Paypal und in der israelischen Armee mit Risikomanagement.

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