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Steiniger Weg Wenig Exportunterstützung für deutsche Literatur

Obwohl der inhaltliche Trend eindeutig mehr zu unterhaltenden Elementen geht, hat es die deutsche Literatur bislang nicht verstanden, das Ausland für die heimische Prosa zu begeistern. Statt dessen herrschen im Ausland immer noch alte Vorurteile.
Im Ausland gilt deutsche Literatur als schwer und ernst.

Deutsche Bücher werden im Ausland wenig gelesen. Foto: dpa

HB HAMBURG. Die deutsche Literatur hat es im Ausland auch weiterhin sehr schwer. Zwar stieg die Zahl der Lizenzverkäufe in den vergangenen Jahren stark an, doch gilt sie nach wie vor als schwer verständlich und als zu ernst, und das, obwohl der Trend hier zu Lande zu mehr unterhaltender Prosa geht. Doch ist dieses nicht der einzige Grund: In Deutschland wird im Vergleich zu Frankreich, Holland und den skandinavischen Ländern der Export von Büchern kulturpolitisch und wirtschaftlich weniger gefördert.

Vor allem im zentralen Transfer zwischen dem deutsch- und dem englischsprachigen Buchmarkt zeigt sich ein deutliches Gefälle: Knapp 4 000 Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche standen im Jahr 2002 knapp 300 Übersetzungen in die andere Richtung gegenüber - und das, obwohl in Deutschland mehr Titel produziert werden als in den USA.

Um deutsche Titel bei ausländischen Verlagen bekannter zu machen, startete die Kulturstiftung des Bundes im Juli 2003 das Projekt Litrix.de, das beim Goethe-Institut angesiedelt ist. „Unser Ziel ist es, die Vielfalt der deutschen Gegenwartsliteratur im Ausland widerzuspiegeln“, sagt Litrix-Leiterin Anne-Bitt Gerecke. Nicht nur tief schürfende Belletristik solle vermittelt werden, sondern auch Bücher, die Spaß machen.

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