Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Streamingdienst Netflix
(Foto: AFP)

Streamingdienst Netflix boomt dank internationaler Abos - und enttäuscht trotzdem

Im vierten Quartal kamen weltweit 8,84 Millionen zahlende Kunden dazu. Experten hatten mit mehr gerechnet. Für die Netflix-Aktie geht es nachbörslich bergab.
Update: 18.01.2019 - 04:42 Uhr Kommentieren
Eigenproduktionen wie der Film
Netflix

Eigenproduktionen wie der Film "Bird Box" mit Sandra Bullock haben Netflix weiter Auftrieb gegeben.

(Foto: AP)

Los GatosNetflix ist weiter auf dem Vormarsch, vor allem international: Insgesamt brachte es der Streaming-Riese zum Jahresende auf gut 139 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. Das gab das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Los Gatos bekannt.

Weltweit wurden in den drei Monaten bis Ende Dezember unterm Strich 8,8 Millionen neue Bezahlabos verbucht. Ausschlaggebend für den Anstieg sind die Zuwächse außerhalb des US-Marktes. Während international 7,3 Millionen neue Abos dazu kamen, waren es auf dem Heimatmarkt rund 1,5 Millionen neue Kunden. Anleger hatten sich mehr erhofft.

Auch beim Erlös blieb Netflix unter den Erwartungen der Wall Street. Zwar steigerte der Konzern die Erlöse im Schlussquartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel auf 4,2 Milliarden Dollar, die Anleger hatten sich aber auch hier mehr erhofft. Der Gewinn wiederum sank zwar um 28 Prozent auf 134 Millionen Dollar (118 Millionen Euro), übertraf damit wiederum die Prognosen. Für seine internationale Expansion und um Rivalen wie Amazon Prime oder Hulu auf Distanz zu halten, investiert Netflix massig Geld - das bringt Wachstum, zehrt aber am Profit.

Die Reaktion der Anleger war verschnupft: Die Aktie geriet nachbörslich in einer ersten Reaktion deutlich ins Minus. Der Kurs hatte zuvor durch eine Preiserhöhung in den USA kräftig Antrieb bekommen. Der populärste Streaming-Plan steigt von 11 Dollar pro Monat auf 13 Dollar.

Der Online-Videodienst erklärte in seinem Schreiben an die Aktionäre, dass neue Eigenproduktionen und Filmhits den Abo-Anstieg künftig weiter ankurbeln würden. Netflix-Filme wie „Bird Box“ hätten im Abschlussquartal die Zahlen beflügelt: Der seit dem 21. Dezember weltweit verfügbare Thriller mit Sandra Bullock in der Hauptrolle wurde laut Schätzungen des Unternehmens in den ersten vier Wochen von mehr als 80 Millionen Nutzerkonten aus aufgerufen.

Auch mit Filmen wie „Roma“ oder „The Christmas Chronicles“ gelang dem vor allem für Serienhits wie „House of Cards“ bekannten Streaming-Service Erfolge. Zudem berichtete Netflix von einer „hohen Wiederholungsrate“ bei beliebten Serien und Filmen.

Netflix schätzte außerdem, dass der Grusel-Thriller „You“ sowie die neue britische Show „Sex Education“ jeweils 40 Millionen Haushalte erreichen würden.

Mit Material von dpa

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Streamingdienst - Netflix boomt dank internationaler Abos - und enttäuscht trotzdem

0 Kommentare zu "Streamingdienst: Netflix boomt dank internationaler Abos - und enttäuscht trotzdem"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.