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Streit mit Oracle SAP wünscht sich einen schnellen Prozess

Der Softwarekonzern SAP will die Gerichtsverhandlung im Rechtsstreit mit Oracle möglichst schnell stattfinden lassen. In dem Verfahren geht es um Datenentwendungen einer mittlerweile geschlossenen Tochterfirma von SAP.
23.02.2012 - 18:54 Uhr Kommentieren
Das Logo des Softwareherstellers SAP an einem Gebäude am Konzernsitz in Walldorf. Quelle: dpa

Das Logo des Softwareherstellers SAP an einem Gebäude am Konzernsitz in Walldorf.

(Foto: dpa)

Walldorf/Oakland Im Rechtsstreit mit dem US-Rivalen Oracle strebt der Softwarekonzern SAP einen schnellen Prozess an. „Das ist im Interesse aller Beteiligten. Wir würden es daher begrüßen, wenn die Gerichtsverhandlung im Juni 2012 stattfinden kann“, teilte SAP am Donnerstag mit. In dem Prozess geht es um die sieben Jahre zurückliegende Entwendung von Daten. Dem geschädigten Rivalen Oracle sind die als Schadenersatz zugebilligten 272 Millionen Dollar (208 Mio Euro) zu wenig. Das US-Unternehmen will das Verfahren neu aufrollen.

Mitarbeiter der 2005 übernommenen und mittlerweile geschlossenen SAP-Tochterfirma TomorrowNow hatten unrechtmäßig Updates bei Oracle heruntergeladen. SAP hat die Verfehlungen längst eingestanden und sich auch öffentlich entschuldigt. Die Deutschen sind zudem grundsätzlich bereit, dem Konkurrenten den Schaden zu ersetzen. Doch scheiden sich die Geister an der Höhe der Wiedergutmachung: SAP bietet Millionen, Oracle verlangt Milliarden.

Die beiden Unternehmen sind heftige Konkurrenten. SAP ist der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware. Damit regeln Firmen etwa die Buchhaltung oder die Kundenverwaltung. Oracle ist führend bei Datenbanken, drängt aber immer mehr in das angestammte Feld von SAP. Inzwischen hat auch SAP unter der Bezeichnung Hana eine anspruchsvolle Datenbank-Software entwickelt.

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