Studie besagt Google-Brille ist eine Gefahr beim Autofahren

Auch wenn die Hände am Steuer bleiben: Das Tragen der Google-Datenbrille beim Autofahren ist genauso gefährlich wie das Nutzen eines Telefons. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie der University of Central Florida.
Kommentieren
Die Google-Brille ist zukunftsweisend: Die Ergebnisse der Studie sind ein herber Rückschlag für den US-Konzern. Quelle: Reuters

Die Google-Brille ist zukunftsweisend: Die Ergebnisse der Studie sind ein herber Rückschlag für den US-Konzern.

(Foto: Reuters)

OrlandoRückschlag für Google: Die Datenbrille des Internet-Konzerns ist ersten wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ebenso eine Gefahr beim Autofahren wie die Nutzung von Telefonen. Das geht aus Untersuchungen der University of Central Florida hervor.

Es gebe bei Tests, bei denen plötzliche Vollbremsungen simuliert würden, keinen wirklichen Unterschied zwischen der Nutzung von Smartphones und der Google-Datenbrille, die gerade in der Entwicklung ist. Mit dieser kann man Textnachrichten durch. Sprachbefehle und Kopfbewegungen erstellen, ohne die Hände vom Steuer nehmen zu müssen.

An der Studie haben 40 Menschen teilgenommen und ihre Reaktionen testen lassen. Die Nutzung von Telefonen ist fast überall während des Fahrens verboten, weil dadurch die Gefahr von Unfällen deutlich ansteigt.

Was kann die Datenbrille wirklich?
huGO-BildID: 34877111 The new Google Glass "Bold" prescription frames in shale color are modeled at the Google Glass Basecamp space at Chel
1 von 11

Es ist ein Marktstart auf Raten: Zuerst mussten sich Interessenten bei Google bewerben, um ein Exemplar seiner Datenbrille Google Glass zu ergattern. Am Dienstag nun macht der Internet-Konzern ein neues Angebot: Für 1500 Dollar kann Jedermann über eine Internetseite ein Exemplar der Cyberbrille kaufen. Freilich nur in den USA. Und nur einen Tag lang.

Exklusiver werden höchstens noch Luxus-Handys mit Edelsteinbesatz verkauft. Aber die Technik der Datenbrille verspricht einen ganz anderen Luxus: Erstmals lässt sich damit unterwegs freihändig im Internet surfen. Über einen kleinen Bildschirm vor dem rechten Auge spielt Google Glass dazu einen virtuellen Computerbildschirm ins Blickfeld. Per Sprachbefehl oder Fingertipp auf den rechten Brillenbügel lassen sich Programme bedienen. Töne spielt die Brille über einen Knopf im Ohr ein.

So revolutionär das Interface sein mag: Was kann die teure Datenbrille wirklich? Für welche Zwecke gibt es heute schon Glass-Apps? Ein Überblick darüber, was Glass-Nutzer in ihrem Cyber-Alltag alles schon erleben können.

Jogger dodges puddle near cherry blossom trees at the Tidal Basin in Washington
2 von 11

Das Training im Blick behalten

Eine virtuelle Trainingsuhr hat das US-Startup Strava für Google Glass programmiert. Das Display der Brille spielt Radfahrern und Joggern einen virtuellen Tacho ins Blickfeld: Gefahrene Distanz, aktuelles Tempo, Dauer des Trainings. Kleine Pfeile zeigen an, ob der Sportler auf der Strecke schneller oder langsamer unterwegs ist als beim letzten Training.

Visitor checks his map as he looks at scale model of Beijing
3 von 11

Sich nie wieder verlaufen

Auch Googles-Kartendienst Maps ist auf der Datenbrille präsent. Wer etwa den Weg zur nächsten Tankstelle sucht, kann per Stimme danach fragen. Google Glass sucht daraufhin im Internet nach der schnellsten Route – und blendet sie auf einer Karte ein. So können auch Radfahrer den Weg durch die Stadt finden, ohne zwischendurch absteigen und auf die Karte schauen zu müssen.

World Games - Fallschirmspringen
4 von 11

Ich-Perspektive live ins Internet streamen

Es klingt wie aus dem Film Being John Malkovich: Glass-Nutzer können bald – eine Mobilfunkverbindung vorausgesetzt - ihre Sicht auf die Welt live ins Internet streamen – ob beim Joggen, beim Fallschirmspringen oder im Konzert. Möglich machen es die eingebaute Kamera und eine neue App des Streaming-Dienstes Livestream.com. Die Zuschauer können dem Brillenträger Textnachrichten schicken, die dieser wiederum per Stimme beantworten kann.

Tbilisser Platz in Saarbrücken
5 von 11

Schilder übersetzen

Die App Word Lens verwandelt die Brille in einen Übersetzer: Fotografiert der Nutzer ein Hinweisschild, eine Werbeanzeige, eine Speisekarte oder andere kurze Texte, dann übersetzt die App die Worte in eine gewünschte Fremdsprache. Das Ergebnis blendet Word Lens in das echte Bild ein, wobei sogar die Schrift dem Original ähnelt. Das Programm unterstützt derzeit Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, italienische und Russisch - übersetzt wird immer ins Englische.

Winterlicher Karfreitag in Stralsund
6 von 11

Eine Stadttour machen

Ob auf Geschäftsreise oder im Urlaub - wer wünscht sich nicht hin und wieder einen privaten Stadtführer, der einem die lokalen Sehenswürdigkeiten vorstellt? Googles App Field Trip verspricht genau das: Anhand der GPS-Positionsdaten des Nutzers blendet sie passende Infokarten ein mit Informationen über historische Bauten, Denkmäler, Landmarken und mehr.

19th Biennale of Sydney preview
7 von 11

Den Alleswisser spielen

Manchmal wäre man ja gerne so wie Justus Jonas, der erste Detektiv der Drei Fragezeichen, der auf alles eine Antwort weiß und mit einem geradezu lexikalischen Gedächtnis ausgestattet ist. Mit der Cyberbrille lässt sich die Genialität zumindest simulieren: Per Sprachbefehl kann der Nutzer dem großen Google-Orakel alle möglichen Fragen stellen – und bekommt häufig die passende Antwort. Wie groß ist der Eifelturm? Wie heißt die Frau von Barack Obama? Die Brille flüstert die Antworten ins Ohr.

  • rtr
Startseite

0 Kommentare zu "Studie besagt: Google-Brille ist eine Gefahr beim Autofahren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%