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Studie zum Mobilfunk Smartphone-Nutzer wollen kaum mehr Geld für 5G bezahlen

5G verspricht mehr Tempo und weniger Verzögerungen. Doch laut einer Studie wären nur wenige Nutzer bereit, für den neuen Mobilfunkstandard mehr Geld zu bezahlen.
Update: 20.02.2019 - 14:41 Uhr Kommentieren
Die neue Technologie verspricht mehr Geschwindigkeit und weniger Verzögerungen - doch viele Verbraucher in Deutschland reagieren zögerlich. Quelle: dpa
Neuer Mobilfunkstandard 5G

Die neue Technologie verspricht mehr Geschwindigkeit und weniger Verzögerungen - doch viele Verbraucher in Deutschland reagieren zögerlich.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Mobilfunkbetreiber in Deutschland wollen in den nächsten Jahren massiv in den Ausbau des neuen Standards 5G investieren. Um die Kosten wieder einzuspielen, müssen sie aber noch viel Überzeugungsarbeit leisten: Die Zahlungsbereitschaft unter Smartphone-Nutzern in Deutschland ist bislang gering, wie eine Studie des Technologieverbands Bitkom zeigt.

39 Prozent der Befragten wären nicht bereit, für einen 5G-Vertrag mehr zu bezahlen. 25 Prozent würden bis zu zehn Euro drauflegen, weitere 31 Prozent zehn bis 20 Euro. Die durchschnittliche Zahlungsbereitschaft liegt bei fünf Euro zusätzlich. Das zeigt eine Umfrage unter 800 Smartphone-Nutzern anlässlich der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC), die am Montag beginnt.

Für die Netzbetreiber spielen die Verträge mit Mobilfunknutzern eine wichtige Rolle, sie tragen in der Regel deutlich mehr als die Hälfte zum Umsatz bei. Allerdings ist der neue Standard noch nicht verfügbar, der Nutzen bislang nur abstrakt. In Deutschland wird die Bundesnetzagentur ab Mitte März die nötigen Frequenzen versteigern, wenn Eilanträge von Vodafone und Telefónica das Verfahren nicht noch verzögern.

Um die Zahlungsbereitschaft zu höhen, seien konkrete neue Dienste nötig, sagte Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland und Mitglied des Bitkom-Präsidiums, am Mittwoch. Als Beispiel nannte er den Einsatz von Virtual Reality im Unterricht – Schüler sollen mit einer Datenbrille beispielsweise die Pyramiden in Ägypten von innen sehen können. 5G ermögliche solche Anwendungen ohne Kabel.

Er sei zuversichtlich, dass neue Dienste entstehen und die Netze gebraucht werden – etwa in der vernetzten Industrie oder im Smart Home. Es gebe eine Entwicklung von Produkten zu Dienstleistungen: Statt ein Auto zu kaufen, könne man einen Mobilitätsservice nutzen. „Wir leiden nicht darunter, dass die Nachfrage nicht da wäre – bei den Daten gibt es ein exponentielles Wachstum“, betonte der Manager.

Im Massenmarkt mit schnellen Internetzugängen sei die Zahlungsbereitschaft begrenzt, bestätigt Torsten Gerpott, Professor für Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Ein Aufschlag von fünf Euro pro Monat sei angesichts eines durchschnittlichen Umsatzes von rund 15 Euro sogar schon viel. 

„Der 5G-Markt sich wird erstmal im Geschäftssegment entwickeln, dort müssen die Mobilfunktreiber mit den Kunden zusammenkommen“, sagt der Experte. Dazu zählt er zum Beispiel die Industrie 4.0, neue Anwendungen im Gesundheitswesen oder die vernetzte Mobilität. 

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Die fünfte Mobilfunkgeneration ermöglicht deutlich höhere Datenraten, ein Kinofilm lässt sich damit – im Idealfall – innerhalb einer Sekunde laden. Die Technologie reagiert extrem schnell, was beispielsweise bei der Steuerung von Industrieanlagen wichtig ist. Zudem ist sie vergleichsweise energieeffizient.

Mehr: Lesen Sie hier, wie erfolgreich die Schweiz die 5G-Infrakstruktur ausbaut.

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