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Studie zur Mediennutzung WhatsApp und Instagram sind in, Facebook ist out bei Jugendlichen

Facebook nutzen nur noch 15 Prozent der Jugendlichen, zeigt eine Studie zur Mediennutzung der 12- bis 19-Jährigen. WhatsApp bleibt Spitzenreiter.
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WhatsApp ist bei Jugendlichen in, Facebook ist out Quelle: Reuters
WhatsApp

Weiter absoluter Spitzenreiter bei der Internet-Kommunikation.

(Foto: Reuters)

BerlinFacebook ist out: Nur noch 15 Prozent der Kids in Deutschland nutzen das soziale Netzwerk. „Gegenüber 2017 sank die Nutzung noch einmal um zehn Prozentpunkte“, schreiben die Autoren der „JIM-Studie 2018 – Jugend, Information, Medien“ des Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), die dem Handelsblatt vorliegt.

Nach der Umfrage unter insgesamt 1200 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren ist der Kurznachrichtendienst WhatsApp hingegen weiter absolute Spitzenreiter bei der Internet-Kommunikation, ihn nutzen 95 Prozent (Vorjahr: 94 Prozent). Im Schnitt erhalten Jugendliche in Deutschland täglich 36 WhatsApp-Nachrichten.

Während Facebook zurückfällt, ist der Anteil der Jugendlichen, die Instagram regelmäßig nutzen auf inzwischen 67 Prozent gestiegen – ein Plus von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Auch Snapchat legte auf 54 Prozent (2017: 49 Prozent) zu.

Die Ausstattung mit Medien ist allerdings recht unterschiedlich: Zwar haben 97 Prozent der 12- bis 19-Jährigen heute ein Smartphone. Doch schon die Frage nach einem eigenen Computer oder Laptop bejahen nur gut zwei Drittel. Und nur jeder Vierte hat ein eigenes Tablet.

Das dürfte auch bei der Umsetzung des neuen Digitalpaktes von Bund und Ländern für die 42.000 deutschen Schulen eine Rolle spielen: Danach stehen pro Schule 25.000 Euro für Endgeräte zur Verfügung.

Das reicht jedoch keinesfalls, um wie geplant auf ein Verhältnis von etwa 200 Schüler auf ein Gerät zu kommen. Das Konzept des „bring your own device“ – also: Bring dein eigenes Gerät mit – jedoch dürfte vielerorts mit Blick auf diese Zahlen auch auf große Probleme stoßen.

Bei der Information jedoch bauen die Jugendlichen nach wie vor auf traditionelle Angebote: Ganz oben auf der Liste der vertrauenswürdigen Medien stehen hier Tagesschau und Tagesthemen der ARD. Es folgen regionale Tageszeitungen und der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Und je höher das formale Bildungsniveau, desto höher das Vertrauen in Qualitätsjournalismus, schreiben die JIM-Autoren.

Auffallend ist die stabile Nutzung des Fernsehens, das nach wie vor 90 Prozent der Jugendlichen konsumieren. Jeder Zweite sieht auch noch regelmäßig lineares Fernsehen, also Sendungen zum Zeitpunkt ihrer Ausstrahlung und nicht auf Abruf im Netz.

Etwas zurückgegangen ist die Nutzung des Internets: An einem durchschnittlichen Wochentag sind Jugendliche nach eigenen Angaben 214 Minuten online – 2017 waren es noch 221 Minuten. Bücher lesen die Hälfte der Mädchen und ein Drittel der Jungen regelmäßig. Jeder sechste Jugendliche ist zumindest in der Freizeit bekennender Nicht-Leser.

Auf die Frage, wie oft ihnen schon Hassbotschaften im Internet begegnet sind, gibt jeder Fünfte an, häufig mit Hassbotschaften in Kontakt gekommen zu sein. 17 Prozent begegnen gelegentlich Feindseligkeiten im Netz, 28 Prozent passiert dies selten. Nur gut ein Drittel ist bisher noch nie mit Hass im Netz konfrontiert worden.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest führte die Studie bereits zum 20. Mal durch. Die Jugendlichen wurden im Zeitraum Mai bis August 2018 telefonisch befragt.

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