Sundar Pichai Google denkt über Rückkehr nach China nach

Wegen Zensur und Hacker-Attacken hatte sich Google aus China zurückgezogen. Jetzt denkt der Internet-Konzern über eine Rückkehr nach – allerdings ohne Nennung eines konkreten Zeitpunkts.
Kehrt der Internet-Konzern nach China zurück? Quelle: AP
Google

Kehrt der Internet-Konzern nach China zurück?

(Foto: AP)

Los AngelesGoogle macht sich Gedanken über ein breiteres Angebot seiner Dienste in China. Der Internet-Konzern hatte sich angesichts der umfassenden Zensur und nach Hacker-Attacken aus China weitgehend aus dem Land zurückgezogen. „Wir wollen in China sein und chinesischen Nutzern dienen“, sagte Google-Chef Sundar Pichai bei einem Interview auf einer Konferenz des Technologie-Blogs „Recode“ in der Nacht zum Donnerstag. Er nannte allerdings keinen Zeitraum oder mögliche Dienste. Google wolle mit Bedacht mögliche Einschränkungen abwägen, betonte er.

Diese IT-Firmen gibt es auch auf Chinesisch
Google
1 von 16

Die Zensur in China erstreckt sich nicht nur auf klassische Medien oder regierungskritische Blogs, auch Unternehmen haben mit ihr zu kämpfen. So zum Beispiel die Suchmaschine Google, die sich bereits 2010 aus der Volksrepublik verabschiedete. Auch Googles neuer Mutterkonzern hat mit der Zensur zu kämpfen: Laut Medienberichten ist die Webadresse von Alphabet für Chinesen nicht zu reichen. Der Grund: Sie breche mit Konventionen.

Baidu
2 von 16

Wer in China also eine Suchmaschine bemühen will, muss auf andere Angebote ausweichen. Zum Beispiel auf Baidu: Der größte chinesischen Internetsuchmaschinen-Betreiber verliert derzeit an Ertragskraft, weil auch in China immer mehr Menschen über das Smartphone im Internet surfen, was wiederum weniger Werbeerlöse einbringt. Baidu plant Milliardeninvestitionen, um neue Dienste wie Kinokartenverkauf, Taxibestellungen oder Restaurantreservierungen zu entwickeln.

Ebay
3 von 16

Wie Google hat auch das Internet-Plattform Ebay die Volksrepublik verlassen. Allerdings nicht aufgrund staatlicher Zensur, sondern wegen eines Mitbewerbers, der den US-Gigant in die Knie zwang.

Taobao
4 von 16

Denn in China spielt die Plattform Taobao die Hauptrolle als Internetkaufhaus für Kleinanbieter. Mit ihr der Multimilliardär Jack Ma. Der Alibaba-Chef hatte Taobao als Antwort auf Ebay 2003 entwickeln lassen, drei Jahre später machte Ebay die eigene Seite in China dicht.

Amazon
5 von 16

Amazon versucht in China Fuss zu fassen und bietet eine eigene Webseite. Doch hat mit starker Konkurrenz zu kämpfen.

Tmall
6 von 16

Denn mit Handelsplattformen wie Taobao oder Tmall kontrolliert Alibaba-Chef Jack Ma vier Fünftel des Handels im Internet in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Tmall bietet Unternehmenskunden eine Plattform. Im Gegensatz zu Amazon verkauft Alibaba die Waren jedoch nicht selbst, sondern bietet lediglich die Plattform für Händler und Kunden. Neben Alibaba macht auch die Online-Seite JDcom Amazon Konkurrenz.

Paypal
7 von 16

Die abgespaltene Ebay-Tochter Paypal nutzen indes viele Chinesen. Doch der US-amerikanische Bezahldienst hat in der Volksrepublik einen harten Konkurrenten.

Google verkauft Online-Werbung in China – die wesentlichen Googledienste wie Websuche, YouTube, GMail und Maps sind dort nicht verfügbar, auch nicht auf Android-Smartphones. Schon im vergangenen Herbst hatte die Website „The Information“ berichtet, Google würde gern unter anderem seine App-Plattform nach China bringen.

  • dpa
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%