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SXSW 2019
Margrethe Vestager

Die EU-Wettbewerbshüterin sieht die Anfeindungen als Ansporn.

(Foto: Bloomberg)

Margrethe Vestager In den USA geht Europas Wettbewerbshüterin hart gegen IT-Konzerne vor

Margrethe Vestager scheut keinen Konflikt mit Amazon, Facebook oder Google. Trotzdem gewinnt die EU-Kommissarin in den USA immer mehr Anhänger.
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DüsseldorfEs sei wirklich erstaunlich, wie „sehr die großen Tech-Unternehmen Sie hassen“, sagt die Moderatorin in Austin zu Margrethe Vestager. „Ich weiß nicht, ob das wahr ist“, antwortet die dänische Politikerin. „Aber wenn es wahr ist, ist es eine Auszeichnung.“ Für die 50-Jährige, seit fünf Jahren Europas oberste Wettbewerbshüterin, sind die Anfeindungen Ansporn.

Denn Vestager, die Pastorentochter mit dem Kurzhaarschnitt, ist die wohl mächtigste und bekannteste EU-Kommissarin – und hat selbst in den USA immer mehr Unterstützer.

Das bekommt sie auch hier in Texas zu spüren, wo sie gleich zweimal auf der Digitalkonferenz South by Southwest in vollen Sälen auftritt. Und vom Kampf gegen die Konzerne berichtet. Ob Amazon, Facebook oder Google – Vestager scheut keinen Konflikt.

Schon 2016 verdonnerte die dreifache Mutter den iPhone-Hersteller Apple zu einer Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro. Drei Verfahren führte die Kommissarin allein gegen den Suchmaschinenprimus Google. Gerade läuft eine Ermittlung gegen Amazon. Der Vorwurf: Das Unternehmen könnte Daten von Verkäufern, die das Portal nutzen, missbrauchen, um sich ihnen gegenüber einen Vorteil zu verschaffen.

US-Präsident Donald Trump soll Vestager einmal abfällig „tax lady“ genannt haben, die „Steuerfrau“. Dabei ist ihre aggressive Gangart gegenüber den IT-Größen längst auch in der US-Politik angekommen, zumindest bei den Demokraten. Amy Klobuchar,

Senatorin und Präsidentschaftskandidatin, will Facebook etwa Steuern auf den Umsatz zahlen lassen, den das Netzwerk mit Nutzerdaten macht. Ihre Senatskollegin und Präsidentschaftskonkurrentin Elizabeth Warren spricht gar von Zerschlagungen.

Viele Jahre war Vestager Chefin der sozialliberalen Radikale Venstre, führte diverse Ministerien in Dänemark. Seit geraumer Zeit wird über ihre Zukunft als Kommissionspräsidentin spekuliert. Dazu verliert Vestager in Texas nur einen schelmischen Kommentar. „Das wäre ein Systemfehler“, sagt sie. Traditionell seien Kommissionschefs ja nur „Männer in ihren Sechzigern“.

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