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SXSW 2019
Elizabeth Warren

Die potenzielle Präsidentschaftskandidatin der Demokraten hat einen ehrgeizigen Plan vorgelegt.

(Foto: AFP)

Wahlkampf Mögliche US-Präsidentschaftskandidatin Warren will Tech-Giganten zerschlagen

Eine Demokratin legt sich mit den Tech-Giganten an: Elizabeth Warrens Plan hätte die Zerschlagung von Konzernen wie Amazon und Google zur Folge.
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DüsseldorfSo massiv hat bisher noch kein Anwärter auf die US-Präsidentschaft die Tech-Giganten aus dem Silicon Valley in die Mangel nehmen wollen: Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren will einen Plan vorlegen, der die Zerschlagung von Technologie-Konzernen wie Amazon, Google und Facebook zur Folge hätte.

Es sollten einige Übernahmen dieser Konzerne rückgängig gemacht werden, schrieb die Senatorin in einem Blog. Dazu gehörten der Kauf des Messenger-Dienstes WhatsApp durch Facebook, der Bio-Supermarktkette Whole Foods durch Amazon und der Anzeigenplattform Double Click durch Google. Zudem sollte es per Gesetz verboten werden, eine Handelsplattform zu betreiben und sich gleichzeitig selbst daran zu beteiligen.

Der weitreichende Vorschlag würde dementsprechend neue Regeln solchen Technologieunternehmen auferlegen, die jährlich mindestens 25 Milliarden US-Dollar einnehmen. Nach Warrens Vorschlag müsste sich dann beispielsweise Amazon Marketplace – wo Fremdanbieter Produkte verkaufen – von Amazon Basics, der eigenen Marke des Unternehmens, trennen.

Auch Google müsste unter anderem sein Suchgeschäft ausgliedern. Die Folge aus Warrens Sicht: „Kleine Unternehmen hätten die Chance, ihre Produkte bei Amazon zu verkaufen, ohne Angst, dass Amazon sie aus dem Geschäft drängt“, schrieb die Demokratin aus Massachusetts.

Warren will mit diesen „großen strukturellen Änderungen im Technologiesektor mehr Wettbewerb fördern“, schreibt sie. Die großen Tech-Unternehmen haben aus Sicht Warrens zu viel Macht – „zu viel Macht über unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft und unsere Demokratie“. Die Konzerne hätten bei ihrem Gewinnstreben „Innovationen behindert“.

Die Tech-Giganten aus dem Silicon Valley, die sich gegenüber US-Medien zu dem Plan bis Freitagnachmittag nicht geäußert hatten, haben gerade unter den Demokraten viele Kritiker. So hatte der demokratische Senator und unabhängige Präsidentschaftskandidat aus Vermont, Bernie Sanders, jüngst Amazon kritisiert, indem er das Unternehmen aufgefordert hatte, die Löhne und Sozialleistungen für ihre Mitarbeiter zu erhöhen.

Die nächste Präsidentschaftswahl in den USA findet im November 2020 statt. Der Kandidat der Demokraten steht bislang nicht fest. Neben Warren und Sanders gibt es zahlreiche weitere Bewerber, die gegen US-Präsident Donald Trump antreten wollen.

Mit Agenturmaterial.

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