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Tarifvertrag Viele Zeitungsjournalisten erhalten mehr Gehalt

Die Gehälter deutscher Zeitungsredakteure sollen steigen. Verleger und Journalistenverband haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.
02.07.2018 - 08:46 Uhr Kommentieren
Die Zeitungsverleger konnten sich mit dem Deutschen Journalisten-Verband einigen, nicht jedoch mit der Gewerkschaft Verdi. Quelle: dpa
Lokalzeitungen

Die Zeitungsverleger konnten sich mit dem Deutschen Journalisten-Verband einigen, nicht jedoch mit der Gewerkschaft Verdi.

(Foto: dpa)

Hamburg Für viele der 13.000 Redakteure und festen freien Journalisten an deutschen Tageszeitungen gibt es mehr Geld: Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) haben sich am Montagmorgen auf bessere Gehälter und Vergütungen geeinigt. Das geht aus einer Mitteilung des DJV hervor.

Demnach steigen die Gehälter der Redakteure rückwirkend zum Mai 2018 um 1,9 Prozent sowie zum Mai 2019 um weitere 2,4 Prozent. Weiter gibt es nun eine Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro sowie zum 1. März 2020 weitere 600 Euro.

Berufseinsteiger verdienen 135 Euro mehr und erhalten ebenfalls eine Einmalzahlung von 500 Euro. Die Volontärs-Vergütungen steigen um 100 Euro – für den Journalistennachwuchs gibt es zudem einen einmaligen Bonus von 70 Euro. Der neue Tarifvertrag soll laut DJV-Mitteilung bis zum 31. Juli 2020 laufen. Ferner soll der Manteltarifvertrag bis Ende 2020 in seiner bestehenden Form verlängert werden.

Keine Verständigung gab es dagegen bei den Gesprächen mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Verhandlungsführer Matthias von Fintel lehnte den Vorschlag der Zeitungsverleger ab. Deren Zugeständnisse seien zu wenig. „Wenn es den Verlegern ernst mit einer langfristigen Planungssicherheit wäre, dann hätten sie unser Angebot angenommen (...)“, sagte er.

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    Die Gewerkschaft will ihre Mitglieder über den Vorschlag der Verleger abstimmen lassen - ausdrücklich ohne Zustimmungsempfehlung, wie eine Verdi-Sprecherin am Montagmorgen sagte. Sollten Verdi und BDZV nicht auf einen Nenner kommen, könnten Streiks die nächste Konsequenz sein. Konkrete Ankündigungen oder Termine dafür gibt es aber noch nicht.

    Seit Sonntag hatten beide Verbände sowie die Gewerkschaft Verdi in Hamburg über bessere Tarife verhandelt. Von der Einigung profitieren zunächst nur die DJV-Mitglieder. BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallraf nannte den Kompromiss „eine gute und tragfähig Lösung“. Im Deutschen Journalistenverband sind nach eigenen Angaben etwa zwei Drittel der Redakteure und festen Freien organisiert.

    • dpa
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