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Tech-Bosse bei Trump Zwischen Konfrontation und Kuschelkurs

Donald Trump hat sich zum zweiten Mal mit Top-Managern von Apple, Google und Co. getroffen. Der Konflikt zwischen dem Silicon Valley und Washington spitzt sich weiter zu. Doch einige Konzerne gehen auf Kuschelkurs.
20.06.2017 - 10:47 Uhr 3 Kommentare
Die versteinerten Mienen von Apple-Chef Tim Cook (links) und Microsoft-Chef Satya Nadella dürften für sich sprechen. Quelle: Reuters
Donald Trump zwischen den Tech-Bossen

Die versteinerten Mienen von Apple-Chef Tim Cook (links) und Microsoft-Chef Satya Nadella dürften für sich sprechen.

(Foto: Reuters)

San Francisco Das gestelzte Foto der Tech-Bosse, artig gruppiert um Donald Trump. Ein Video, in dem der US-Präsident seinem Gefolgsmann Peter Thiel, dem Milliarden-Investor, patriarchalisch die Schulter tätschelt. So in etwa sahen sie aus, die Bilder, die das letzte Treffen der Silicon Valley-Größen mit Donald Trump im Dezember produzierte. Sie zeigten einen dominanten Präsidenten und kleinlaute, geradezu unterwürfige Konzernlenker. Die Bilder waren so peinlich, dass sich die stolzen Branchenvertreter im Silicon Valley noch Wochen später innerlich wanden.

Bei der Wiederauflage in Washington sollte nun alles anders werden. „Am Ende des Tages bin ich nicht jemand, der sich abwendet und sagt: ‘Wenn Du nicht willst, was ich will, dann gehe ich’”, kündigte Apple-Chef Tim Cook vorab per Bloomberg-Interview an. „Amerika liegt mir sehr am Herzen. Ich will, dass es Amerika gut geht. Amerika ist mir wichtiger als die verdammte Politik.” Der Ton wird härter und das Vokabular martialisch. Der Konflikt zwischen dem Trump-Regime und den Bossen von der Westküste hat sich in den vergangenen Monaten zugespitzt.

So ging es denn beim zweiten Schaulaufen des Who-is-Who der Technologiebranche im politischen Amerika auch nur vordergründig um die Modernisierung des Regierungsapparats, die Abschaffung der Papierwirtschaft im Weißen Haus und andere Belanglosigkeiten. Neben Cook waren unter anderem mit dabei: Jeff Bezos, Gründer von Amazon, Eric Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender bei der Google-Mutter Alphabet, sowie Microsoft-Chef Satya Nadella und Starinvestor Thiel.

Die eigentlichen Themen lagen abseits der offiziell-diplomatischen Agenda beim Auftakttreffen des American Technology Council, einem von Trump eingesetzten Beraterstab für digitale Fragen. Sie wurden hinter verschlossenen Türen besprochen. Wie erfolgreich die Gespräche waren, ließen die Parteien zunächst kaum durchblicken. Doch das versteinerte Gesicht von Apple-Chef Cook, der auf den Fotos neben Trump sitzt, spricht für sich.

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    Quelle: WSJ Billion Dollar Club, Januar 2017

    (Foto: dpa)
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    (Foto: AP)
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    (Foto: Stripe)
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    (Foto: dpa)
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    (Foto: Reuters)
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    Der 2012 gegründete Fahrdienst-Vermittler ist der größte Konkurrent von Platzhirsch Uber. Das Start-up ist in rund 300 US-Städten aktiv. Im Oktober 2017 steckte Google eine Milliarde Dollar in das Unternehmen. Damit stieg die Bewertung von Lyft auf 11,5 Milliarden Dollar. Ein Börsengang wird in diesem Jahr erwartet.

    (Foto: AP)
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    Der virtuelle Marktplatz Flipkart ist das indische Pendant zu Amazon. Binny Bansal (rechts, mit Microsoft-Chef Satya Nadella) und Sachin Bansal arbeiteten vor der Gründung für den heutigen Konkurrenten Amazon, wollten dann aber eine E-Commerce-Webseite für Inder gründen. Indische Unternehmen investierten bereits drei Milliarden Dollar in das Start-up, das mittlerweile 11,6 Milliarden Dollar wert ist.

    (Foto: Reuters)

    Seit Monaten versuchen Google und Co. die politischen Verhältnisse in Washington in ihrem Interesse zu beeinflussen. Technologie-Kritiker Trump hat der Branche geschadet – zunächst mit dem Erlass des zwischenzeitlich wieder kassierten Einreisestopps für Menschen aus muslimischen Ländern, den die Westküste als Kampfansage an die eigene Weltoffenheit und als drastischen Imageverlust interpretierte.

    Dann folgten die Verschärfungen der Visa-Bedingungen für den Zuzug von Software-Talenten aus dem Ausland, auf den insbesondere Facebook setzt, das 15 Prozent seiner Angestellten mit entsprechenden Papieren beschäftigt. Hinzu kam der von Mark Zuckerberg und Co. vehement kritisierte Austritt aus dem Klimaabkommen von Paris.

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    3 Kommentare zu "Tech-Bosse bei Trump: Zwischen Konfrontation und Kuschelkurs"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Komisch, dass eines der wichtigsten IT-Themen der öffentlichen Hand gar nicht angesprochen wurde: Die Sicherheit der Auszählungsmaschinen bei US-Wahlen gegen Angriffe von russischen Hackern. Hier muss der US Staat dringend nachbessern, sonst bekommen die Amerikaner eine Marionette Moskaus nach der nächsten vorgesetzt.

    • Ja, man merkt es schon, dass die armen Journalisten es echt schwer haben.

      wie üblich haben sie vom Thema keinen schimmer und müssen das nachplappert, was man ihnen vorsetzt. Und dann müssen sie auch noch alles unternehmen um mies über einen demokratisch gewählten Präsidenten der USA zu schreiben.

      Trotzdem gelungen, das niedere Volk wurde auch mit diesem Artikel mal wieder bestens bei Laune gehalten. Für die ahnungslosen, von Unwissenden geschrieben, ja das nennt man modernen Journalismus.

    • Trump sollte sich auf seine Kernkompetenzen beschränken: Dreckige Energie, miese Stammtischparolen, und schmutzige Mauscheleien mit den Russen. Mit moderner Wirtschaft hat er es nicht so.

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