Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Technikinvestor Investitionsfonds lässt Softbank-Gewinn explodieren – die Blitzanalyse

Kommentieren
Für Softbank zahlen sich die Investments in Start-ups mittlerweile aus. Quelle: AFP
Investor Masayoshi Son

Für Softbank zahlen sich die Investments in Start-ups mittlerweile aus.

(Foto: AFP)

TokioDer japanische Mobilnetzkonzern und Technikinvestor Softbank hat am Montag die erste Hälfte des seit April laufenden Bilanzjahres präsentiert. Das sind die wichtigsten Zahlen.

  • Allein im zweiten Geschäftsquartal legte der operative Gewinn um 80 Prozent auf umgerechnet 5,5 Milliarden Euro (705,7 Milliarden Yen) zu. Der Fonds ist unter anderem bei dem Mitfahrdienst Uber oder bei der GM-Tochter für autonomes Fahren engagiert. Größter Investor bei Vision Fund ist Saudi-Arabien.
  • Der Vision Fund, der mittlerweile etwa 100 Milliarden Dollar schwer ist, trug alleine 3,05 Milliarden Euro (393 Milliarden Yen) zum Gewinn bei - mehr als alle anderen Geschäftsbereiche zusammen.
  • „Nächstes Jahr werden wir dieses Ergebnis nicht nur übertreffen, sondern einen operativen Profit auf einem Level vorlegen, das es in Japan noch nie gegeben hat“, verspricht Firmengründer Masayoshi Son.

Das fällt positiv auf

Lukrative Investments: Der Gewinnmotor ist der erst ein Jahr alte Softbank Vision Fund. Die Wertsteigerungen der inzwischen 67 Start-ups mit einer Bewertung von über einer Milliarde Dollar, an denen sich der Softbank Vision Fund beteiligt hat, trugen allein im ersten Halbjahr bereits 44 Prozent zum Gewinn bei.

Das fällt negativ auf

Schwieriges Telekommunikationsgeschäft: Die Gewinne von Softbanks amerikanischem und japanischem Mobilfunkgeschäft schwächeln. Das US-Netz Sprint, das mit der US-Tochter der Deutschen Telekom fusionieren soll, machte etwas weniger Gewinn als im Vorjahr. Und die heimische Telekomsparte, die Softbank an die Börse bringen will, stagnierte nahezu.

Der Anstieg des Betriebsgewinns um nur 1,4 Prozent auf 446,9 Milliarden Yen (3,47 Milliarden Euro) ist keine Werbung für einen Börsengang. Die Einnahmen pro Kunde fielen sogar leicht auf umgerechnet 33,57 Euro. Der Markt nähere sich der Sättigung, erklärte Softbank in seiner Bilanz.

Politische Abhängigkeit: Geld für Investments kommt vor allem aus dem saudischen Pensionsinvestmentfonds, der mit immerhin 45 Milliarden US-Dollar fast die Hälfte zum Softbank Vision Fund beigesteuert hat. Damit steigt auch die politische Abhängigkeit.

Nicht umsonst fühlte sich Softbank-Chef Son zu Beginn der Bilanz-Pressekonferenz genötigt, ein Statement zur Ermordung des saudischen Journalisten Khashoggi abzugeben. Er erklärte, dass er seine Bedenken den saudischen Partnern mitgeteilt habe. Die Beziehungen einzustellen, kann sich Son aber nicht leisten. Viele Anleger sorgen sich nun, dass Unternehmen sich wegen Softbanks Verbindung zu Saudi-Arabien gegen Investitionen durch den Softbank Vision Fund stemmen könnten. Der saudische Skandal könnte Sons Pläne erschweren, Vision Fund 2 und 3 aufzulegen. Die Saudis hatten bereits erklärt, wieder Großinvestor werden zu wollen.

Was jetzt passiert

Preisdruck steigt: Der jüngste Kursrutsch an den globalen Aktienmärkten schlägt auch negativ auf Softbanks Gewinne durch. Darüber hinaus steht das heimische Mobilnetz unter Druck. Die Netzbetreiber müssen in superschnelle 5G-Netze investieren. Und auch die Rendite gerät unter Druck: Der größte Anbieter NTT Docomo hatte vergangene Woche angekündigt, die Tarife um 40 Prozent zu senken. Son kündigte daher an, massiv Personal und Kosten zu senken. 

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

0 Kommentare zu "Technikinvestor: Investitionsfonds lässt Softbank-Gewinn explodieren – die Blitzanalyse"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.