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Technologie Google will künstliche Intelligenz nicht für Waffensysteme einsetzen

Google versichert, dass künstliche Intelligenz nicht für Waffen oder illegale Überwachung verwendet wird. Doch der Tech-Gigant will weiter mit dem US-Militär zusammenarbeiten.
Update: 08.06.2018 - 02:46 Uhr Kommentieren
„Fortschritte in der künstlichen Intelligenz werden sich auf eine Vielzahl von Bereichen wie Gesundheitswesen, Sicherheit, Energie, Transport, Warenproduktion und Unterhaltung auswirken.“ Quelle: AFP
Sundar Pichai

„Fortschritte in der künstlichen Intelligenz werden sich auf eine Vielzahl von Bereichen wie Gesundheitswesen, Sicherheit, Energie, Transport, Warenproduktion und Unterhaltung auswirken.“

(Foto: AFP)

San FranciscoDer Tech-Gigant Google hat am Donnerstag Leitlinien für den Umgang mit künstlicher Intelligenz veröffentlicht und dabei versichert, dass die Technologie nicht bei Waffensystemen zum Einsatz kommen wird. Der Chef des Internetkonzerns, Sundar Pichai, erklärte am Donnerstag in einem Blog-Beitrag, bei „Waffen oder anderen Technologien, deren Hauptzweck oder Verwendung das Zufügen oder Begünstigen von Verletzungen beim Menschen“ sei, dürfe keine KI-Technologie verwendet werden.

Allerdings werde man weiter mit der Regierung und auch dem US-Militär auf anderen Gebieten, zum Beispiel Cybersicherheit, Ausbildung von Militärmitgliedern und Gesundheitsversorgung von Veteranen, zusammenarbeiten.

US-Medien berichten, dass bei Google ein interner Streit über einen Vertrag zum Einsatz von KI-Systemen bei der Auswertung von Drohnen-Bildern des US-Militärs ausgebrochen war. Mehr als 4.600 Mitarbeiter hätten eine Petition zum Stopp der Vereinbarung unterzeichnet, 13 hätten gekündigt. Der Vertrag soll nicht verlängert werden.

„Wie KI entwickelt und eingesetzt wird, wird für viele Jahre einen bedeutenden Einfluss auf die Gesellschaft haben“, schrieb Pichai. „Als führende Kraft in der KI fühlen wir uns besonders dafür verantwortlich, dies richtig zu machen.“ Dabei listete er sieben Prinzipien auf, wie der Internetgigant künftig mit künstlicher Intelligenz umgehen wird, zum Beispiel Verantwortung zu übernehmen und Sicherheitsstandards einzuhalten.

Google wird zudem daran arbeiten, „Ungerechtigkeiten“ in seinen KI-Algorithmen abzuschaffen, die rassistische, sexuelle oder politische Vorurteile in automatisierte Entscheidungen einbringen könnten.

„Fortschritte in der künstlichen Intelligenz werden sich auf eine Vielzahl von Bereichen wie Gesundheitswesen, Sicherheit, Energie, Transport, Warenproduktion und Unterhaltung auswirken,“ so Pichai. Ärzte setzen KI zum Beispiel zunehmend ein, um Krebs zu diagnostizieren oder Erblindung zu verhindern.

Aber der Einsatz der Technologie in anderen Bereichen hat bei Politikern und in der Bevölkerung Besorgnis ausgelöst. Bürgerrechtsgruppen kritisierten vor kurzem Amazon scharf, weil der Online-Händler der US-Polizei angeboten hat, eine Gesichtserkennungstechnologie zu verwenden.

Die von Amazon mitentwickelte Software namens Rekognition kann in Echtzeit bis zu 100 Gesichter auf einmal erkennen, zum Beispiel auf Flughäfen oder bei Großveranstaltungen.

Mit Material von Reuters

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