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Technologiekonzern Huawei will internationale Standards bei Cybersicherheit – und zeigt 5G-Falthandy

Dem Technologiekonzern aus China wird Spionage vorgeworfen. Huawei erklärt nun, sich an geltendes Recht zu halten – und fordert einheitliche Regeln.
Update: 24.02.2019 - 15:19 Uhr Kommentieren
Mehrere Industriestaaten haben bereits erklärt, den Einsatz von Huawei-Technik in ihren Märkten einzuschränken. Quelle: AP
Huawei

Mehrere Industriestaaten haben bereits erklärt, den Einsatz von Huawei-Technik in ihren Märkten einzuschränken.

(Foto: AP)

Barcelona Der Chairman des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei hat sich für internationale Regeln für Cybersicherheit ausgesprochen. „Wir brauchen einheitliche Standards, die nachprüfbar sein sollten. Sie sollten nicht auf Politik basieren“, sagte Guo Ping im Rahmen des Mobile World Congress’ in Barcelona.

Er betonte, dass sich Huawei an die chinesischen Gesetze halte wie auch an die Gesetze der Länder, in denen man tätig sei. Der Konzern habe nicht und werde niemandem erlauben, Spionage-Programme in seiner Ausrüstung zu installieren.

US-Geheimdienste werfen dem Marktführer und dem kleineren chinesischen Wettbewerber enge Verbindungen zur Regierung in Peking vor. Sie vermuten, Ausrüstung oder Handys dieser Hersteller könnten Spionen eine Hintertür öffnen, um an Staats- und Firmengeheimnisse zu gelangen oder kritische Infrastruktur lahmzulegen.

Huawei weist dies zurück. Inzwischen haben allerdings mehrere Industriestaaten erklärt, den Einsatz von Huawei-Technik beim Aufbau des superschnellen 5G-Netzes in ihren Märkten einzuschränken.

Auf dem Mobile World Congress versuchen die Chinesen, auch mit neuer Technik zu überzeugen. Wenige Tage nach Samsung trumpft Huawei ebenfalls mit einem neuartigen faltbaren Smartphone auf. Das Huawei Mate X lässt sich zu einem in etwa quadratischen Tablet mit einer Bildschirmdiagonale von 8 Zoll (gut 20 cm) aufklappen. Es sei das schnellste faltbare Smartphone, das auch den neuen Mobilfunkstandard 5G unterstütze, unterstrich Huawei am Sonntag.

Samsungs faltbares Smartphone „Galaxy Fold“ hat zwei Displays: Eines ist auf der Außenseite für die Nutzung als Smartphone, der Tablet-Bildschirm auf der Rückseite lässt sich hingegen wie ein Buch auf- und zuklappen.

Huawei entschied sich für ein anderes Konzept: Das Tablet-Display wird so umgeknickt, dass es außen bleibt und auf beiden Seiten in halber Größe genutzt werden kann. Wenn man das zusammengeklappte Telefon in der Hand hält, bleibt jeweils der Bildschirm auf der unteren Seite deaktiviert. Zugleich aber kann man dank dem zweiten Display zum Beispiel Personen, die man gerade fotografiert, das Live-Bild der Kamera sehen lassen.

Zusammengefaltet wird das Mate X mit einem speziell entwickelten Gelenk, dessen Design Huawei nicht näher erklärte. In zusammengeklapptem Zustand steht auf der „Frontseite“ ein 6,6 Zoll großes OLED-Display zur Verfügung, auf der „Rückseite“ ein 6,38 Zoll großer Bildschirm.

Das Gerät soll doppelt so schnell wie andere Geräte mit dem superschnellen Funkstandard 5G sein. Quelle: Reuters
Huawei Mate X

Das Gerät soll doppelt so schnell wie andere Geräte mit dem superschnellen Funkstandard 5G sein.

(Foto: Reuters)

Zusammengefaltet ist das Mate X lediglich 11 Millimeter flach. Dank einer etwas dickeren Leiste mit Funktionstasten und Leica-Kameraobjektiv soll sich das Gerät komfortabel halten lassen. Mit 2.299 Euro wird das Mate X allerdings noch einmal deutlich teurer als das Konkurrenzmodell von Samsung für knappe 2.000 Euro.

Huawei will sich mit dem Mate X nicht nur in der Spitzengruppe des Smartphone-Marktes weiter etablieren, sondern auch in Sachen 5G. Innen arbeitet demnach ein 5G-Chipset aus 7-Nanometer-Fertigung, der das Gerät laut Angaben des Unternehmens doppelt so schnell wie andere Geräte mit dem superschnellen Funkstandard im Durchschnitt machen soll – und zehn mal schneller als ein LTE-Smartphone.

Eigentlich ist 5G zunächst nach bisherigen Aussagen zunächst vor allem für Industrie-Anwendungen (Internet der Dinge) gedacht, und funktionierende Netze gibt es in Europa nur vereinzelt. Dennoch preschen die Gerätehersteller ungeduldig vor.

  • rtr
  • dpa
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