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Markus Haas

Der Telefónica-Deutschlandchef trennt sich von ZTE bei der Wartung der O2-Netzes.

(Foto: dpa)

Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas Darum trennt sich O2 vom chinesischen Dienstleister ZTE

Der chinesische ZTE-Konzern verliert seinen wichtigsten Großauftrag in Deutschland. Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas erklärt die Hintergründe.
13.12.2018 - 17:26 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Vier Jahre lang hat der chinesische Netzwerkausrüster ZTE die Netze von Telefónica in Deutschland gewartet. Jetzt zieht CEO Markus Haas einen Schlussstrich.

Herr Haas, vier Jahre hat sich der chinesische Netzwerkausrüster ZTE um Ihren Netzbetrieb gekümmert. Zum Jahresende haben Sie den Vertrag gekündigt. Warum?
Der Vertrag zur Netzwartung lief Ende 2018 regulär aus. Deshalb haben wir den Vertrag neu ausgeschrieben.

Sie hatten immer wieder Qualitätsprobleme während der Zusammenlegung der Netze von E-Plus und O2 in den vergangenen Jahren. Trifft ZTE eine Mitschuld, dass die Integration so lange und schwierig verlaufen ist?
Die Netzintegration war ein komplexer Prozess, der in erster Linie nichts mit der regulären Wartung der Standorte zu tun hatte, um die es in diesem Vertrag geht. Da war viel Kooperation gefragt. Wir hatten unsere Netzlieferanten und Dienstleister auf der einen Seite, auf der anderen Seite stand unter anderem ZTE, die sich um Wartung und Betrieb gekümmert haben. In der Mitte waren wir. So ein Projekt hat noch niemand in dem Umfang gestemmt. Das war die weltweit größte Netzintegration dieser Art. Da möchte ich niemandem die Schuld zuweisen.

Aber vier Jahre sind eine sehr lange Zeit.
Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass es schneller geht. Aber wir haben immer gesagt, dass die Integration vier Jahre dauern wird und wir haben auf den Punkt geliefert. Jetzt bin ich sehr froh, dass die Zusammenlegung abgeschlossen ist und ich nur noch nach vorne schauen kann.

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Standort erkennen

    Ausgerechnet jetzt wechseln Sie die Betreibergesellschaft. Wie können Sie sicherstellen, dass es durch den Übergang nicht zu neuen Schwierigkeiten im Netz kommen wird?
    Die Expertise in der Netzwartung bleibt in jedem Fall bestehen. Die Kandidaten kennen unser Netz seit vielen Jahren. Damit ist ein reibungsloser Übergang gewährleistet. Die Ausschreibung lief über den ganzen Sommer. Der bisherige und der künftige Dienstleister arbeiten derzeit daran, einen reibungslosen Übergang zu organisieren.

    Ist es nicht ein Risiko, wenn Sie sich in diesem Kernbereich Ihres Unternehmens auf einen kleinen Anbieter wie GfTD aus Dortmund als Partner verlassen?
    Die Wartung ist eine sehr lokale Aufgabe. Bei einer Störung muss ein Problem an einem Standort möglichst schnell und effizient gelöst werden. Dafür bin ich auf lokale Dienstleister angewiesen. Das ist kein globales Skalenspiel.

    Für ZTE war dieser Deal mit Telefónica der größte Auftrag in der Bundesrepublik. Heißt Ihre Kündigung das Ende von ZTE in Deutschland?´
    Das kann ich nicht kommentieren. ZTE ist europaweit aktiv. ZTE hat einen globalen Rahmenvertrag mit Telefónica und kümmert sich etwa um das Netz in Panama. Bei dieser Ausschreibung hat es nicht gereicht, aber das hat keine Aussagekraft über die Zukunft.

    Herr Haas, vielen Dank für das Interview.

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