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Telefon-Hersteller Gigaset kämpft um neue Marktanteile

Der Telefon-Hersteller rechnet mit einem schrumpfenden Telefonmarkt. Auch die Schuldenkrise in Europa hinterlässt Spuren. Zum Ausgleich will Gigaset unter anderem mit dem neuen Geschäftsfeld Home Networks punkten.
12.06.2012 - 12:02 Uhr Kommentieren
Ein schnurloses Telefon mit Touchpad von Gigaset. Quelle: dapd

Ein schnurloses Telefon mit Touchpad von Gigaset.

(Foto: dapd)

München Gigaset will den schrumpfenden Markt mit Schnurlos-Telefonen in den nächsten Jahren durch starkes Wachstum mit Firmenkunden und in der digitalen Vernetzung im Haushalt mehr als ausgleichen. "Für das Jahr 2015 wird mit einem Marktpotenzial in den drei adressierten Marktsegmenten in Höhe von 850 Millionen Euro gerechnet", sagte der neue Chef des Telefon-Herstellers, Charles Fränkl, am Dienstag auf der Hauptversammlung in München. Wie viel Gigaset davon abschöpfen kann, ließ er aber noch offen. Details hierzu soll es Anfang August mit den Halbjahreszahlen geben.

Für dieses Jahr rechnet Gigaset im Kerngeschäft mit Schnurlos-Telefonen zunächst mit einem schrumpfenden Markt von neun Prozent. Zumindest will Europas Branchenprimus aber Marktanteile gewinnen. Erste Produkte für den neuen Bereich Home Networks - hier geht es um Sicherheitslösungen gegen Einbrüche, Services für ältere Menschen oder die Steuerung des Energieverbrauchs von unterwegs - sollen in zehn Monaten auf den Markt kommen. Prototypen will die frühere Siemens -Tochter schon auf der IFA in Berlin Anfang September vorstellen.

Aufsichtsratschef Rudi Lamprecht ergänzte, die europäische Schuldenkrise mache es nicht leichter. Die Probleme in Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und auch Frankreich würden ihre Spuren hinterlassen. "Das sind alles sehr relevante Märkte." Die Unsicherheiten würden das Kaufverhalten verändern. "Gigaset kann sich dem nicht entziehen." Details zum laufenden zweiten Quartal wollte er aber nicht nennen. In den ersten drei Monaten war der Umsatz leicht gefallen und das Betriebsergebnis um ein Viertel eingebrochen.

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