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Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile steht vor Fusion mit MetroPCS

Ein Lichtblick für die kriselnde US-Mobilfunksparte der Telekom: MetroPCS hat einer Fusion zugestimmt, wobei Telekom 75 Prozent Anteile erhalten soll. Die T-Aktie gewinnt, einige Analysten reagieren jedoch skeptisch.
Update: 03.10.2012 - 21:25 Uhr 1 Kommentar
Ein Geschäft von T-Mobile am Time Square in New York. Quelle: dapd

Ein Geschäft von T-Mobile am Time Square in New York.

(Foto: dapd)

Frankfurt/Bonn/New YorkDie Deutsche Telekom führt ihr Sorgenkind T-Mobile USA mit dem amerikanischen Mobilfunk-Anbieter MetroPCS zusammen. Die Telekom bringt dazu ihre US-Mobilfunktochter und ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von über 15 Milliarden Dollar in den bisherigen Rivalen ein. Im Gegenzug erhalten die Bonner 74 Prozent der Anteile an der börsennotierten MetroPCS. Die neue Gesellschaft soll den Namen T-Mobile beibehalten. „Die beiden Unternehmen ergänzen sich perfekt“, erklärte Telekom-Vorstandschef René Obermann laut einer Mitteilung.

Die heutigen MetroPCS-Aktionäre bekommen 26 Prozent der Anteile und eine einmalige Barzahlung aus den Mitteln von MetroPCS von rund 1,5 Milliarden Dollar. Der Telekom-Aufsichtsrat sowie der Verwaltungsrat von Metro PCS hätten einer entsprechenden Vereinbarung zugestimmt, teilte die Deutsche Telekom am Mittwoch in Bonn mit.

Werden die beiden Unternehmen zur Jahresmitte 2013 zusammengelegt, könnten von 2017 an jährlich 1,2 bis 1,5 Milliarden US-Dollar Kosten eingespart werden, hieß es weiter. Die Behörden und die MetroPCS-Aktionäre müssen den Plänen noch zustimmen. Die beiden Unternehmen hoffen, dass alle erforderlichen Genehmigungen im ersten Halbjahr 2013 vorliegen.

Die gemeinsame Gesellschaft bietet Mobilfunk-Leistungen für rund 42,5 Millionen Kunden in den USA an. Für 2012 wird der gemeinsame Umsatz auf knapp 25 Milliarden Dollar beziffert. Der gemeinsame Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liege 2012 bei rund 6,3 Milliarden Dollar. Die Telekom bleibt mit der Übernahme die Nummer vier im US-Mobilfunkmarkt.

„Die Marken von T-Mobile und MetroPCS passen strategisch perfekt zueinander - sowohl in operativer als auch in kultureller Hinsicht“, sagte Telekom-Vorstandschef Obermann laut Mitteilung. „Wir wollen einen nachhaltigen und finanziell tragfähigen nationalen Herausforderer auf dem US-Markt etablieren.“

T-Mobile USA ist der viertgrößte Mobilfunker des Landes, leidet aber unter einem Kundenschwund, unter anderem weil das Unternehmen Apples iPhone nicht im Angebot hat. Zudem ist ein teurer Netzausbau nötig, um mit den steigenden Datenmengen der Smartphones mitzuhalten. Zusammen könnten die Firmen nun die hohen Kosten für den Ausbau des schnellen Mobilfunk-Netzes leichter schultern. Schon im Mai hatte Gerüchte gegeben, T-Mobile USA und die kleinere MetroPCS könnten zusammengehen.

In den vergangenen Tagen und Wochen war Bewegung in T-Mobile USA gekommen: Seit Mitte September regiert mit John Legere ein neuer Chef. Am Freitag hatte die Telekom dann bekanntgegeben, 7200 Mobilfunk-Türme in den USA zu verkaufen oder zu vermieten, was 2,4 Milliarden Dollar einbringt. Der für die Funktechnik nötige Platz auf den Masten wird anschließend zurückgemietet.

Die T-Aktie gewann am Mittwoch 0,8 Prozent. Die Titel von MetroPCS, die in New York am Vortag nach Bekanntwerden der Fusionsgespräche bereits knapp 18 Prozent zugelegt hatten, gaben am Mittwoch einen Teil dieser Gewinne ab und notierten sechs Prozent im Minus. Durch den Zusammenschluss erhält die Telekom in den USA einen Börsennotierung. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Pläne durchgespielt, die Tochter abzuspalten und an separat an die Börse zu bringen. Wegen der schlechten Wachstumsaussichten in den USA wurden die Pläne verworfen.

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1 Kommentar zu "Telekom-Mobilfunktochter: T-Mobile steht vor Fusion mit MetroPCS"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Warum wurde das IPhone den Kunden nicht angeboten?

    Mag vielleicht allgemein bekannt sein, ich weiss es jedoch nicht.