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Telekom-Personalchefin „Meine Abteilung ist kein Schmusebereich“

Marion Schick ist die neue Personalchefin der Telekom. In einem Interview tritt sie dem Vorurteil entgegen, dass in dem Job vor allem „weibliche Stärken“ zählen: „Die Personalabteilung ist kein Schmusebereich.“
Update: 12.05.2012 - 15:05 Uhr 10 Kommentare
Telekom-Personalchefin Marion Schick will sich stärker für ältere Beschäftigte einsetzen. Quelle: dpa

Telekom-Personalchefin Marion Schick will sich stärker für ältere Beschäftigte einsetzen.

(Foto: dpa)

MünchenDie neue Telekom-Personalchefin Marion Schick ist dem Vorurteil entgegengetreten, „weibliche Stärken“ wie Sozialkompetenz seien in ihrem Verantwortungsbereich besonders gefragt. „Mit Sozialkompetenz allein kommen Sie nicht weit in der Personalabteilung“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“.

„Personal wird ein bisschen als der Schmusebereich angesehen, hier werden die schönen Dinge gemacht, hier wird die Herde gehütet““, sagte Schick. Aber es gehe um harte Weichenstellungen: „Es geht darum zu planen, mit wie vielen Menschen Sie die vorhandene Arbeit klug organisieren. Da muss ein Personalvorstand seine Kennzahlen erreichen - genauso wie ein Finanzvorstand. Die Personalabteilung ist kein Schmusebereich“, sagte die 53-Jährige, die seit Anfang Mai zur Telekom-Führung gehört und eine der ganz wenigen Frauen in den Vorständen großen Unternehmen ist.

Zudem will sie ältere Beschäftigte stärker fördern als bisher. „Die wichtige Frage ist, wie wir langjährige Beschäftigte weiterqualifizieren, so dass sie in den innovativen Bereichen, in denen wir Bedarf haben, arbeiten können“, sagte Schick. Sie fügte hinzu: „Hier sehe ich auch keine Altersgrenze. Ich zucke immer zusammen, wenn es heißt, Ältere ab 55 müsse man nicht weiterbilden, die sollten sich auf die Rente vorbereiten.“

Die jüngsten Tarifabschlüsse in Höhe von 6,5 Prozent nannte Schick „eine Herausforderung fürs Unternehmen“. Lohnzuwächse müssten verdient werden. „Diesen Abschluss müssen wir jetzt intensiv kostenseitig begleiten“, kündigte sie an. „Der Markt nimmt keine Rücksicht auf unseren Abschluss“, sagte die Managerin.

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10 Kommentare zu "Telekom-Personalchefin: „Meine Abteilung ist kein Schmusebereich“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hallo, Herr Stock! Schön, dass Sie es gerne sähen, wenn man sich hier real-namentlich outen würde. Das würde auch die DTAG freuen, weil sie dann noch konkreter und gezielter auf die ungeliebten Beamten eindreschen könnte, die sie bei Gründung der Telekom übernommen hat. Leider stören Beamte die Personalabbaustrategie, genanntes Ziel 50000 in Deutschland (derzeit rund 74000).
    Jeden Beamten sieht man gerne von hinten - egal ob Normal- oder Top-Performer. Und man tut auch wirklich so ziemlich alles dafür, dass die Leute auch mit Sicherheit gehen. Sinnfreie Standortänderungen dienen dabei gerne als Druckmittel, das Personal -je nach Abbaubedarf - kräftig durchzuschütteln, um zu erreichen, dass ein möglichst hoher Pozentsatz das Handtuch wirft, weil ein Umzug oder Zweitwohnsitz in Anbetracht der familiären Situation kaum möglich ist oder die Kosten im Verhältnis zum Einkommen ins Uferlose steigen würden. Immer mal dran denken, dass die meisten Beamten bei der Telekom im mittleren Dienst angesiedelt sind und mitnichten Einkommen oder Pensionsansprüche haben, die sich einige Leute (die anscheinend nur Stadträte, Oberstudienräte u.ä. kennen) vorstellen.
    Wer sein Personal in der Vergangenheit als "personal waste" betitelt hat und tausende Mitarbeiter mit zum Teil hohen Qualifikationen ohne den Willen zur Weiterbeschäftigung aufs Abstellgleis stellt und generell als Low-Performer herabwürdigt, dem steht man auch mit Misstrauen und Skepsis gegenüber, wenn plötzlich eine Frau Schick daher kommt und glaubt, die Situation durchdrungen zu haben, wenn sie sich hauptsächlich mit den Verursachern der Taktik unterhält und nicht mit den Betroffenen.
    Meiner Meinung nach wird hier eine neue Strategie aufgebaut, die die betroffenen Mitarbeiter nur weiter ins beamtenrechtliche Abseits drängen will, wenn sie mit fast 60 oder älter den neuen Strategien nicht mehr folgen können.
    Fazit: Die Erlebnisse der letzten Jahre werden alle Betroffenen anhalten, ihre Namen nicht zu nennen!

  • Jetzt ist das Ende des "Hinaus transportierens" wohl erreicht. Die 55-er ist ausgereizt, finazielle Überlegungen halten viel davon ab, frühzeitig in Pension zu gehen.
    Was hat Schick vor? Will sie die 55+Beamten noch bis zur regulären Pension - und das amtsangemessen - einsetzen?
    Dann wäre ein erheblicher Schulungsbedarf - egal in welche Fachrichtung - von Nöten. Ob diese Ansage ernst gemeint ist und flächendeckend zum Erfolg führen wird, wage ich zu bezweifeln, in Anbetracht der letzten 10 Jahre, in denen man das "überzählige Alt-"Personal wie Dreck behandelt hat.

  • Da muß man ja doch nochmal nachtreten: Erst haben Frau Schicks Vorgänger (Sattelberger, Klinkhammer) die „Alten“ teuer rausgeekelt – die Frühpensionen Vorruhestandsgehälter belasten nun wohl für dauernd den schwindenden T-Gewinn – nachdem jetzt faktisch „wohl kein Geld mehr zum Verklitschen da ist „und nachwächst“ und selbst die Jungen nun scharenweise davon eilen (…siehe T-Umfragewerte…) – erinnert man sich an die für dauernd frustrierten dagebliebenen „Erfahrenen“ (???). Wo bleibt/blieb da die vorausschauende Personalpolitik ? Im Übrigen, genauso kurzsichtig wie vielfach die T-Strategie auch in vielen anderen T-Unternehmensführungsbereichen – „an die Wand fahren“ nennt man dies! Von der T-Personalpolitik ist doch heute nur noch ein „kontraproduktives Experimentierfeld und Politikum“ vielfältiger widersprüchlicher Polit-Interessengruppen und „Egoismen“ mit teurem spektakulärem „Eigenmarketing“ übriggeblieben (siehe Frauenquote versus Art 3 & Art. 33 Abs 2 GG).

  • Mit ihrer Naivität meint Sie es ja vielleicht wirklich ernst - abwarten was noch nach "unten" durchdringt. Frau Schick soll sich mal von der Rechtsabteilung die Beschlüsse & Protokolle der Arbeits- und Verwaltungsgerichte vorlegen lassen - dies ist allerdings NUR die "verbrannte" Spitze vom "Eisberg". Dort steht T inzwischen für Tschernobyl!

  • Das hat doch Nichts mit der Realität in Deutschland zu tun. Ältere Mitarbeiter werden systematisch "motiviert" ihre Arbeitsplätze aufzugeben. Die variable Vergütung der Vorgesetzten hängt von einem erfolgreichen Personalabbau ab und den Alten ab 45 bleibt Dank Harz IV die Altersarmut. Diese Sonntagsreden nerven

  • Die Einsicht kommt ein paar Jahre zu spät! Die Vorruhestandsregelung ist so gut wie ausgelaufen, aber es gibt immer noch Beamte bei der Telekom. Jetzt kann man gar nicht anders, als die Generation 50Plus weiterzubilden, damit sie auch im Laden mitmischen kann.

  • HUI-HUI-HUI - Der Sozialkomplex heizt die Telefonkabel auf. Sie glühen. Verbrennen sich dabei - die Finger. Ein Ausruf in Deutschland hat noch nie etwas gebracht. Das Land ist durchsetzt von Verbänden, Lobbies wie nirgendwo auf der Welt.

  • Das ist die gute, deutsche Praxis. Von wegen Fachkräftmangel.
    Kürzlich erst wieder gesehen bei Ehrless&Lauser

  • HA, HA, HA !!!
    Die vorgezogenen Ruhestände haben allein im letzten Quartal die Hälfte des Gewinns der Telekom gefressen.
    Jetzt sollen die ohnehin schon begrenzten Fortbildungsbudgets auch noch auf Underperformer verteilt werden, die sich über die Jahre schon üppig Gehälter aufgebläht haben und nur noch von 9-15Uhr ihre Zeit absitzen.. Die "Lebensleistung" rechtfertig es ja.

    Bloß keine Leistung mehr abverlangen, sonst kommt direkt der "Burnout", BU, Frührente.. die 40-50h Woche (in der auch tatsächlich gearbeitet und nicht nur rumgesessen wird) solln lieber mal die Jungen machen.

  • HA, HA, HA !!!
    Das wäre des erste mal, dass die Telekom etwas für die älteren Mitarbeiter leistet. Im Normalfall wird mit allen Mitteln versucht diese spätestens ab 50 aufs Abstellgleis und in den vorgezogenen Ruhestand zu schicken. Dabei sind auch harte Maßnahmen recht.

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