Telekom-Pionier Nokia will zurück ins Handy-Geschäft

Nokia war Handy-Marktführer, verlor dann aber den Anschluss an Apples iPhone und Hersteller von Android-Geräten. Der Verkauf der Sparte an Microsoft schien ein Endpunkt zu sein. Doch das könnte sich nächstes Jahr ändern.
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Kehren die Finnen zu ihrem alten Geschäft zurück? Quelle: Reuters
Das Nokia-Logo

Kehren die Finnen zu ihrem alten Geschäft zurück?

(Foto: Reuters)

New York/HelsinkiDer einstige Handy-Weltmarktführer Nokia plant laut einem Medienbericht die Rückkehr ins Geschäft mit Mobiltelefonen. Ein möglicher Termin sei Anfang kommenden Jahres, schrieb das US-Technologieblog „Recode“ unter Berufung auf informierte Personen am Montag. Dann dürfe Nokia gemäß den Verträgen mit Microsoft wieder Handys unter eigenem Namen verkaufen.

Nokia hatte vor rund einem Jahr den Verkauf seiner Mobilfunk-Sparte an Microsoft abgeschlossen. Der Windows-Konzern zahlte 3,8 Milliarden Euro als Kaufpreis plus 1,65 Milliarden Dollar für Patentlizenzen auf zehn Jahre. Inzwischen verkauft Microsoft Smartphones unter dem eigenen Markennamen.

Nokia konzentrierte sich seitdem auf das Geschäft als Netzwerkausrüster - und nimmt in diesem Bereich mit der geplanten Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent die Weltspitze ins Visier. Ins Verbrauchergeschäft kehrten die Finnen bereits vorsichtig mit dem Android-Tablet Nokia N1 zurück.

2015 war das Rekord-Übernahmejahr
Marriott kauft Starwood
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Die Hotelkette Marriott International übernimmt den Konkurrenten Starwood Hotels & Resorts für umgerechnet gut 12 Milliarden Dollar. Gemeinsam wäre das neue Unternehmen mit über 5.500 Hotels mit 1,1 Million Zimmern der neue Branchenprimus. Es ist der größte Deal in der Hotellerie seit dem Kauf von Hilton durch den Finanzinvestor Blackstone 2007. Doch in diesem Jahr gab es noch einige dickere Geschäfte...

Air Liquide übernimmt Airgas
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Mit einer Milliarden-Übernahme will der französische Gase-Hersteller Air Liquide dem deutschen Konkurrenten Linde den globalen Spitzenplatz in der Branche streitig machen. Die Franzosen verständigten sich mit dem Management des US-Unternehmens Airgas auf einen Preis von 143 US-Dollar je Aktie. Der Deal hat inklusive der Schulden von Airgas ein Volumen von 13,4 Milliarden Dollar.

Vonovia will Deutsche Wohnen übernehmen
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Die größte deutsche Transaktion des Jahres fällt vergleichsweise bescheiden aus. Der Wohnungskonzern Vonovia bietet 15,6 Milliarden Dollar für Deutsche Wohnen.

Abbvie kauft Pharmacyclics
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In der US-Pharmabranche grassiert sichtbar die Konsolidierungswelle. Anfang März griff Abbvie bei Pharmacyclics zu, um die eigene Sparte Krebsforschung auszubauen. Im Mai wurde der Deal abgeschlossen: Das Geschäft ist 21 Milliarden Dollar schwer.

Quelle: Dealogic/Thomson Reuters/Handelsblatt Research Institute

Ace kauft Chubb
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Der Versicherer Ace mit Sitz in Zürich zeigte im Juli Interesse für den Wettbewerber Chubb aus den USA. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen zu einem globalen Schwergewicht in der Sachversicherung werden. Nach der Übernahme soll Ace 70 Prozent am fusionierten Konzern halten. Der Preis für den Deal beträgt rund 28 Milliarden Dollar.

Wells Fargo kauft Finanzsparte von General Electric
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Der Siemens-Konkurrent General Electric verkauft sein Spezial-Finanzportfolio an die US-Bank Wells Fargo – Vermögenswerte von rund 28 Milliarden Euro wechseln den Besitzer. Mit einem Kaufpreis von über 30 Milliarden Euro sei der Deal bislang die größte Transaktion für GE. Das Geschäft soll bis zum ersten Quartal 2016 abgeschlossen sein.

Shire bietet für Baxalta
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Shire will führender Spezialist für Medikamente gegen seltene Krankheiten werden. Deshalb will der in Irland ansässige Arzneimittelhersteller für etwa 30 Milliarden Dollar den US-Rivalen Baxalta schlucken. Das Vorhaben soll trotz Widerstands im Baxalta-Management vorangetrieben werden.

Es wurde von Nokia entwickelt und das Design an einen anderen Hersteller lizenziert. Bei den Mobiltelefonen würde Nokia wohl ähnlich verfahren, hieß es bei „Recode“. Der Konzern hatte seine Fertigung an Microsoft abgetreten und wolle keine neue aufbauen.

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  • dpa
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