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Thomas Rabe im Interview Bertelsmann-Chef: „Wir müssen uns anders organisieren“

Thomas Rabe, Vorstandschef des Medienriesen Bertelsmann, spricht über die Zusammenarbeit mit den Tech-Konzernen und Kooperationen in seiner Firma.
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Der Manager ist Vorstandschef des Medienriesen Bertelsmann. Quelle: AFP
Thomas Rabe

Der Manager ist Vorstandschef des Medienriesen Bertelsmann.

(Foto: AFP)

BerlinThomas Rabe, Chef des Medienkonzerns Bertelsmann, hat die Bilanz für 2018 vorgestellt. Dabei wurde auch klar: Die Tech-Konzerne aus den USA greifen immer stärker in das Geschäftsfeld der Deutschen ein.

Herr Rabe, Apple hat am Montag den Einstieg ins Unterhaltungsgeschäft verkündet. Macht Ihnen das Angst?
Nein, überhaupt nicht. Wir haben einen eigenen strategischen Ansatz, wir konzentrieren uns im Gegensatz zu den US-Tech-Konzernen auf lokale Inhalte. Die Ankündigung von Apple ändert nichts an unserer Strategie.

Zwei Milliarden des Umsatzes macht Bertelsmann mit den US-Tech-Firmen. Wie viel wird es 2019 sein?
Der Bereich wächst jährlich zwischen zehn und 15 Prozent. Ein Teil dieses Umsatzes ist der Buchverkauf über Amazon beispielsweise – das hat eine geringere Dynamik als die Geschäfte, die wir etwa mit Google machen.

Welche neuen Formen der Zusammenarbeit gibt es für Bertelsmann mit den amerikanischen Tech-Riesen?
Wir gehen stärker in Richtung Cloud, Data und Künstlicher Intelligenz. Da kann ich mir eine Vertiefung der Partnerschaften vorstellen. Darüber hinaus können wir in der Lizenzierung des Contentbereichs mehr machen, etwa bei den Hörbüchern. Und auch im Dienstleistungsbereich von Arvato gibt es noch mehr Möglichkeiten.

Welche Bereiche müssen Sie dafür bei Bertelsmann noch umbauen?
Wir müssen nicht umbauen – wir müssen uns nur anders organisieren. Wenn wir zum Beispiel mit den Plattformen verhandeln, macht es keinen Sinn, wenn jede Sparte einzeln mit denen spricht. Dafür braucht es einen strategischen Dialog – den ich persönlich mitführe. Wir müssen bei Bertelsmann stärker koordiniert zusammenarbeiten.

Die neue Content Alliance ist ein solcher Schritt zu mehr Kooperation. Warum eigentlich erst jetzt?
Sie brauchen für bestimmte Dinge immer einen Anlass. Die Wettbewerbssituation hat sich radikal verändert – und wir müssen stärker skalieren. Und: Es hängt zudem stark davon ab, welche Managertypen Sie haben. Heute haben wir Manager, die Freude an der Kooperation haben. Wir haben viele Plattformen geschaffen, bei denen sich unsere Führungskräfte kennen lernen. Ich habe im Grunde gar nichts zu sagen.

Herr Rabe, vielen Dank für das Interview.

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