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Thomson-Nachfolge Chefsuche bei Yahoo neigt sich dem Ende zu

In den vergangenen Jahren verheizte Yahoo vier Chefs. Der US-Konzern gilt als faktisch ruderlos. Nach langem Ringen zeichnet sich nun jedoch ein Spitzenreiter für den Chefposten ab.
07.07.2012 - 01:11 Uhr Kommentieren
Hochpreisige Werbung und Web-Videos sollen Yahoo in den nächsten Monaten wieder attraktiver machen. Quelle: dapd

Hochpreisige Werbung und Web-Videos sollen Yahoo in den nächsten Monaten wieder attraktiver machen.

(Foto: dapd)

New York Die Chefsuche beim angeschlagenen Internetkonzern Yahoo neigt sich offenbar dem Ende zu. Der als Kandidat gehandelte Vorstandsvorsitzende des Videoportals Hulu, Jason Kilar, stieg am Freitag nach Angaben des Unternehmens aus dem Rennen um den Top-Posten aus. Damit stehe nur noch der aktuelle Übergangs-CEO Ross Levinsohn für die Position als dauerhafter Konzernlenker zur Verfügung, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Levinsohn hat bereits seit Mitte Mai Erfahrungen auf dem Chefsessel gesammelt. In den vergangenen vier Jahren hat Yahoo vier Chefs verheizt - darunter so namhafte Manager wie Carol Bartz, Co-Gründer Jerry Yang und den jüngst gechassten Scott Thompson, der über einen angeblich geschönten Lebenslauf stolperte.

Die fehlende Kontinuität in der Führung ist einer der Gründe, warum Yahoo der schier übermächtigen Konkurrenz von Google, Apple und Facebook kaum etwas entgegensetzen kann. Der US-Konzern gilt als faktisch ruderlos, seit er 2008 das milliardenschwere Übernahmeangebot von Microsoft ausschlug.

In seiner kurzen Zeit als Übergangschef hat Levinsohn bereits eigene Akzente gesetzt. Unter anderem engagierte er den früheren Google-Direktor Michael Barrett, der den dümpelnden Umsatz des Konzerns wieder in die Höhe treiben soll. Vertrauten zufolge setzt Levinsohn vor allem auf hochpreisige Werbung und will Yahoo mit Hilfe von Web-Videos attraktiver machen.

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