Time Warner AT&T hofft auf grünes Licht für Übernahme

AT&T hofft weiter darauf, dass die neue US-Regierung grünes Licht für die milliardenschwere Übernahme von Time Warner gibt. Für das abgelaufene Quartal weist der Mobilfunkkonzern rückläufige Kennzahlen aus.
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Die Übernahme von Time-Warner durch den US-Mobilfunkriesen ist ein Megadeal, der die gesamte US-Medienbranche verändern kann. Quelle: Reuters
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Die Übernahme von Time-Warner durch den US-Mobilfunkriesen ist ein Megadeal, der die gesamte US-Medienbranche verändern kann.

(Foto: Reuters)

New YorkDer zweitgrößte US-Mobilfunkkonzern AT&T hofft trotz des Regierungswechsels in Washington auf grünes Licht für die Übernahme des Medienriesen Time Warner. „Wir freuen uns darauf, Time Warner bei uns aufzunehmen“, sagte AT&T-Chef Randall Stephenson am Mittwochabend in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Das Unternehmen geht davon aus, den gut 85 Milliarden Dollar schweren Zukauf noch in diesem Jahr in trockene Tücher zu bringen.

Der neue US-Präsident Donald Trump hatte - noch im Wahlkampf - im Oktober gesagt, er sei gegen die Fusion. Später relativierte er allerdings diese Äußerung mit der Bemerkung, er habe die genauen Fakten noch nicht gesehen.

Das sind die dicksten Deals 2016
Platz 12: Microsoft kauft LinkedIn
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Das soziale Netzwerk LinkedIn richtet sich hauptsächlich an professionelle Kunden, die Geschäftsbeziehungen pflegen oder knüpfen möchten. Im Juni erklärte Microsoft, das Unternehmen für 25 Milliarden Euro kaufen zu wollen.

Quelle: Dealogic

Platz 11: Abbott Laboratories kauft St Jude Medical
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Das große Fusionsfieber in der Pharmabranche scheint etwas abgeflaut. Die Übernahme von St. Jude Medical durch Abbott Laboratories für 27,1 Milliarden Dollar zählt dennoch zu den größten Deals 2016. St. Jude stellt medizinische Geräte für Krankheiten des Herzens und des Nervensystems wie Herzschrittmacher oder implantierte Defibrillatoren her. Benannt ist das Unternehmen nach dem Apostel Judas Thaddäus, dem Schutzpatron der hoffnungslosen Fälle.

Platz 10: Softbank kauft ARM Holdings
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Im Juli wurde die Übernahme angekündigt, im September war sie perfekt: Für 28,7 Milliarden Euro übernahm der japanische Mobilfunkriese Softbank den britischen IT-Konzern ARM Limited. ARM soll als eigenständiges Unternehmen allerdings bestehen bleiben, auch das Personal soll aufgestockt werden.

Platz 9: General Electric kauft Baker Hughes
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Am Ende war der Widerstand zu stark: Im Mai 2016 scheiterte die 28 Milliarden Euro schwere Fusion der Öldienstleister Halliburton und Baker Hughes am Widerstand US-amerikanischer und europäischer Kartellbehörden. Im Oktober kündigte dann der US-Industrieriese General Electric an, Baker Hughes für 29,3 Milliarden Euro zu übernehmen und sein Öl- und Gasgeschäft mit dem Ölfeldausrüster zusammenzulegen. Eine Entscheidung gegen den Trend: Die Energiebranche steckt angesichts niedriger Ölpreise bereits seit 2015 in einer Dauerkrise.

Platz 8: Centurylink kauft Level 3 Communications
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Im Oktober 2016 gab der US-Telekomkonzern Centurylink bekannt, den Telekomdienstleister Level 3 Communications für 30,6 Milliarden Euro zu übernehmen. Level 3 betreibt ein Glasfasernetz von 120.000 Kilometern Länge, mehrere Backbones und vier transatlantische Verbindungen von Europa nach Nordamerika. Im Rahmen der NSA-Affäre geriet das Unternehmen in Verdacht, Daten deutscher Nutzer an US-Geheimdienste weitergegeben zu haben, dementierte die Vorwürfe jedoch.

Platz 7: Enbridge kauft Spectra Energy
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Der kanadische Konzern Enbridge ist der größte Pipelinebetreiber der Welt. Im September kündete das Unternehmen an, den US-Rivalen Spectra Energy übernehmen zu wollen. Die Finanzplattform Dealogic misst dem Deal einen Wert von 38,5 Milliarden Euro zu.

Platz 6: Chemchina kauft Syngenta
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Chinesische Staatskonzerne gerieten 2016 in einen regelrechten Kaufrausch, auch in Deutschland gingen die Asiaten auf Shoppingtour. Mit dem ersten Megadeal des Jahres fuhr Chemchina allerdings gleich mal einem deutschen Industriegiganten in die Parade: Anfang Februar kündigte die China National Chemical Corporation die Übernahme des Agrochemiekonzerns Syngenta an – und schnappte die Schweizer damit BASF unter der Nase weg. Dealogic bewertet den Deal mit 43 Milliarden Euro.

Mit der Übernahme will sich AT&T unabhängiger vom Mobilfunkgeschäft machen, wo kleinere Konkurrenten wie die Deutsche Telekom Tochter T-Mobile US und Sprint mächtig Druck ausüben. Für das abgelaufene Quartal wies AT&T rückläufige Kennzahlen aus. Der Gewinn sank auf 2,44 Milliarden Dollar, der Umsatz auf 41,84 Milliarden. Beide lagen aber im Rahmen der Markterwartungen.

  • rtr
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