Time Warner Batman lässt die Kassen klingeln

Die Videospiele „Batman: Arkham Knight“ und „Mortal Kombat X“ sorgen bei Time Warner für mehr Umsatz und Gewinn. Auch bei der Kabeltochter Turner läuft es gut – dank eines neuen Streaming-Angebots.
Update: 05.08.2015 - 16:20 Uhr Kommentieren
„Arkham Knight“ von Time Warner ist erfolgreich. Quelle: ap
Batman-Videospiel

„Arkham Knight“ von Time Warner ist erfolgreich.

(Foto: ap)

BangaloreBeim US-Medienriesen Time Warner läuft es dank Erfolgen mit Filmen, Serien und Videospielen rund. Im zweiten Quartal stieg der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um 14 Prozent auf 971 Millionen Dollar (894 Mio Euro), wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz wuchs um acht Prozent auf 7,35 Milliarden Dollar. Der Konzern bestätigte seine Jahresziele.

Besonders erfolgreich sei zuletzt die Sparte für Videospiele mit Neuerscheinungen wie „Batman: Arkham Knight“ und „Mortal Kombat X“ gewesen, hieß es in der Mitteilung. Zudem laufe der als Netflix-Rivale gestartete Internetdienst HBO Now gut an. „Wir hatten ein sehr starkes Quartal“, ließ Time-Warner-Chef Jeff Bewkes verlauten.

Während sich das Film- und Fernsehgeschäft insgesamt gut entwickelte, schaffte der erfolgsverwöhnte Bezahlsender HBO („Game of Thrones“) nur ein leichtes Umsatzplus von einem Prozent und erlitt einen Rückgang um acht Prozent beim operativen Ergebnis. Mit Gewinn und Erlösen übertraf Time Warner die Markterwartungen. Dennoch startete die Aktie in New York etwa drei Prozent schwächer in den Handel.

Das sind die Giganten der Medienwelt
Gute Unterhaltung aus den USA?
1 von 11

Fernsehsender, Zeitungen, Kinostudios – und zunehmend Online-Dienste: Medien sind ein Milliardengeschäft – im Foto eine Szene aus „The Late Show“ mit David Letterman (rechts) und US-Präsident Barack Obama (links) zu Gast. Auf Basis der Erlöse des Jahres 2014 hat das Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik unter Leitung des Medienwissenschaftlers Lutz Hachmeister ein Ranking der 100 größten Medienunternehmen der Welt erstellt. Wir zeigen die Top 10.

Platz 10: Apple
2 von 11

Erstmals ist Apple in den Top Ten der weltgrößten Medienunternehmen. Möglich macht das eine Änderung der Systematik der Rangliste: Grundlage für die Einordnung in das Ranking waren ausschließlich die Erlöse der Abteilung iTunes, Software & Services, die bei 13,6 Milliarden Euro lagen. Bisher wurde Apple in der Liste nicht berücksichtigt.

Platz 9: Bertelsmann
3 von 11

Einziges europäisches Medienunterhemen in den Top Ten ist Bertelsmann mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro. Wichtigste Erlösquelle ist die TV-Holding RTL Group. Aber den Konzern zieht es zunehmend in medienfremde Gefilde. So soll das Geschäft mit der Bildung zu einer neuen Unternehmenssäule ausgebaut werden.

Platz 8: Sony
4 von 11

Mit einem Medienumsatz von 17,8 Milliarden Euro ist Sony abermals das größte nichtamerikanische Medienunternehmen der Welt. Im Gesamtkonzern des japanischen Unterhaltungselektronikriesen, zu dem das Hollywood-Studio Sony Pictures Entertainment, der Musik-Major Sony Music Entertainment sowie eine erfolgreiche Games-Sparte gehört, gewinnen Medienerlöse zunehmend an Gewicht.

Platz 7: Time Warner
5 von 11

Time Warner, das einst größte Medienunternehmen der Welt, ist das Resultat mehrerer Fusionen. Zu ihm gehören das Hollywoodstudio Warner Bros. (Tom Hardy in Mad Max: Fury Road), das Verlagshaus Time Inc., die Filmproduktion New Line Cinema, der Pay-FV-Sender HBO und die TV-Holding Turner Broadcasting Systems. Das Medienhaus erlöste zuletzt 20,6 Milliarden Euro.

Platz 6: Viacom
6 von 11

Viacom CBS, das auf einen Umsatz von 20,8 Milliarden Euro kommt, besteht aus zwei börsennotierten Gesellschaften, die beide von der Holding National Amusements Inc. des Firmenpatriarchen Sumner Redstone kontrolliert werden. Zu Viacom gehören die TV-Sender MTV und Nickelodeon sowie das Hollywoodstudio Paramount, zu CBS das Free-TV-Geschäft um das gleichnamige landesweite TV-Network, die TV-Produktion sowie Verlage und Außenwerbung.

Platz 5: DirecTV
7 von 11

Mit einem Umsatz von 24,3 Milliarden Euro ist DirectTV der führende amerikanische Anbieter für Satelliten-Pay-TV. Das Telekommunikationsunternehmen AT&T will DirectTV für 48 Milliarden Dollar übernehmen. Dem Deal, gegen den die Video-Onlineplattform Netflix klagt, muss noch die amerikanische Kontrollbehörde FCC zustimmen.

Zu Time Warner gehören über die Tochter Turner Broadcasting System TV-Sender wie das Nachrichten-Flaggschiff CNN oder der Unterhaltungskanal TNT („The Big Bang Theory“). Das andere wichtige Standbein des Konzerns ist das berühmte Hollywood-Studio Warner Bros, das seinen Umsatz zuletzt kräftig unterstützt durch Lizenzgebühren um 15 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar steigern konnte.

Time-Warner-Konkurrent Disney hatte am Vortag ebenfalls einen deutlichen Gewinnanstieg bekanntgegeben. Der Überschuss kletterte im vergangenen Geschäftsquartal im Jahresvergleich um elf Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro). Der Umsatz wuchs um fünf Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar. Vor allem der Kinohit „Avengers“ und Fanartikelverkäufe füllten Disney die Kasse.

  • dpa
Startseite

0 Kommentare zu "Time Warner: Batman lässt die Kassen klingeln"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%