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Toshiba Minus nach Bilanzskandal fällt noch größer aus

Der Bilanzskandal hat weitaus schlimmere Folgen: Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Toshiba ein noch größeres Milliarden-Minus. Dabei ist das Ergebnis des Elektronikkonzerns schon nach drei Quartalen verheerend.
04.02.2016 - 08:53 Uhr
Der Elektronikriese baut nach dem Bilanzskandal um und schreibt Milliarden-Verluste. Quelle: AFP
Smarte Brille von Toshiba

Der Elektronikriese baut nach dem Bilanzskandal um und schreibt Milliarden-Verluste.

(Foto: AFP)

Tokio Der von einem Bilanzskandal erschütterte japanische Elektronikriese Toshiba erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen noch höheren Rekordverlust als zunächst gedacht. Wie der Konzern am Donnerstag bekanntgab, dürfte sich der Fehlbetrag in Folge einer radikalen Sanierung zum Bilanzstichtag 31. März auf 710 Milliarden Yen (5,4 Milliarden Euro) belaufen. Zuvor hatte Toshiba noch ein Minus von 550 Milliarden Yen in Aussicht gestellt.

In den ersten neun Monaten verbuchte Toshiba einen Fehlbetrag von 479,4 Milliarden Yen. Im gleichen Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 107,2 Milliarden Yen angefallen. Der Umsatz schrumpfte um 6,4 Prozent auf 4,42 Billionen Yen.

Vor diesem Hintergrund werden rund 10.000 Arbeitsplätze bei Toshiba gestrichen, die Produktion von Fernsehern im Ausland eingestellt und Fabriken geschlossen. Auch die ebenfalls verlustbringende PC-Sparte sowie das Geschäft mit Haushaltsgeräten werden konsolidiert. Damit zieht sich der Traditionskonzern angesichts scharfer Konkurrenz schrittweise aus dem Geschäft mit Verbraucherelektronik zurück.

Der Umbau bei Toshiba folgt auf einen schweren Bilanzskandal. Eine Untersuchungskommission war im vergangenen Jahr zu dem Schluss gefunden, dass der Technologiekonzern den Nettogewinn über sieben Jahre um mehr als 155 Milliarden Yen aufgebläht hatte. Der Gewinn vor Steuern war um 224,8 Milliarden Yen zu hoch ausgewiesen worden.

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