Trends der CES in Las Vegas Einblicke ins Zukunftslabor

Einst war die CES eine Elektronikmesse für den Handel – heute ist sie ein Impulsgeber für Zukunftstrends aus allen Branchen. Doch in den Technikoptimismus werden sich in diesem Jahr politische Töne mischen.
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Ein Blick in die Zukunft: CES bietet Vorgeschmack auf Technik von Morgen

Las VegasEs ist eine Messe der Superlative: Die 51. CES, die am Sonntagabend in Las Vegas eröffnet, ist mit 250.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die größte ihrer Geschichte. Und aus der ehemaligen „Consumer Electronics Show“, der Leistungsschau für Fernseher, Kofferradios und Stereoanlagen, ist eine veritable Zukunftsmesse geworden. Die Unterhaltungselektronik ist mit der Cloud verbunden, künstliche Intelligenz steuert per Sprachbefehl Geräte im Haus und im Auto, und digitale Assistenten drängen sich unverfroren in jeden Lebensbereich. Die wichtigsten Trends im Überblick.

Wenn Alexa im Kopfhörer lauscht

Dies Stars und größten Kampfhähne (oder Hühner) auf der Messe heißen Alexa von Amazon und Assistent von Google, Cortana von Microsoft und Bixby von Samsung. Die digitalen Sprachassistenten haben bereits vergangenes Jahr für Aufsehen gesorgt, aber in diesem Jahr wird es praktisch unmöglich sein, ihnen zu entkommen.

Mit massiven Preissenkungen haben Amazon und Google im Weihnachtsgeschäft Millionen ihrer Assistenz-Lautsprecher in den Markt gedrückt. Apple hat die Markteinführung seines Hochpreislautsprechers dagegen nicht mehr geschafft und auch Microsoft kocht mit Cortana noch auf Sparflamme. Samsung hingegen beginnt mit Bixby auf seiner Smartphone-Plattform und hat als einer der weltgrößten Elektronikhersteller alle Chancen, das Feld von hinten aufzurollen.

Alle Unternehmen versuchen mit mehr oder weniger Erfolg ihre Technologien an Partner zu lizensieren, um die Durchschlagskraft zu vergrößern. Den größten Erfolg hat damit bislang Amazon, gefolgt mit großem Abstand von Google. Das Start Up Cleer aus San Diego wird beispielsweise drahtlose Kopfhörer mit hoher Qualität und eingebautem Alexa-Assistenten für 149 Dollar vorstellen. Auf der CES werden viele weitere Beispiele zu sehen sein.

Wenn das Auto zum Wohnzimmer wird

Das Auto bekommt ebenfalls einen immer höheren Stellenwert als Digitalspielzeug für Erwachsene. Es wird spätestens mit der Einführung des autonomen Fahrens zum dritten Lebensbereich nach Wohnzimmer und Büro. Damit wird aus aus der bisherigen Automobilindustrie eine „Passagierindustrie“, die laut dem Chiphersteller Intel bis zu sieben Billionen Dollar groß werden kann.

Im rollenden Wohnzimmer kommt es auf die Dienste an, nicht mehr PS oder Kilowatt. Die CES spiegelt diese Zukunft längst wider. Über 400 Aussteller aus dem automobilen Bereich sind dabei, von Daimler und Delphi bis zum asiatischen Zulieferer für Elektronikmodule – sie würden die frühere Messe für Transistorradios und Schallplattenspieler heute zur fünftgrößten Automesse der USA machen. Sie testen aus, wie und wo die drei Lebensbereiche zusammenfinden werden.

Etwa das spanische Unternehmen Discoperi. Sein „System Eye“ scannt automatisch die Umgebung des Wagens und weist – laut Unternehmen in Echtzeit – auf kreuzende Fußgänger und Fahrradfahrer, oder auf Schlaglöcher und Baustellenschilder. Dann wird der Fahrer akustisch alarmiert und zu entsprechendem Verhalten aufgefordert. Das System, das nachträglich in Fahrzeuge eingebaut werden, steuert künstliche Intelligenz.

Wenn die Uhr zum Assistenzarzt wird
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