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Trennung von Motorola Google verkauft sein Handy-Geschäft

Seite 3 von 3:
1,1 Milliarden Dollar Verlust

Der finanzielle Aderlass hält sich durch den Verkauf nun etwas in Grenzen. Motorola hatte 2012 rund 1,1 Milliarden Dollar Verlust geschrieben und alleine knapp 650 Millionen in den ersten neun Monaten 2013. Zunächst gelang es dann die Sparte für Set-Top-Boxen für knapp 2,4 Milliarden Dollar zu verkaufen, jetzt den Rest. Was bleibt, sind die Patente und Know-How.

Für Lenovo eröffnet der Notausstieg Googles eine riesige Chance. Der Kauf der PC-Sparte von IBM mit der Marke „Thinkpad“ hatte seinerzeit den Weg in den US-amerikanischen Markt geebnet und nun könnte mit Motorola das gleiche gelingen. Lenovo ist bereits ein gefährlicher Spieler im Smartphone-Markt, der im vergangenen Jahr eine Milliarde Geräte groß war. Nach Zahlen des Branchenbeobachters IDC lag Lenovo mit 45,5 Millionen verkauften Einheiten 2013 weltweit bereits auf dem fünften  Platz hinter Samsung, Apple, LG und Huawai und erzielte mit einem Plus von 91,7 Prozent auch das größte Wachstum. „Mit der Marke Motorola, so wie zuvor mit Thinkpad, Zugang zu einem großen Markt zu bekommen und schnell Masse auszubauen macht viel Sinn“, sagt Forrester-Analyst Frank Gillett.

Am Ende könnte Google sogar noch als Gewinner hervorgehen, wenn durch den Deal die Verbreitung des Betriebssystems Android weiter steigt. Mit Lenovo dürfte bald der drittgrößte Hersteller der Welt von Smartphones ganz auf Android setzen. Dann wäre Apple zwischen Samsung und Lenovo eingekeilt. Dazu kommt ein weitreichendes Patentabkommen zwischen Google und Samsung hinsichtlich Android-Patenten. Die Stimmung scheint sich zu verbessern zwischen Silicon Valley und Korea. Um Samsungs eigenes Betriebssystem Tizen, mit dem Samsung drohte, sich von Android zu lösen,  ist es jedenfalls ganz still geworden. Eigene Smartphone und Tablets vertreibt Google ohnehin auch noch. Die Nexus-Geräte werden allerdings bei asiatischen Auftragsfertigern hergestellt.

Das ist auch der Teil, der den amerikanischen Behörden und Präsident Barack Obama nicht schmecken dürfte. Die zaghafte Rückkehr von Arbeitsplätzen in die USA ist gefährdet, falls Lenovo die Moto-X-Fertigung in den USA einstellen sollte. Dann wäre Microsoft der einzige US-amerikanische Hersteller von Smartphones, so bald die Übernahme von Nokia vollzogen ist. Aber gefertigt wird auch hier woanders.

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9 Kommentare zu "Trennung von Motorola: Google verkauft sein Handy-Geschäft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der Kauf von Nest für 3 Mrd. um "Hardware Design Know-how" zu erlangen ist meines Erachtens auch nicht zielführend. Da setzt das Management Milliarden wie Spielgeld ein.

  • Lenovo [lɛˈnɔvo] („Le“ von englisch legend ‚Legende‘, „novo“ von lateinisch novo ‚neu‘; früher Legend Group) ist der größte Personal-Computer-Hersteller der Volksrepublik China und liegt nach Zahl der weltweit verkauften PCs 2013 an der Spitze mit einem Marktanteil von knapp 17 % vor HP

  • Genau. Aber journalistisch war es mit demHhandelsblatt noch nie so doll

  • Genau, aber journalistisch war das Handelsblatt noch nie so gut.

  • Wenn man sich anschaut, dass Google zwischen 2,5 und 8 Milliarden Dollar (je nach tatsächlicher Werthaltigkeit der Patente) verbrannt hat, scheint die Behauptung, dass google aus dem ganzen Geschäft als "Gewinner" herausgeht doch etwas an der Haaren herbeigezogen.

  • c01 - bitte löschen

  • Lenovo ist ein chinesisches Unternehmen mit Headquarter in Beijing, nicht taiwanesisch...

  • Wahnsinn! Ein Teil der Produktion, nicht einmal Appple selbst...hat schon Werke errichtet...endlich mal!

  • Ist Apple kein Smartphone Hersteller? Foxcon hat zumindest schon Werke in den USA errichtet für Apple Devices....

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