Trotz Behörden-Kritik Softbank will Mobilfunkriesen fusionieren

Die Kartellbehörden melden Bedenken an, die Konkurrenz fürchtet einen Preiskrieg – doch der Chef des japanischen Mobilfunkkonzerns Softbank treibt die Fusionspläne seiner Tochter Sprint mit T-Mobile US voran.
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„Wir sind an dem Geschäft interessiert, aber es gibt Schritte und Details, die wir noch ausarbeiten müssen“ – Softbank plant eine Übernahme auf dem US-amerikanischen Markt. Quelle: Reuters

„Wir sind an dem Geschäft interessiert, aber es gibt Schritte und Details, die wir noch ausarbeiten müssen“ – Softbank plant eine Übernahme auf dem US-amerikanischen Markt.

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Tokio/New YorkDer japanische Softbank-Konzern will die Pläne für eine Fusion seiner US-Gesellschaft Sprint mit der US-Tochter der Deutschen Telekom trotz der Vorbehalte der Kartellbehörden vorantreiben. „Wir sind an dem Geschäft interessiert, aber es gibt Schritte und Details, die wir noch ausarbeiten müssen“, sagte Softbank-Chef Masayoshi Son dem US-Sender PBS. Zugleich heizte die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom Spekulationen über eine mögliche Fusion mit dem US-Konkurrenten an: Es sei nur eine Frage der Zeit, wann sich T-Mobile US in welcher Form auch immer an einer Konsolidierung der Branche in den USA beteilige, sagte deren Finanzchef Tim Baxter am Montag auf einer Branchenkonferenz.

Falls der Deal genehmigt würde, würde er einen Preiskrieg anzetteln, sagte Son in der Sendung, von der vorab Auszüge auf YouTube zu sehen waren. Ziel sei, die Macht der führenden Anbieter AT&T und Verizon zu brechen. Noch vor kurzem hatte sich Son nicht zu möglichen Übernahmeplänen von T-Mobile US äußern wollen. Softbank sei nun dabei, die verschiedenen Seiten von den Vorteilen einer Fusion zu überzeugen, sagte ein führender Manager zu Reuters. Der japanische Telekomkonzern hatte den US-Mobilfunker erst vor kurzem übernommen.

T-Mobile US ist der viertgrößte Mobilfunker in den USA und damit zu klein, um große Gewinne einzufahren. Wunschziel der Telekom-Spitze ist deshalb weiterhin ein Ausstieg aus dem US-Geschäft. Telekom-Chef Tim Höttges hatte in der vergangenen Woche in Bonn gesagt, er stehe einer Konsolidierung auf dem US-Mobilfunkmarkt offen gegenüber. Der Wettbewerb ist schwierig, da Verizon und AT&T den Markt dominieren. Zudem steht bald eine große Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen an, die viel Geld kosten kann. Bevorzugt wird eine Fusion mit dem Markt-Dritten Sprint, doch haben US-Kartellbehörden schon Bedenken geäußert.

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