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Trügerische Facebook-Zahlen Anleger, hört die Signale!

Trotz guter Quartalszahlen strafen die Aktionäre das soziale Netzwerk an der Börse ab. Sie beunruhigt die Kombination aus schwach zulegenden Nutzerzahlen und üppigen Kostensteigerungen. Facebook muss sich vorsehen.
30.07.2015 - 06:30 Uhr Kommentieren

„Facebook hat das Öl des 21. Jahrhunderts“

San Francisco Social Media- und Social Networking-Unternehmen hatten einen phantastischen Lauf zwischen Mitte 2013 und Ende 2014. Aktien wie Facebook, Twitter oder Yelp gehörten zu den Vorzeige-Werten der Branche und verwöhnten ihre Investoren mit gigantischen Gewinnen. Nach dem Börsengang 2012 fielen die Facebook-Anteile bis auf 15 Dollar, um dann bis 97 Dollar anzuziehen. Yelp-Titel vervierfachten sich seit April 2013 und die Twitter-Aktie sank im Mai 2014 mit knapp 30 Dollar deutlich unter den Ausgabekurs, um dann bis 70 Dollar anzuziehen. Doch jetzt gilt es, die Warnsignale nicht zu übersehen.

Yelp und Twitter hatten am Dienstag bereits Zahlen vorgelegt, die weit unter den Erwartungen lagen. Twitter hatte praktisch vor der Wachstums-Herausforderung kapituliert. Yelp findet nicht mehr genug Anzeigenverkäufer. Die Strafe folgte am Mittwoch: Die Twitter-Aktie sackte 14,5 Prozent ab, Yelp-Titel verloren sogar 25 Prozent. Die Twitter-Aktie ist damit wieder auf dem Niveau von Mitte 2014, Yelp hat längst alle Gewinne seit 2013 wieder abgeben müssen. Facebook verlor im nachbörslichen Handel zunächst gut sieben Prozent und erholte sich dann bis Minus drei Prozent auf 93,76 Dollar. Ist Facebook nun das nächste Twitter?

Nein, nicht ansatzweise: Es war das vorsichtige Umfeld, das am Mittwoch gegen Facebook-Vorstandschef Mark Zuckerberg lief. Bei Twitter waren die Erwartungen niedrig und wurden noch enttäuscht, aber bei Facebook waren sie hoch und wurden nur gerade mal erfüllt.

Zuckerberg und seine rechte Hand Sheryl Sandberg hatten im April ein rosarotes Bild gemalt von Facebook als der neuen Videoplattform im Kampf gegen Youtube. Der Fotodienst Instagram hat Twitter bei den Nutzerzahlen überholt, und der Chat-Dienst Facebook-Messenger mit 700 Millionen Nutzern ist dabei, Microsofts Skype in der Versenkung verschwinden zu lassen.

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    Forrester-Analyst Nate Elliot beschreibt es so: „Facebook hat wieder einmal bewiesen, dass es Nutzer anziehen und halten kann. Besonders beeindruckend ist, dass die Zahl der täglichen aktiven Nutzern weiter steigt.“ Seit Jahren wird orakelt, Jugendliche verlassen Facebook, Ältere verlassen Facebook auch. Doch das scheint ungefähr so wie bei McDonald’s: Wen auch immer man fragt, angeblich geht niemand hin. Und trotzdem werden jeden Tag Millionen Burger und Fritten verkauft.

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