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Trump-nahes Blatt US-Boulevardzeitung „National Enquirer“ findet neuen Besitzer

Das Trump-nahe Skandalblatt geht an den US-Zeitungsmogul James Cohen über. Amazon-Chef Jeff Bezos hatte dem „National Enquirer“ jüngst Erpressung mit Nacktfotos vorgeworfen.
Update: 18.04.2019 - 22:56 Uhr Kommentieren
Der „National Enquirer“, der eigentlich Skandale aufdecken will, stand zuletzt selbst im Zentrum solcher - und hatte hohe Schulden. Quelle: AFP
USA

Der „National Enquirer“, der eigentlich Skandale aufdecken will, stand zuletzt selbst im Zentrum solcher - und hatte hohe Schulden.

(Foto: AFP)

New YorkDer hoch verschuldete US-Verlag American Media (AMI) verkauft die US-Präsident Donald Trump nahestehende Klatschzeitung „National Enquirer“ sowie die Schwesterblätter „Globe“ und „National Examiner“. AMI teilte am Donnerstag mit, dass der US-Zeitungsmogul James Cohen, der Geschäftsführer des Unternehmens Hudson News, die Titel übernehmen werde.

Zum Kaufpreis wurden keine konkreten Angaben gemacht. Laut US-Medienberichten sollen die Boulevardtitel für 100 Millionen Dollar den Besitzer wechseln.

Der „Enquirer“, der eigentlich Skandale aufdecken will, stand zuletzt selbst im Zentrum solcher: Im Februar warf Amazon-Chef Jeff Bezos dem Blatt Erpressung mit Nacktfotos und anderen intimen Details vor. AMI spielte zudem eine Schlüsselrolle in einer Schweigegeldaffäre Trumps, der als langjähriger Vertrauter von AMI-Chef David Pecker gilt.

Die aktuelle Auseinandersetzung mit dem Amazon-Chef Bezos und die damit möglicherweise verbundenen rechtlichen Risiken kamen für das Zeitungshaus zur Unzeit. AMI hat hohe Schulden, zudem leiden „Enquirer“ und „Globe“ seit Jahren unter einer stark sinkenden Auflage. Zum Verlag gehören aber noch etliche weitere Klatschtitel wie „Ok!“, „In Touch“, „Life & Style“ oder „Closer“.

Im Wahlkampf 2016 zahlte AMI dem Ex-Playmate Karen McDougal, die behauptet, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben, 150 000 Dollar. Der „Enquirer“ veröffentlichte die Geschichte aber nie, sondern sicherte sich die Rechte, um sie totzuschweigen. Die Methode ist in den USA als „catch and kill“ bekannt (zu Deutsch etwa: „fange und vernichte“). AMI räumte die Vorwürfe im Dezember ein.

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  • dpa
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