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Uber Großaktionär verklagt Ex-Chef Kalanick

Führungslos in die Agonie: Angesichts fallender Bewertungen am Kapitalmarkt verklagt ein namhafter Investor den Fahrdienstvermittler Uber und seinen früheren Vorstandschef Travis Kalanick.
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Großinvestor Benchmark Capital will Travis Kalanick endgültig aus dem Aufsichtsgremium des Unternehmens drängen. Quelle: Reuters
Uber

Großinvestor Benchmark Capital will Travis Kalanick endgültig aus dem Aufsichtsgremium des Unternehmens drängen.

(Foto: Reuters)

San FranciscoUber und sein Ex-Vorstandschef Travis Kalanick kreuzen die Klingen mit einem ihrer größten Aktionäre. Benchmark Capital will den in Ungnade gefallenen Kalanick endgültig aus dem Aufsichtsgremium des Unternehmens drängen. Denn dort sei er nur noch durch List und Tücke vertreten. Die Vorwürfe umfassen Betrug, Verletzung der Sorgfaltspflicht und Vertragsbruch. Die Tech-Seite Axios.com hatte zuerst über die Klage berichtet.

Der Kernpunkt der Klage vor einem Gericht im US-Staat Delaware ist die Erweiterung des Aufsichtsrats von Uber um drei auf elf Personen durch Kalanick im Juni 2016. Die neuen Posten sollten von Aktionärsvertretern besetzt werden, die Kalanick bestimmen sollte. Doch als er nach seinem Rauswurf Mitte 2017 als CEO die Board-Position des Chefs räumen musste, buchte er sich gleich wieder auf einen der neuen Aufsichtsratsplätze ein.

Benchmark behauptet nun, sie hätten der Board-Erweiterung niemals zugestimmt, wenn sie damals von den weitreichenden Vorwürfen der sexuellen Belästigungen innerhalb der Firma und dem schwelenden Konflikt mit Alphabets Tochter Waymo gewusst hätten. Waymo hat Uber auf Patentverletzung und Datendiebstahl verklagt.

Benchmark verlangt den Rauswurf von Kalanick aus dem Board und eine Verkleinerung auf wieder acht Personen. Denn Kalanick hat angeblich den Plan, das Aufsichtsgremium mit eigenen Leuten zu besetzen, um seine Rückkehr vorzubereiten. Tatsächlich konnte das Board bislang niemanden finden, der Kalanick als CEO ersetzt. Zuletzt hatte HPE-Chefin Meg Whitman offiziell alle Gerüchte zurückgewiesen, sie wäre im Gespräch.

Uber und Co.: Revolution oder Gefahr?

Daneben wird in dem Gerichtspapier ein nicht genauer spezifizierter Schadenersatz gefordert. Ein Sprecher von Kalanick erklärte laut „CNBC“, die Klage sei „völlig ohne Substanz“ und sei nur ein Zeichen mehr, wie Benchmark „im eigenen Interesse gegen Uber, Mitarbeiter und alle anderen Anteilseigner“ vorgehe. Die Risikokapitalgeber waren treibende Kraft hinter Kalanicks Rauswurf.

Wo Taxifahren wenig kostet – und wo es besonders teuer ist
Taxipreise
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Wer in ein Taxi am Tokioter Flughafen steigt, ist – in der Innenstadt angekommen – schon mal um 170 Euro ärmer. Wo Taxifahren am teuersten, wo es am günstigsten ist, das hat das Online-Autohaus Carspring in einer Studie herausgefunden. Sie legt den Preis für Taxifahrten in 80 Städten weltweit offen. Sich über den ungefähren Fahrpreis zu informieren, kann Abzocke vorbeugen.

Die Rangliste beruht in erster Linie auf dem Preis für eine gewöhnliche Fahrt von drei Kilometern Länge. Die Bildergalerie zeigt die fünf preiswertesten – und die fünf teuersten Taxi-Städte. Auch die deutschen Vertreter tauchen im oberen Drittel auf.

Platz 5: Mexiko-Stadt
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Der Mann auf der Motorhaube mag etwas irritieren, aber der Kult-Käfer von Volkswagen war in der mexikanischen Hauptstadt lange das beliebteste Modell für Taxis. Mittlerweile soll das laut dem Carspring-Index der Nissan Tsuru sein. Mexiko-Stadt ist unter den 80 untersuchten Orten die günstigste Taxi-Stadt Lateinamerikas. 1,36 Euro kostet hier eine drei Kilometer lange Fahrt.

(Foto: Reuters)
Platz 4: Bukarest
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Auf Uber können Kunden in 65 der 80 Städte zurückgreifen. Ende April protestierten Taxifahrer vor dem Regierungsgebäude in Bukarest gegen Online-Fahrdienstleister. Dabei sind normale Taxis schon erschwinglich. Drei Kilometer kosten 1,31 Euro.

(Foto: AP)
Platz 3: Jakarta
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Indonesische Warteschlange: 1,31 Euro müssen Taxi-Kunden für drei Kilometer aufwenden. Toyota-Modelle sind nicht nur in Jakarta hoch im Kurs...

(Foto: Reuters)
Platz 2: Mumbai
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Der Toyota Innova ist das beliebteste Modell unter Mumbais Taxiunternehmern. Schon für 1,24 Euro legt man in der indischen Hafenstadt die Drei-Kilometer-Strecke zurück.

(Foto: Reuters)
Platz 1: Kairo
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In der ägyptischen Hauptstadt kostet die Entfernung bloß 49 Cent. Kairo ist damit die mit Abstand günstigste Stadt für Taxi-Nutzer. Und in noch einer wichtigen Kategorie wird der Geldbeutel der Kunden geschont: Die Fahrt vom Flughafen beläuft sich auf 3,73 Euro. Beim Grundpreis ist Kairo (20 Cent) schlagbar: In Tunis liegt der gerade mal bei 17 Cent.

(Foto: AFP)
Platz 65: Köln
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Deutschland kommt da nicht mit. Für 9,41 Euro käme man in Kairo knapp 60 Kilometer weit, in Köln reicht das Geld nur für drei. Die Rheinländer bieten die Dienstleistung im Vergleich zu den drei anderen deutschen Millionenstädte am preiswertesten an. Die Taxi-Lobby ist stark im Mercedes-Land. Nur in zwei Metropolen ist Uber zugelassen: in Berlin und der teuersten Taxi-Stadt Deutschlands...

(Foto: dpa)

Es ist ein Kampf der Giganten: Kalanick hält zehn Prozent der Aktien und 16 Prozent der Stimmrechte. Benchmark, einer der frühesten Investoren in Uber, kommt mit 13 Prozent der Aktien auf 20 Prozent der Stimmrechte. Die Wut über die anhaltenden Turbulenzen und die Rückschläge in China und Russland, wo Uber seine eigenen Aktivitäten eingestellt und mit Konkurrenzunternehmen verschmolzen hat, könnte vom berühmten Wirtschaftstreffen in Sun Valley im Juli angefacht worden sein. Dort, so berichtet „The Information“, hätten die Benchmark-Partner Matt Cohler und Peter Fenton mit Softbanks Masayoshi Son über Anteilsverkäufe gesprochen.

Doch statt auf der Basis der bisher gehandelten Bewertung von 70 Milliarden Dollar, wollte Son nur zu einer Bewertung von 40 bis 45 Milliarden Dollar kaufen. Ein gewaltiger Einschnitt. Doch Uber muss Geld auf dem Kapitalmarkt aufnehmen können. 2016 war bei einem Nettoumsatz von 6,5 Milliarden Dollar ein Verlust von 2,8 Milliarden Dollar angefallen. Im ersten Quartal 2017 fiel erneut ein Fehlbetrag von 708 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar an.

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