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Umstritten ist, ob Eisner vor Ablehnung der Comcast-Offerte überhaupt den Aufsichtsrat konsultierte Druck auf Disney-Chef Eisner wächst

Großanleger haben den selbstherrlichen Führungsstil und die Konzeptionslosigkeit von Disney-Vorstand Michael Eisner bei dessen gleichzeitig gigantischen Einkünften moniert.

je PORTLAND. Wenige Tage vor der Jahreshauptversammlung des US-Medienkonzerns Walt Disney Co. weitet sich die Revolte institutioneller Anleger gegen den Vorstandschef Michael Eisner (61) aus. Eisner, der bereits unter dem Druck einer Übernahmeofferte des Kabelfernsehriesen Comcast und einer Kampagne von zwei Ex-Aufsichtsräten gegen ihn steht, warb jüngst unter Großanlegern intensiv für sich und seine Positionen. Gleichwohl wird ihm nach letzten Schätzungen über ein Drittel des Stammkapitals die Stimme für seinen Aufsichtsratssitz verweigern.

Während damit seine Wahl in das Gremium, das er so lange dominierte, noch nicht gefährdet ist, setzt ein derart öffentliches Misstrauensvotum der Eigner nach Ansicht von Beobachtern den Aufsichtsrat unter Druck, Eisners Vertrag als Manager, der noch bis 2006 läuft, vorzeitig zu beenden. „Enthaltungen von über 20 % sind bedeutend und können vom Aufsichtsrat nicht ignoriert werden“, warnt Charles Elson, Experte für Unternehmensführung von der University of Delaware.

„Aufsichtsratswahlen sind in den USA wie im Kommunismus“, sagt Finanzprofessor James Angel von der Georgetown University in Washington, „sie sind offen, für jeden Posten gibt es nur einen Kandidaten und über 90 % Zustimmung ist normal.“ Enthaltungen seien die einzige Möglichkeit, Missfallen zu bekunden – oder die Aktie zu verkaufen. Letzteres sei heute nicht mehr so einfach, weil „das meiste Geld in Fonds angelegt ist, die Indizes nachbilden“, sagt Professor Duke Bristow von der University of California. Solange eine Aktie im gewählten Referenzindex ist, muss sie ein Fonds also entsprechend ihrer Gewichtung halten. Großanleger würden deshalb immer häufiger versuchen, über den Aufsichtsrat Einfluss auf die Firmenpolitik zu nehmen.

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