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„Unhaltbare Vorwürfe“ So verteidigt Facebooks sein Reporting-System

Im Kampf gegen Hasskommentare ärgern sich viele Nutzer immer wieder über Facebooks „Reporting-System“. Zu Unrecht, meint Facebook und entlarvt vier Mythen rund um die hauseigene Melden-Funktion.
31.10.2015 - 16:29 Uhr
Viele Facebook-Nutzer ärgern sich über das Kommentarmelde-System des Social-Media-Giganten. Facebook will das nicht auf sich sitzen lassen. Quelle: dpa
Facebook unter Druck.

Viele Facebook-Nutzer ärgern sich über das Kommentarmelde-System des Social-Media-Giganten. Facebook will das nicht auf sich sitzen lassen.

(Foto: dpa)

Vorwurf 1: Inhalte, die wegen Nacktheit gemeldet werden, werden eher gelöscht als Hasskommentare!
Um Facebook herauszufordern, geben manche Nutzer als Meldungsgrund „Nackheit“ an, wenn sie Hasskommentare melden. Das führe aber nicht dazu, dass diese Kommentare schneller oder anders bearbeitet würden, erklärt Facebook. Jedes einzelne Posting, das gemeldet wird, werde individuell im so genannten Community Operation Team gesichtet und im Sinne der selbst auferlegten Community-Standards überprüft. Die Mitarbeiter hier müssten zwar entscheiden, wie viel Schaden ein Kommentar anrichten könne, und dementsprechend priorisieren. Dass wegen Nacktheit gemeldete Kommentare deshalb aber einen „Vorteil“ hätten, bestreitet Facebook.

Vorwurf 2: Da sitzen nur Maschinen!
Stimmt nicht, sagt Facebook. Weltweit seien „hunderte“ Mitarbeiter damit beschäftigt, gemeldete Postings zu sichten und gegebenenfalls zu löschen. Viele davon arbeiten im so genannten Community Operation Team in der Europazentrale in Dublin, darunter auch deutsche Muttersprachler. Sie kümmern sich unter anderem um gemeldete Inhalte aus Deutschland. Wie viele Postings täglich gemeldet werden und wie viele Deutsche im Community-Team sitzen, das verrät Facebook nicht. Sicher ist: Die Content-Moderatoren arbeiten im 24/7-Schichtdienst und müssen von Fall zu Fall entscheiden: Ist der Kommentar ironisch gemeint? Wieviel Schaden richtet er an? Muss nur der Beitrag gelöscht werden oder die ganze Facebook-Seite?

So arbeitet man in der Facebook-Zentrale
In Kontakt kommen.
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Hier kann man die Köpfe zusammenstecken.

Einfach machen.
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Einer der Motivationssprüche, die die Wände der Europazentrale schmücken.

Keine Angst.
3 von 20

Motivationsspruch in Facebooks Europazentrale.

Liebe Deine Arbeit.
4 von 20

Motivationsspruch in Facebooks Europazentrale.

Spielerisch-kreative Atmosphäre.
5 von 20

In Facebooks Europazentrale in Dublin, wo auch das Community Operation Team arbeitet, darf sich jeder Besucher an der Pinnwand verewigen.

Aus Glas.
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Mitarbeiter können sich an einer Wand in der Eingangshalle als gläserne Silhouetten darstellen lassen.

Aus Glas.
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Mitarbeiter können sich an einer Wand in der Eingangshalle als gläserne Silhouetten darstellen lassen.

Vorwurf 3: Ein Posting wird schneller gelöscht, wenn es mehrere Personen melden!
Absolut nicht, so Facebook. Im Community Operation Team nehme man sich jedes Posting vor, das von Nutzern als unangemessen oder anstößig gemeldet werde, ganz egal ob es ein- oder hunderte Male gemeldet werde, und entscheide von Fall zu Fall, ob gelöscht werden muss oder nicht, ganz unabhängig von der Anzahl der eingegangenen Meldungen. „Einmal melden ist genug“, sagt Facebook.

Vorwurf 4: Viele Kommentare werden von Facebook gar nicht erst bearbeitet!
Viele Nutzer gehen davon, dass bei Facebook viele gemeldete Kommentare „liegen bleiben“. Facebook weist das zurück. Jedes Posting, das gemeldet werde, werde auch überprüft. Man habe da „nicht irgendwo in einer Ecke 1.000 unbearbeitete Reports herumliegen“, so eine Facebook-Managerin. Den jeweils aktuellen Stand der eigenen Meldungen kann man übrigens in der so genannten „Support Inbox“ einsehen, die man hier findet.

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    Was Facebook sonst noch über das Reporting-System verrät:
    1. Alle Meldungen werden vertraulich behandelt.
    2. Egal ob Foto, Kommentar oder Seite - jeder Inhalt kann einzeln gemeldet werden und sollte es auch: Wenn ein bestimmter Kommentar beispielsweise Hassbotschaften enthält, können Facebooks Moderatoren nicht reagieren, wenn statt des Kommentars das Facebook-Profil gemeldet wird.
    3. Nutzer, die bei Facebook gemobbt werden, sind angehalten, beleidigende Beiträge selbst zu melden. Facebook könne nicht entscheiden, wie störend der Beitrag für einen Nutzer wirklich sei, wenn nicht er selbst, sondern beispielsweise ein Freund den Beitrag melde.

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