Unister-Insolvenz Rockaway übernimmt Reiseportale

Nach der Insolvenz des Leipziger Internet-Konzerns Unister kauft die Investment-Gruppe Rockaway die Reiseportale Ab-in-den-Urlaub.de und fluege.de. Für die verbleibenden Gesellschaften geht der Investorenprozess weiter.
Update: 23.12.2016 - 11:22 Uhr Kommentieren
Unister-Insolvenzverwalter Lucas Flöther hat einen Käufer für das Kerngeschäft des Leipziger Internet-Konzerns gefunden. Quelle: dpa
Rockaway kauft Reiseportale

Unister-Insolvenzverwalter Lucas Flöther hat einen Käufer für das Kerngeschäft des Leipziger Internet-Konzerns gefunden.

(Foto: dpa)

DüsseldorfRund fünf Monate nach der Insolvenz ist das Reisegeschäft des Leipziger Internetkonzerns Unister an einen tschechischen Investor verkauft worden. Die Beteiligungsgesellschaft Rockaway Capital übernehme alle rund 520 Mitarbeiter, wie Unister-Insolvenzverwalter Lucas Flöther und Rockaway am Freitag mitteilten. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Zu dem Paket gehören demnach unter anderem die Portale ab-in-den-urlaub.de, fluege.de, reisen.de und billigfluege.de.

Die Unister-Gläubiger stimmten dem Verkauf laut Flöther bereits zu. Zum 31. Januar 2017 sollten die fraglichen Bereiche den Besitzer wechseln. Alle Standorte blieben erhalten.

Rockaway bezeichnet sich selbst als „führenden Internetinvestor in Mittel- und Osteuropa“. Der Schwerpunkt der Gesellschaft liegt demnach auf Onlinehandels- und anderen Internetunternehmen „mit hohem Wachstumspotenzial“. Das Unister-Reisegeschäft passe „strategisch zu Rockaway Capitals Ambitionen, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen, das bestehende Portfolio zu ergänzen und das Leistungsangebot zu erweitern“, erklärte das Unternehmen.

In diesen Städten sind die Hotels am teuersten
Platz 12: Doha (Katar)
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Der Finanzdienstleister Bloomberg hat die Preise von Hotels in 100 Städten weltweit verglichen. Auf Platz zwölf der teuersten Hotel-Städte weltweit landet Doha. In der Hauptstadt von Katar gibt es viele Hotels – Tendenz steigend. Grund dafür sind vor allem die Menschen, die zum Arbeiten in das Land kommen. Touristen müssen für eine Nacht in einem Hotel 223 Dollar bezahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 1,3 Prozent. Reisende, die auf der Suche nach einem billigen Hotelzimmer sind, sollten diese Städte möglichst meiden. Denn es geht noch teurer...

Grundlage für die Bloomberg-Rechnungen waren die angebotenen Preise des Online-Reisebüros Expedia für den 1. bis 10. August dieses Jahres sowie den 1. bis 10. Februar 2016. Auf diese Weise sollten Ferien, Werbeaktionen und Tagungspreise berücksichtigt werden.

Quelle: bloomberg.com

Platz 11: London (Großbritannien)
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227 Dollar pro Nacht in einem Hotel – in London ist gar nichts billig. Günstige Hotels musste Großbritanniens Hauptstadt nie bieten. Seit Jahren strömen die Touristenmassen auch so nach London. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Hotelpreise um 3,2 Prozent gestiegen. Verglichen wurden die Preise für ein Doppelzimmer für zwei Erwachsene, Hotelsterne wurden dabei außer Acht gelassen.

Platz 10: Hongkong (China)
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Hongkong ist eine der attraktivsten Destinationen für Städtereisen. Reisende müssen allerdings bei der Hotelsuche tiefer in die Tasche greifen: 236 Dollar kostet ein Doppelzimmer im Durchschnitt (Anstieg: 2,3 Prozent). Angetrieben werden die Preise in den Städten, in denen es einen Mangel an zur Entwicklung bereitstehendem Land gibt und die Zahl der verfügbaren Zimmer begrenzt ist.

Platz 9: Los Angeles (USA)
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Strand und Sonne, Stars und Sternchen – Los Angeles hat einiges zu bieten. Die Hotels sind im Vergleich zu anderen Metropolen der USA noch relativ günstig: 237 Dollar kostet eine Hotelübernachtung. Dennoch sind die Preise innerhalb eines Jahres um 23,8 Prozent nach oben geschossen. Bei den 5-Sterne-Hotels, die mit Spa, Sportklub oder Sportplätzen zu den luxuriösesten gehören, steht Los Angeles an zweiter Stelle. In dieser Kategorie kostet ein Zimmer 584 Dollar.

Platz 7 (1): Miami (USA)
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Einen achten Platz gibt es laut Bloomberg nicht, dafür teilen sich zwei US-amerikanische Metropolen Rang sieben: Für 240 Dollar können Miami-Urlauber ein Hotelzimmer für eine Nacht finden. Viel teurer sind die Zimmer aber nicht geworden: die Preise sind um 1,8 Prozent gestiegen.

Platz 7 (2): Chicago (USA)
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Der zweite siebte Platz geht an Chicago. Eine Hotelübernachtung kostet hier wie in Miami 240 Dollar, allerdings sind die Preise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Chicago ist ein teures Pflaster und das bekommen vor allem Hotelgäste zu spüren. Im Vergleich zum Vorjahr müssen sie um die 63,8 Prozent mehr bezahlen.

Platz 6: Tel Aviv (Israel)
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Wer in die lebhafte Stadt in Israel reisen will, muss mehr Geld mitnehmen. Die Hotelpreise in Tel Aviv sind nämlich um 8,3 Prozent gestiegen. So kostet ein Doppelzimmer im Hotel pro Nacht 241 Dollar.

Insolvenzverwalter Flöther nannte Rockaway einen „starken Partner für das Unister-Travel-Geschäft“ und einen erfahrenen und langfristig orientierten Investor. Die Beteiligungsgesellschaft habe die Gläubiger mit einem „ehrgeizigen, aber realistischen Zukunftskonzept überzeugt“. Da der Kaufpreis dem Marktwert der Geschäftsbetriebe entspreche, könnten die Gläubiger nun „mit einer guten Quote rechnen“ - sie dürften also einen guten Teil ihrer Außenstände zurückbekommen.

Flöther lobte ausdrücklich die Unister-Mitarbeiter. Der erfolgreiche Verkauf wäre nicht möglich gewesen, wenn sich die Angestellten, „nicht von Anfang an mit vollem Engagement ihren Unternehmen die Treue gehalten hätten“, erklärte er.

Der Insolvenzverwalter sucht nun weiter nach Interessenten für die Unister-Geschäftsbereiche außerhalb der Reisebranche. Hier sei das Interesse „groß“, erklärte Flöther. Es sei „in den kommenden Wochen und Monaten mit Abschlüssen zu rechnen“

Unister hatte Mitte Juli Insolvenz angemeldet, nachdem Gründer und Gesellschafter Thomas Wagner tödlich mit dem Flugzeug verunglückt war. Mehrere Tochterfirmen rutschten danach ebenfalls in die Insolvenz. Drei ehemalige Manager des Unternehmensgruppe müssen sich ab dem 11. Januar vor dem Landgericht Leipzig unter anderem wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung verantworten.

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