Unitymedia Winfried Rapp ist der CEO für den Übergang

Der neue Chef von Unitymedia muss die Firma während der Fusion mit Vodafone steuern. Er setzt erste Akzente – und geht auf die Kunden ein.
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Winfried Rapp, Chief Financial Officer Unitymedia Quelle: Pressefoto Unitymedia
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Winfried Rapp, Chief Financial Officer Unitymedia

(Foto: Pressefoto Unitymedia)

DüsseldorfBrüssel oder Bonn? Das ist die große Frage für den Kölner Kabelnetzbetreiber Unitymedia. Denn entweder entscheiden die europäischen oder die deutschen Wettbewerbswächter über die geplante Fusion mit Platzhirsch Vodafone. Für den angehenden neuen Chef von Unitymedia in Deutschland, Winfried Rapp, ist klar: Brüssel wäre ihm lieber.

„Ich glaube, dass dies eine Entscheidung von großer Tragweite ist und sie zu Recht auf europäischer Ebene zu verordnen ist“, sagte Rapp dem Handelsblatt. Aktuell ist der 49-Jährige Finanzchef des Unternehmens. Aber im kommenden Monat übernimmt der ehemalige SAP-Manager die Geschäftsleitung. CEO Lutz Schüler wechselt als COO zur Liberty Muttergesellschaft. Und Rapp muss den Übergang steuern.

"Ehrlich gesagt, mache ich mir über die Dauer des Jobs keine Gedanken", sagte Rapp. "Grundsätzlich trete ich nicht an, um nur auf Zeit zu spielen. Das wäre ja wie in ein Spiel mit dem Wissen zu gehen, schon nach 10 Minuten wieder ausgewechselt zu werden." Außerdem sei der Zusammenschluss mit Vodafone noch nicht genehmigt. "Mich treibt um, wie wir das hohe Engagement der Mitarbeiter in dieser Zeit der Unsicherheit beibehalten", sagte Rapp.

Integrationserfahrung hat er, wenn auch aus anderer Perspektive. Als Finanzchef legte Rapp nach der Übernahme von Kabel BW durch Unitymedia die Finanzbereiche zusammen. Noch bevor er im September formell den Chefposten übernimmt, setzt er Akzente: Für eine halbe Million Kunden schraubt er gratis die Basisgeschwindigkeit auf 30 Megabit pro Sekunde hoch. „Mehr als jemals zuvor ist Internetgeschwindigkeit der wichtigste Faktor für unsere Kunden“, sagte Rapp. Deshalb wolle er ein Zeichen setzen.

"Wir führen eine Internet-Grundgeschwindigkeit ein, mit der wir die langsamsten Unitymedia Zugänge nahezu doppelt so schnell machen wie der deutsche Durchschnittsanschluss", sagte Rapp. Als erste Stadt in Deutschland hat Unitymedia zudem in Bochum zusammen mit den Stadtwerken begonnen, Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von 1 Gigabit pro Sekunde einzurichten. Köln und Düsseldorf sollen als weitere Städte folgen.

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