Unterhaltungsimperium Disney Gewinne mit Fernsehen und Freizeitparks

Mit seinen Fernsehsendern und den Vergnügungsparks kann Disney Gewinne erwirtschaften. Dagegen schwächelt die Filmsparte, hier fehlten die Kassenknüller. Die Spielesparte machte sogar Verluste.
Update: 09.11.2012 - 08:34 Uhr Kommentieren
Die Walt Disney Company konnte mit ihren Freizeitparks, Kreuzfahrtschiffen und den Fernsehsendern Gewinne erzielen. Quelle: Reuters

Die Walt Disney Company konnte mit ihren Freizeitparks, Kreuzfahrtschiffen und den Fernsehsendern Gewinne erzielen.

(Foto: Reuters)

BurbankDas Fernsehgeschäft und gestiegene Einnahmen bei den Freizeitparks haben Walt Disney die Kasse gefüllt. Im vierten Geschäftsquartal (Juli bis September) stieg der Umsatz des weltgrößten Unterhaltungskonzerns um drei Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar (8,5 Mrd Euro). Der Gewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf mehr als 1,2 Milliarden Dollar.

Konzernchef Bob Iger zeigte sich am Donnerstag am Firmensitz im kalifornischen Burbank zuversichtlich, dass Disney weiter zulegen kann. Dazu soll auch die in der Vorwoche bekanntgegebene Übernahme der „Krieg der Sterne“-Firma Lucasfilm für vier Milliarden Dollar beitragen. Disney hat bereits angekündigt, drei neue Episoden der Fantasy- und Weltraumsaga um Luke Skywalker, Darth Vader und Obi-Wan Kenobi drehen zu wollen.

Das Maus-Imperium schlägt zu
MICKEY MAUS BESEN
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Wie alles begann: 1927 erblickte Micky Maus das Licht der Welt und wurde über die Jahre zum Symbolbild des Unternehmens – und einer Ikone der Unterhaltungsindustrie.. Seinen ersten großen Auftritt hatte der Nager im Film „Plane Crazy“. Doch erst der dritte Micky-Maus-Cartoon „Steamboat Willie“ machte die Maus 1928 weltberühmt. Hier ist Micky als Zauberlehrling in „Fantasia“ zu sehen.

60 Jahre Micky Maus
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Der Anfang: Micky Maus ist zwar noch immer der prominenteste Star im Disney-Imperium, doch das große Geld verdienen mittlerweile Andere: Zu dem Unterhaltungsriesen gehören lukrative Vergnügungsparks, Fernsehsender und Kinostudios.

Disney buying Lucasfilm, maker of Star Wars
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Neu im Team: Die Filmstudios von „Star Wars“-Erfinder George Lucas (Bild). Nach der Übernahme von „Lucasfilm“ plant der Unterhaltungskonzern eine Fortsetzung des erfolgreichen Fantasy- und Science-Fiction-Spektakels um Luke Skywalker. Auf Darth Vader werden Fans natürlich verzichten müssen. Dafür dürfte sich der ein oder andere Stormtrooper einfinden.

huGO-BildID: 4784035 This undated promotional photo provided by Twentieth Century Fox shows actors Ewan McGregor, left, as Obi-Wan Kenobi and Hayden
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Disney hat Erfinder George Lucas sein „Star Wars“-Imperium für rund vier Milliarden Dollar in Geld und Aktien abgekauft. Der neue Film „Star Wars Episode 7“ soll 2015 erscheinen, erklärte Disney-Chef Bob Iger. Auch die Episoden 8 und 9 sind bereits geplant. Der Handlungsstrang für die nächste Trilogie sei bereits von „Lucasfilm“ weitgehend ausgearbeitet. Zur Not darf Disney sich sicher auch an einer der zahlreichen Roman-Fortsetzungen vergreifen.

TOBEY MAGUIRE STARS AS SPIDER MAN
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Neben Micky Maus und Donald Duck gehören seit dem Sommer 2009 auch die Superhelden des Marvel Universums wie Spiderman und die X-Men zum Disney-Konzern. Der weltgrößte Unterhaltungskonzern hat sich für vier Milliarden Dollar die Rechte an den mehr als 5000 Figuren von Marvel gesichert, vor allem um die Jungs wieder für den Konzern zu gewinnen. Ein großartiger Deal, wie sich seitdem immer mehr herausstellt.

Publicity photo from the film "The Avengers"
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Auch „The Avengers“ ließen die Kinokassen klingeln, ist mittlerweile dritterfolgreichster Film aller Zeiten. Dank des Superhelden-Spektakels schoss der operative Gewinn auf 313 Millionen Dollar hoch - von 49 Millionen im Vorjahr. Doch auch an der Börse kam die Übernahme damals gut an: Die Marvel-Aktie schoss zur Eröffnung um mehr als 26 Prozent auf 48,87 Dollar in die Höhe.

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Disney setzt auf die ganze Familie: Bei jungen Mädchen ist Disney mit Kunstfiguren wie Hannah Montana erfolgreich. Die Serie über das Doppelleben eines Teenies wird zum Kassenschlager, Hauptdarstellerin Miley Cyrus zum Star. Der Soundtrack der Serie erklimmt mehrfach die Spitze der US-Albumcharts. Das Problem für Disney: Hannah Montana ist mittlerweile volljährig, die letzte Staffel wurde 2010 abgedreht.

Zuletzt schwächelte die Filmsparte mangels eines echten Blockbusters. Zu Disney gehören auch das Animationsstudio Pixar und die Comic-Kultfirma Marvel. Das meiste Geld macht Disney ohnehin mit seinen Fernsehsendern. Dazu zählen das Flaggschiff ABC, die ESPN-Sportkanäle sowie die Disney-Familienprogramme.

Zweitgrößtes Standbein sind die Freizeitparks, Hotels und Kreuzfahrtschiffe. Sie legten zusammen mit dem Souvenirgeschäft am stärksten zu. Walt Disney unterhält neben seinen zwei großen amerikanischen Parks auch Ableger in Hongkong und Tokio. Problemfall ist Disneyland Paris, das Verluste schreibt.

Die Spielesparte Disney Interactive schrieb abermals rote Zahlen. Weil Disney die Erwartungen der Anleger insgesamt verfehlte, sank die Aktie nachbörslich um mehr als zwei Prozent.

Immer größer, immer schneller

 
  • dpa
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