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Unternehmens-Investor Chemi Peres: Wie ein Start-up-Optimist aus Israel die Gründerszene bewegt

Der Sohn des israelischen Ex-Präsidenten hat schon in mehr als 250 Unternehmen investiert. Auch in Deutschland hat er inzwischen viel Geld im Umlauf.
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Der israelische Topinvestor ist auf Deutschlandtour. Quelle: Getty Images; Per-Anders Pettersson
Chemi Peres

Der israelische Topinvestor ist auf Deutschlandtour.

(Foto: Getty Images; Per-Anders Pettersson)

Chemi Peres ist einer der größten Risikokapitalisten Israels. Über seine Engagements in Deutschland ist bislang wenig bekannt. 2018 etwa ging der Konzern Südzucker eine Partnerschaft mit DouxMatok ein – einem Peres-Start-up, das eine Alternative zum Zucker entwickelt hat. Und seit September rollen auf Berliner Straßen mehrere Dutzend schwarze Vans mit der Aufschrift „BerlKönig“. Dahinter steckt das israelische Start-up Via, auch aus dem Peres-Portfolio.

„BerlKönig“ arbeitet hier mit Mercedes, die die mehrheitlich elektrisch betriebenen Mini-Vans liefern, und den Berliner Verkehrsbetrieben zusammen. Algorithmen registrieren die Fahrtziele der Kunden und berechnen die optimale Fahrtstrecke von Tür zu Tür. Das werde den Nahverkehr auf eine neue Basis stellen, ist Peres überzeugt.

Ebenfalls mit Geld aus der Wagniskapitalfirma Pitango, die Peres 1992 gegründet hat, wurde Taboola entwickelt. Heute ist die Firma einer der größten Targeting-Dienstleister, auch das Handelsblatt, Bauer Media oder Axel Springer sind Kunden. Nach eigenen Angaben vermittelt Taboola über 200 Milliarden Content-Empfehlungen an mehr als 550 Millionen Nutzer im Monat.

Er habe in mehr als 250 Start-ups investiert, sagt Peres. Rund 100 gingen an die Börse oder wurden übernommen. Der Unternehmer zählt mehr als 200 Investoren weltweit, sogar Investoren aus arabischen Ländern sind bei ihm engagiert – mit denen Israel keine diplomatischen Beziehungen hat.

Peres’ Vater ist der 2016 verstorbene Shimon Peres, viele Jahre israelischer Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger. An eine politische Laufbahn denkt Peres junior aber nicht – noch nicht, wie er betont. Zu zahlreich seien seine Verpflichtungen bei Pitango, wo er rund 40 Leute beschäftigt. Für ihn gelte inzwischen, was der Vater in seiner Autobiografie schrieb: Israel sei kein Platz für kleine Träume.

Für den ehemaligen Kampfpiloten Chemi ist die Technologie, die den Alltag in Beruf und Familie rasant und einschneidend verändert, weder gut noch schlecht: „Es kommt darauf an, wie man sie einsetzt.“ Man könne in diesem Punkt sowohl Optimist als auch Pessimist sein. Beide, zitiert er ein Bonmot seines Vaters, würden zwar unterschiedlich leben, aber am Ende auf dieselbe Weise sterben. Er selbst halte es deshalb mit den Optimisten.

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