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US-Druckerhersteller Investor Icahn fordert deutlich höheren Preis für Xerox

Der Verkauf des Druckerherstellers an Fujifilm droht sich weiter hinzuziehen. Die Investoren Icahn und Deason fordern einen höheren Preis.
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Druckerhersteller: Carl Icahn fordert höheren Preis für Xerox Quelle: dpa
Xerox

Xerox macht seit längerem zu schaffen, dass im Zeitalter von Smartphones und Tablets weniger Ausdrucke nötig sind.

(Foto: dpa)

New York, TokioIn ihrem Kampf gegen die vereinbarte Übernahme des schwächelnden US-Druckerherstellers Xerox durch Japans Fujifilm wollen die Investoren Carl Icahn und Darwin Deason einen deutlich höheren Preis durchsetzen.

Die beiden Xerox-Großaktionäre forderten in einem offenen Brief an die übrigen Anteilseigner Barangebote von mindestens 40 Dollar pro Aktie. Damit würde Xerox mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertet und damit deutlich höher als bei der geplanten 6,1-Milliarden-Übernahme durch den langjährigen Xerox-Partner Fujifilm.

In dem Brief an die Aktionäre zeigten sich die beiden Milliardäre, die zusammen rund 15 Prozent an Xerox halten, zuversichtlich, dass andere Kaufinteressenten bereits in den Startlöchern stünden. Auch alleine könnte Xerox besser aufgestellt sein. Zugleich griffen die beiden Investoren die Führungsmannschaft von Xerox scharf an.

Der Traditionskonzern hatte vergangene Woche zunächst dem Drängen von Icahn nachgegeben, Vorstandschef Jeff Jacobson und sechs weitere Manager auszutauschen, um so den Rechtsstreit mit Icahn und Deason beizulegen. Am Freitag teilte Xerox jedoch mit, der gesamte Vorstand bleibe im Amt, weil eine Frist für die Einigung mit den Investoren abgelaufen sei. Einem Insider zufolge ließ die Xerox-Führung die Vergleichsvereinbarung auslaufen, weil sie den Deal mit Fujifilm nachverhandeln will.

Xerox wollte sich zu dem Aktionärsbrief von Icahn und Deason nicht äußern. Der Druckerproduzent verpasste es am Montag, einen Einspruch gegen den Gerichtsentscheid durchzusetzen, der den Zusammenschluss mit Fujifilm vorübergehend auf Eis gelegt hat. Der Berufungsantrag wird nun erst im September vom Gericht erörtert.

Damit gewinnen Icahn und Deason Zeit, sich nach anderen Bietern umzuschauen. Auch von Fujifilm gab es zunächst keine Stellungnahme. Die Japaner hatten zuvor ebenfalls angekündigt, in Berufung gehen zu wollen.

Ein Gericht in New York hatte vergangene Woche bestätigt, Xerox-Chef Jacobson sei in einem „hoffnungslosen Interessenkonflikt“ bei den Verhandlungen mit Fujifilm gewesen. Weil er von der Suche nach einem Nachfolger gewusst habe, habe er eine hohes Eigeninteresse gehabt, einen Deal mit ihm selbst an der Spitze auszuhandeln.

Xerox und das bestehende Gemeinschaftsunternehmen Fuji Xerox hatten im Januar den Zusammenschluss vereinbart. Damit wollen die beiden Partner Kosten sparen, weil immer weniger Bürodrucker nachgefragt werden.

Vor allem Xerox macht seit längerem zu schaffen, dass im Zeitalter von Smartphones und Tablets weniger Ausdrucke nötig sind. Der umtriebige Finanzinvestor Icahn hatte aber wiederholt kritisiert, dass die vereinbarte Summe nicht Xerox Wert entspreche.

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  • rtr
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